Argentinien: Wiedereinführung von Exportzöllen nach Erreichen von Verkaufsgrenze
Der argentinische Staat hat kürzlich seine zuvor temporär ausgesetzten Exportzölle auf Getreide und dessen Nebenprodukte sowie Rind- und Geflügelfleisch wieder in Kraft gesetzt. Diese Entscheidung folgt auf das Erreichen der festgesetzten Verkaufsobergrenze von 7 Milliarden US-Dollar, wie die nationale Steuerbehörde ARCA auf ihren sozialen Medien mitteilte.
Noch zu Beginn der Woche gab die Regierung ein Dekret heraus, das die Exportzölle für Soja, Mais, Weizen und deren Derivate, einschließlich Biodiesel, aussetzte. Ziel dieser Maßnahme war es, den Verkauf ins Ausland zu beschleunigen und dringend benötigte Devisen zu beschaffen, um den schwachen Peso zu stabilisieren.
Als einer der weltweit führenden Getreidelieferanten ist Argentinien stark auf den Agrarsektor angewiesen, um ausländische Währung zu generieren. Die Aussetzung der Zölle sollte ursprünglich bis zum Ende des Oktobers fortbestehen oder sobald die Exporterlöse 7 Milliarden US-Dollar erreichten. Diese Grenze wurde jedoch innerhalb von nur zwei Tagen überschritten.

