ARC Raiders: Keine Roadmap, dafür ein Plan bis 2035
Keine zehn Tage trennen uns mehr vom Start von ARC Raiders, und der Hype um den Extraction-Shooter von Embark Studios könnte kaum größer sein. Nach einer außergewöhnlich erfolgreichen Server-Slam-Phase und einem kometenhaften Aufstieg in die Top 5 der globalen Steam-Bestsellerlisten, scheint der Titel bestens gerüstet, um die Gaming-Landschaft im Sturm zu erobern. Mit einer Fülle an Waffen, tiefgreifenden Progressionssystemen und mindestens fünf Karten zum Launch ist das Startpaket prall gefüllt. Doch die wahre Vision der Entwickler reicht weit über den Veröffentlichungstag hinaus – sie umspannt ein ganzes Jahrzehnt.
Die Dekaden-Ambition
In einem Livestream enthüllte Design Director Virgil Watkins die monumentale Zielsetzung, die sein Team für den Titel verfolgt. „Intern bezeichnen wir dies seit sehr langer Zeit als ein 10-Jahres-Spiel“, erklärte er. Diese langfristige Ambition ist der Nordstern, der die Art und die schiere Menge der geplanten Inhalte diktiert. Ein solch gewaltiges Versprechen weckt unweigerlich Erinnerungen an andere Projekte, die mit ähnlichen Zielen scheiterten. Embark Studios scheint sich dieser Gefahr jedoch bewusst zu sein und wählt einen erfrischend vorsichtigen und transparenten Ansatz für die Kommunikation ihrer Post-Launch-Strategie.
Vorsicht statt leerer Versprechungen
Wer jetzt auf eine detaillierte, auf Jahre hinaus festgelegte Roadmap hofft, wird eines Besseren belehrt. Watkins stellte klar, dass man zu diesem Zeitpunkt bewusst keine Fahrplan-Details diskutieren werde. Zu schnell könnten sich solche Pläne in eine Spirale aus unerfüllten Versprechungen verwandeln, sollten sich die Umstände ändern. Anstatt die Community mit vagen Ankündigungen zu ködern, liefert das Studio handfeste Zusagen für die nahe Zukunft. Neue Karten, frische Gegnertypen und zusätzliche Waffen sind fest eingeplant, ebenso wie die Erweiterung bestehender Questreihen. Die Inhalts-Pipeline ist also definitiv gefüllt.
Eine reaktive und geplante Zukunft
Die Strategie für die Zeit nach dem Launch am 30. Oktober ist eine intelligente Mischung aus Vorbereitung und Flexibilität. „Wir werden einige Dinge für die Zeit nach dem Start und für eine Weile danach in der Pipeline haben“, so Watkins. Anschließend wird die weitere Entwicklung maßgeblich davon abhängen, was man aus dem Launch lernt und welche Wünsche die Community äußert. Dieser reaktive Ansatz beweist, dass die Entwickler gewillt sind, zuzuhören und das Spiel gemeinsam mit den Spielern zu formen. Es ist ein klares Bekenntnis zur Qualität, das durch die dreijährige Verschiebung des Titels, weil er sich schlicht „nicht spaßig anfühlte“, eindrucksvoll untermauert wird.


