ATX erholt sich leicht – Positive Verbraucherstimmung in den USA und Palfinger im Fokus
Der Wiener Aktienmarkt fand am Dienstag mit einem leichten Plus seinen Abschluss, wobei sich der ATX um 0,30 Prozent auf 4.572,70 Punkte verbesserte. Der ATX Prime folgte diesem Trend mit einem Anstieg um 0,31 Prozent auf 2.296,34 Zähler. Diese Zuwächse brachten eine gewisse Erholung von den Verlusten des Vortages.
Parallel dazu sorgte eine unerwartet positive Entwicklung in der Verbraucherstimmung in den USA für Aufsehen. Das Conference Board berichtete, dass der Konsumindikator um zwei Punkte auf 97,2 gestiegen war. Somit zeichnet sich in Übersee ein optimistischeres Bild der wirtschaftlichen Lage ab.
Im Hinblick auf den kürzlich erzielten Handelsdeal zwischen den USA und der EU fassten die Analysten der Helaba die Marktsituation kritisch zusammen. Obwohl die Einigung einen drohenden Konflikt entschärfen konnte, bleibt die Belastung durch erhöhte Zölle als Faktor bestehen.
Im Einzeltitelbereich rückten die Papiere von Palfinger ins Scheinwerferlicht. Bei einem Verlust von 4,7 Prozent notierte die Aktie im ATX Prime bei 35,65 Euro am unteren Ende. Der Salzburger Kranhersteller hat eine platzierte Aktienmenge von über 2,8 Millionen, was 7,5 Prozent des Grundkapitals entspricht, an institutionelle Investoren verkauft. Der erzielte Platzierungspreis von 35,40 Euro je Aktie führte zu einem Bruttovorerlös von annähernd 100 Millionen Euro. Die Abwicklung des Geschäfts ist für den 31. Juli vorgesehen. Bereits zuvor hatte die Deutsche Bank das Kursziel der Aktie von 43 auf 50 Euro erhöht.
Erfreulich entwickelten sich die Titel der großen Banken. Aktien von Bawag und Raiffeisen Bank International (RBI) legten 1,5 respektive 1,7 Prozent zu. Erste Group verbesserte sich um 0,5 Prozent, während AT&S mit einem Gewinn von 4,1 Prozent an der Spitze des Rankings stand.

