Aroundtown erwartet weiteres Ergebnisdämpfer– Erholung in Sicht
Der Gewerbeimmobilien-Experte Aroundtown plant auch im laufenden Jahr mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses, bedingt durch anhaltende Verkäufe von Immobilien. Überraschend gelang es dem MDax-notierten Unternehmen jedoch, im Jahr 2024 einen Nettogewinn zu erzielen, wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde. Während die Bonität von Aroundtown einer Verbesserung unterzogen wurde, bleibt die Dividendenfrage noch offen und soll vor der Hauptversammlung im Juni entschieden werden. Im frühen Handel verzeichnete die Aktie einen Rückgang von gut drei Prozent und markierte damit ein neues Tief seit dem vergangenen September.
Das operative Ergebnis für das laufende Jahr wird nach Unternehmensangaben voraussichtlich auf 280 bis 310 Millionen Euro sinken, während es 2024 bereits um fünf Prozent auf knapp 316 Millionen Euro gesunken war. Hauptursachen sind Immobilienverkäufe sowie die Belastungen durch sogenannte ewige Anleihen. Trotz dieser Herausforderungen hatten Analysten, wie Stephanie Dossmann von Jefferies, mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. In Reaktion auf den jahrelangen Immobilienboom und die derzeit hohen Zinsen greift Aroundtown zu weiteren Immobilienverkäufen. Für 2024 wurden Transaktionen im Umfang von 935 Millionen Euro unterzeichnet, im Vorjahr wechselten Immobilien im Wert von 740 Millionen Euro den Eigentümer, größtenteils zum Buchwert.
Die Nettomieteinnahmen verzeichneten einen Rückgang von einem Prozent auf 1,18 Milliarden Euro durch die Immobilienverkäufe, jedoch stiegen die Mieteinnahmen auf einer vergleichbaren Basis um 2,9 Prozent. Besonders Wohnimmobilien der Tochter Grand City Properties und Hotelimmobilien sorgten für das Mietwachstum. Insgesamt erwirtschaftete Aroundtown in 2024 wieder einen positiven Gewinn von 53 Millionen Euro, wohingegen im Vorjahr noch ein Verlust von fast zwei Milliarden Euro durch deutliche Abwertungen aufgetreten war.
Im Jahr 2024 waren die Abwertungen im Immobilienbereich jedoch begrenzt. Obwohl es in der ersten Jahreshälfte noch zu Abwertungen kam, konnte das Portfolio in der zweiten Hälfte bereits um 1,9 Prozent im Vergleich zum Juni an Wert zulegen. Insgesamt ergab sich im gesamten Jahr 2024 nur ein leichter Bewertungsverlust von 0,5 Prozent.

