Auf Touren gebracht: Deutsche Wirtschaft startet langsam durch
Nach zwei Jahren der wirtschaftlichen Flaute zeigt sich für die deutsche Wirtschaft ein erstes, wenn auch verhaltenes, Lebenszeichen. Experten prognostizieren, dass Europas größte Volkswirtschaft im vergangenen Jahr wieder leicht wachsen konnte. Ein weitergehender Aufschwung wird jedoch erst 2027 erwartet, wenn umfangreiche staatliche Investitionen, insbesondere in die Infrastruktur und Verteidigung, ihre Wirkung voll entfalten sollen. Bereits an diesem Donnerstag will das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Jahr 2025 veröffentlichen. Analysten rechnen derzeit mit einem marginalen Wachstum zwischen 0,1 und 0,3 Prozent. Zuvor war die Wirtschaft in den Jahren 2023 und 2024 mit Rückgängen von 0,9 beziehungsweise 0,5 Prozent erneut geschrumpft. Darüber hinaus liefern die Statistiker aus Wiesbaden Einblicke in die Finanzlage des Staates. 2024 lagen die Ausgaben von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung um satte 115 Milliarden Euro über den Einnahmen, was mit einer Defizitquote von 2,7 Prozent einherging. Der europäische Stabilitäts- und Wachstumspakt zieht hierbei die Grenze mit einer Defizitobergrenze von drei Prozent und einer maximalen Gesamtverschuldung von 60 Prozent des nominalen BIP.

