Aufweichende Zölle – Optimismus und Herausforderungen der Finanzgiganten
Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, zeigt sich etwas optimistischer bezüglich der Auswirkungen von Zöllen auf die US-Wirtschaft in den kommenden Monaten. Auf einer Morgan Stanley-Konferenz in New York erläuterte Dimon seine Ansicht, dass die Effekte vermutlich weniger dramatisch ausfallen und eine sanfte Landung der Wirtschaft unterstützen könnten, statt einen Absturz zu verursachen.
Dimons Meinung nach könnten die Zölle zu einem Rückgang der Beschäftigungsquote führen, während die Inflation möglicherweise leicht anzieht. In diesem Kontext haben auch andere renommierte Banken ihre Einschätzungen zu den drohenden Zöllen und deren wirtschaftlichen Folgen geteilt.
Viswas Raghavan von Citigroup äußerte, dass Kunden der Bank ein Mindestmaß von 10% bei den Zollsätzen erwarten. Die aktuelle Basis liegt dabei bei 10% bis 20%. Citigroup rechnet mit einem Anstieg der Investmentbanking-Gebühren im zweiten Quartal im mittleren einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr, mit einem ebenso positiven Ausblick auf die Handelsumsätze. Dennoch werden ansteigende Kreditkosten im mehrstelligen Millionenbereich erwartet.
Ted Pick, CEO von Morgan Stanley, beschrieb den langsamen Start des zweiten Quartals nach den Zollankündigungen im April durch die Trump-Administration. Er sieht jedoch eine Erholung des Marktes und rechnet mit einem starken Abschluss des Zeitraums. In einem weiteren Schritt begrüßen Banker die Überlegungen der Trump-Administration zur Überarbeitung kapitalbasierter Regularien, um einer schwankenden Wirtschaft effizienter begegnen zu können.
Diese Themen werden voraussichtlich auch im Fokus einer kommenden Konferenz der US-Notenbank stehen, bei der die Sinnhaftigkeit der Kapitalanforderungen für große Banken untersucht wird. Dimon betonte seine Bereitschaft, zur Optimierung und Absicherung des Systems beizutragen, insbesondere zum Schutz kleinerer Banken.

