Aufhebung der Flüssigkeitsbegrenzung bei Flugreisen in Sicht: EU macht den Weg frei
Ein großer Schritt in Richtung bequemeres Reisen: Die Europäische Union hat moderne Scannertechnologien genehmigt, die flüssige Sprengstoffe zuverlässig erkennen können. Damit könnte das bisherige Limit für Flüssigkeiten im Handgepäck bald der Vergangenheit angehören. Eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte, dass die neuen Scanner den wegweisenden Fortschritt ermöglichen und größere Flüssigkeitsmengen im Handgepäck erlauben könnten. Nun seien jedoch die individuellen Flughäfen am Zug, diese Technologie in ihren Sicherheitskontrollen zu implementieren.
Besonders in Deutschland könnte die Umsetzung noch ein wenig auf sich warten lassen. Obwohl die fortgeschrittenen Scanner bereits zur Verfügung stehen, herrschen hierzulande noch Unsicherheiten. Derzeit gibt es eine Mischung aus alten und neuen Geräten, ohne klare Informationen für Reisende, welcher Scanner an ihrem jeweiligen Flughafen eingesetzt wird. Zudem fehlt es mancherorts an der passenden Software, die für die neuen Scanner benötigt wird.
Bis zur vollständigen Umsetzung der Scannertechnologie werden Passagiere in Deutschland weiterhin Flüssigkeiten nur in Behältern mit maximal 100 Millilitern transportieren können, verpackt in einem wiederverschließbaren, durchsichtigen Plastikbeutel mit maximal einem Liter Fassungsvermögen. Diese Übergangszeit zeigt einmal mehr, dass die Harmonisierung von Sicherheitsmaßnahmen in der Praxis eine Herausforderung bleibt, auch wenn die regulatorischen Voraussetzungen geschaffen sind.

