ARK 2: Release erst 2028! Das Spiel hängt jetzt komplett von Vin Diesels Terminkalender ab
Fans der Dino-Survival-Saga müssen jetzt ganz stark sein – und gleichzeitig viel Geduld beweisen. Die Nachricht schlug auf dem Investor Day von Snail Games wie ein Meteorit ein: ARK 2 wird wohl erst im Jahr 2028 das Licht der Welt erblicken. Was einst als naher Hoffnungsträger galt, ist nun ferne Zukunftsmusik. Doch der späte Release ist nicht die einzige Überraschung. Jeremy Stieglitz, Mitbegründer von Studio Wildcard, enthüllte eine pikante Abhängigkeit, die das Projekt entweder in den Olymp heben oder in erzählerische Schwierigkeiten bringen könnte: Alles steht und fällt mit Vin Diesel.
Ein Spiel auf Abruf: Die Vin-Diesel-Variable
Es klingt fast wie ein Hollywood-Krimi. Stieglitz war in seinen Aussagen brutal ehrlich: Die „ambitionierte Erzählung“, die für das Sequel geplant ist, existiert derzeit in einer Art Schrödingers Zustand. Das Drehbuch liegt in der Schublade, aber welche Version davon umgesetzt wird, hängt allein davon ab, wie viel Zeit der Fast & Furious-Star tatsächlich im Motion-Capture-Studio verbringen kann.
„Die Frage ist: Wie viel Performance bekommen wir von ihm?“, gab Stieglitz zu Protokoll. „Kriegen wir einen Tag, fünf Tage, acht Stunden? Man weiß es nicht.“ Das Studio hat daher zwei narrative Pfade vorbereitet: Eine Version für „viel Vin Diesel“ und eine für „wenig Vin Diesel“. Diese Ungewissheit bei einem Projekt dieser Größenordnung ist selten und zeigt, wie sehr das Prestige des Spiels an seinem prominentesten Zugpferd hängt. Sollte Diesel nur für einen Cameo Zeit haben, dürfte die epische Kampagne deutlich anders aussehen als erhofft.
Legacy of Santiago: Das Versuchskaninchen
Um die Wartezeit bis 2028 zu überbrücken – und wohl auch, um die Risiken zu minimieren – verfolgt Wildcard eine clevere, wenn auch ungewöhnliche Strategie. Die für das vierte Quartal 2027 geplante Erweiterung Legacy of Santiago für ARK: Survival Ascended wird als Testlabor missbraucht. Hier sollen die neuen Kernmechaniken von ARK 2, insbesondere das „Soulslike“-Kampfsystem in der Third-Person-Perspektive, erstmals auf Herz und Nieren geprüft werden.
Stieglitz nennt das „De-Risking“. Wenn die neuen Mechaniken floppen, kann man sie im Live-Service-Game Survival Ascended noch anpassen, bevor man sie in das Standalone-Produkt ARK 2 gießt. Es ist ein Sicherheitsnetz, gesponnen aus dem Feedback der Community. Gleichzeitig soll so verhindert werden, dass sich die Spieler – wie beim abrupten Ende von Survival Evolved – vor den Kopf gestoßen fühlen. Man will den Übergang fließend gestalten, statt die Brücken hinter sich abzubrechen.
Die Exklusivität und das Warten
Wenn ARK 2 dann (hoffentlich) 2028 erscheint, werden Xbox- und PC-Spieler die ersten sein, die den neuen Planeten betreten. Berichten zufolge bleibt der Titel für satte drei Jahre exklusiv im Game Pass. Bis dahin müssen wir uns wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, dass die Zukunft der Dinosaurier-Saga derzeit noch in den Sternen steht – oder besser gesagt: in Vin Diesels Terminkalender.


