Auslandspraktikum für Azubis im Handwerk: Mit Go.for.europe neue Länder entdecken
Vierwöchige Erasmus+-Praktika in Finnland, Irland, Österreich und Spanien – Handwerksbetriebe werden zur Unterstützung aufgerufen
Mannheim, 28.05.2026 (lifePR) - Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald informiert über das EU-Projekt „Go.for.europe“, bei dem auch Auszubildende im Handwerk die Möglichkeit zur Teilnahme haben und spannende Erfahrungen im Ausland und in ihren Ausbildungsberufen sammeln können. Gefördert durch das Erasmus+-Programm sind im Herbst 2026 vierwöchige Auslandspraktika in Finnland, Irland, Österreich und Spanien möglich. Für die Gruppe Finnland endet die Bewerbungsfrist bereits am 31.05.2026, für alle weiteren Gruppen am 28.06.2026.
Unterwegs in Kleingruppen
Auszubildende aus handwerklichen Berufen können im Rahmen des Teilprogramms „BeEurope“ ein vierwöchiges Praktikum in ihrem Ausbildungsberuf in einem anderen EU-Mitgliedstaat absolvieren. Die Entsendungen erfolgen in der Regel in Kleingruppen. Neben der praktischen Mitarbeit im Betrieb vor Ort sehen die Programme – mit Ausnahme von Österreich – einen Sprach- und Kulturkurs vor. Der Aufenthalt wird über Erasmus+ bezuschusst; abhängig vom Zielland liegt der Eigenanteil derzeit zwischen 100 und 300 Euro.
Verschiedene Termine und Ziele
Für den Herbst 2026 sind mehrere Gruppenangebote geplant: Nach Turku in Finnland geht es vom 16.08.2026 bis 12.09.2026, inklusive Vorbereitungsseminar am 17.07.2026. In Irland werden Aufenthalte in Tralee (27.09.2026 bis 24.10.2026, Vorbereitungsseminar am 02.09.2026) und Carlow (25.10.2026 bis 21.11.2026, Vorbereitungsseminar am 30.09.2026) angeboten. In Österreich ist ein Aufenthalt in Wien vom 27.09.2026 bis 24.10.2026 mit Vorbereitungsseminar am 04.09.2026 vorgesehen. Nach Spanien führt das Programm nach Valencia vom 01.11.2026 bis 28.11.2026, das Vorbereitungsseminar findet am 08.10.2026 statt.
Auch für Betriebe interessant
„Auslandspraktika in der Ausbildung zeigen, dass Handwerk heute selbstverständlich international stattfindet“, sagt Hannah Reichenecker, Ausbildungs- und Nachwuchssicherungsberaterin der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald. „Azubis erweitern ihre fachlichen Kompetenzen, verbessern ihre Sprachkenntnisse und gewinnen an persönlicher Sicherheit – das kommt auch den Betrieben unmittelbar zugute.“
Die Unterbringung ist je nach Zielort unterschiedlich organisiert: In Irland und Spanien sind die Auszubildenden in Gastfamilien untergebracht, in Finnland und Österreich in Selbstversorger-Wohngemeinschaften. In Österreich steht die praktische Arbeit im Vordergrund; in den anderen Ländern wird das Praktikum durch einen begleitenden Sprach- und Kulturkurs ergänzt. In Valencia sind Spanischkenntnisse ausdrücklich von Vorteil, da Englisch im Alltag weniger verbreitet ist.
Organisation wird übernommen
Die Organisation der Auslandsaufenthalte übernimmt das Projektteam von Go.for.europe. Die teilnehmenden Betriebe stellen ihre Auszubildenden für die Dauer des Aufenthalts bezahlt frei und stellen die notwendigen Unterlagen für die Beschäftigung im Ausland bereit. „Für kleine und mittlere Handwerksbetriebe ist das Angebot eine strukturierte Möglichkeit, internationale Erfahrungen in die duale Ausbildung zu integrieren, ohne selbst ein Netzwerk im Ausland aufbauen zu müssen“, betont die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer. „Die organisatorische Entlastung durch Go.for.europe ist ein entscheidender Faktor.“
Auf Neues einlassen
Voraussetzung für eine Teilnahme ist in der Regel ein Ausbildungsstand von mindestens Ende des zweiten beziehungsweise Beginn des dritten Lehrjahres. Für die Bewerbung sind ein Motivationsschreiben und ein Lebenslauf im Europass-Format einzureichen – für Österreich in deutscher, für die übrigen Länder in englischer Sprache. Zusätzlich erforderlich sind die Genehmigungen des Ausbildungsbetriebs und der Berufsschule. Zeugnisse sollen nicht mitgeschickt werden; Hinweise enthält eine Checkliste für eine optimale Bewerbung.
„Die Teilnahme an einem Auslandspraktikum setzt die Bereitschaft voraus, sich auf neue Arbeitsweisen und Lebensgewohnheiten einzulassen“, so Hannah Reichenecker. „Gerade im Handwerk zeigt sich dabei, wie ähnlich viele Abläufe in Europa sind – und wo andere Länder Impulse für den eigenen Berufsalltag geben können.“
Weitere Informationen zu den einzelnen Gruppenangeboten, zu Bewerbungsfristen und Unterlagen sowie die erforderlichen Formulare sind auf der Projektseite von Go.for.europe unter www.goforeurope.de abrufbar. Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer ist Hannah Reichenecker, Telefon 0621 18002-138, E-Mail: [email protected].

