Atoss Software: Gewinnsprung und ehrgeizige Ziele trotz Börsenschwäche
Das auf Personalmanagement spezialisierte Softwareunternehmen Atoss kann trotz der jüngsten Schwäche seiner Aktie beeindruckende betriebliche Erfolge vorweisen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Atoss seinen Umsatz um elf Prozent auf 189,3 Millionen Euro erhöhen, während der Gewinn vor Steuern und Zinsen um sieben Prozent auf 68,1 Millionen Euro zulegte. Diese Entwicklung übertraf die Markterwartungen und demonstrierte eine operative Marge von 36 Prozent, was die eigene Prognose von 34 Prozent übertraf.
Die Dividendenfreunde können sich ebenfalls freuen: Die Ausschüttung je Aktie wird um 15 Cent auf 2,28 Euro erhöht. Trotz dieser positiven Nachrichten verharrt die im SDax gelistete Aktie auf niedrigem Niveau, das seit September 2023 nicht mehr gesehen wurde, nachdem sie seit Jahresbeginn fast 18 Prozent verloren hat. Henrik Paganetty von Jefferies sieht in den Ergebnissen klare Stärken und hebt insbesondere den operativen Fortschritt hervor.
Dennoch bemängeln einige Händler den zu vorsichtigen Margenausblick des Unternehmens, der eine kurzfristige Erholungsrallye am Aktienmarkt erschweren könnte. Der Umsatzwachstum wurde durch eine gesteigerte Nachfrage bei den Softwarelösungen, speziell im Bereich Cloud & Subscriptions, getragen. Für die Zukunft hat Atoss ehrgeizige Ziele: Für 2026 strebt das Unternehmen einen Umsatz von rund 215 Millionen Euro an, mit einer operativen Marge von mindestens 32 Prozent. Für das Jahr 2027 peilt Konzernchef Andreas Obereder einen Umsatz von 245 Millionen Euro an, was auf weiteres Wachstum beim führenden Anbieter von Softwarelösungen für Personalplanung und Zeiterfassung hindeutet.

