Australischer Superfonds investiert massiv in europäische Lagerimmobilien
Der größte australische Superfonds, AustralianSuper, hat einen bedeutenden Anteil an einem Portfolio europäischer Lagerhäuser erworben. Diese Investition spiegelt die fortgesetzten Bemühungen australischer Pensionskassen wider, Kapital in internationale Immobilienmärkte zu lenken.
Laut einer am Montag veröffentlichten Mitteilung erwarb AustralianSuper einen 50-prozentigen Anteil an einem Portfolio im Wert von 840 Millionen Euro, das im Besitz von Oxford Properties ist, dem Immobilienarm des Ontario Municipal Employees Retirement System. Bestandteil des Deals ist auch eine Beteiligung am Manager des Portfolios, M7 Real Estate.
Europäische Lagerhäuser haben großes Interesse von globalen Pensions- und Staatsfonds geweckt, da sie langfristige Wachstumschancen bei stabilen Mieteinnahmen bieten. Der gestiegene Online-Konsum und die Umstrukturierung globaler Lieferketten nach der Pandemie sowie geopolitische Spannungen haben die Nachfrage zusätzlich befeuert.
Paul Clark, Leiter für europäische Immobilienanlagen bei AustralianSuper, betonte, dass urbane Logistik und Distribution eines der vielversprechendsten Segmente des europäischen Immobilienmarktes darstellen. Das bestehende Portfolio umfasst 76 Immobilien in Westeuropa mit einer Gesamtfläche von etwa 730.000 Quadratmetern. Ziel der neuen Unternehmung ist es, den Wert des Portfolios in den nächsten fünf Jahren auf etwa 4,5 Milliarden Euro zu steigern.
Oxford Properties hatte M7 Real Estate, ein Nischeninvestor und Asset Manager, der ursprünglich auf Lagerimmobilien spezialisiert war, im Jahr 2021 übernommen. M7 hat bereits große Private-Equity-Firmen wie Blackstone, Starwood Capital Group und Goldman Sachs bei Investitionen in europäische Lagerimmobilien unterstützt. Das zu 90 Prozent vermietete Portfolio befindet sich in Großbritannien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Spanien. Zukünftige Akquisitionen in diesen Märkten sind geplant.
Für AustralianSuper markiert der Deal den ersten großen Einstieg in den europäischen Lagerhaussektor, nachdem bereits etwa 6 Milliarden Euro in europäische Immobilienprojekte investiert wurden. Die Transaktion soll bis Ende des ersten Quartals abgeschlossen sein, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.

