Apple und Amazon im Zollsturm: Schwankungen an der Nasdaq
Die jüngst veröffentlichten Quartalszahlen haben Apple schwer belastet und so für Unruhe an den Märkten gesorgt. Der Technologieriese verzeichnete am Freitag einen Kursrutsch von 3,8 Prozent, während Amazon sich von anfänglichen Kursverlusten erholte und letztlich nur einen marginalen Rückgang von 0,1 Prozent hinnehmen musste. Die beiden Schwergewichte konnten ihrer Vorreiterrolle im Technologiesektor nicht gerecht werden.
Andere bedeutende Tech-Unternehmen der sogenannten 'Magnificent 7' sowie die gesamte Nasdaq-Börse profitierten hingegen von robusten Jobdaten und verzeichneten kräftige Kursgewinne. Dies verlieh dem Markt insgesamt zum Ende der Woche Aufwind. Apple kämpft mit wachsenden Zollkosten und einer Abschwächung in China, was die Anleger beunruhigt.
Im zweiten Quartal konnte das Unternehmen die Umsatzerwartungen in der Region Großchina nicht erfüllen. Besonders belastend wirkt die Aussicht, dass im laufenden Quartal zusätzliche Zollkosten von 900 Millionen Dollar anfallen könnten. Dies veranlasste Jefferies, die Aktie des iPhone-Herstellers auf 'Underperform' herabzustufen.
Amazon sieht sich ebenfalls möglichen Zollauswirkungen ausgesetzt, die durch Wechselkursschwankungen und Rezessionsängste verstärkt werden könnten. Dennoch hegen Analysten wie Ingo Wermann von der DZ Bank positive Erwartungen, insbesondere aufgrund der vielversprechenden Perspektiven der Wachstumsbereiche Web Services und Onlinewerbung.
Trotz der jüngsten Schwäche am Markt konnte sich der Nasdaq-100-Index um über 20 Prozent erholen. Beide Unternehmen haben seit der zollbedingten Verkaufswelle im April wieder signifikant an Boden gewonnen. Apple verbesserte seinen Stand um 21 Prozent, während Amazon eine Erholung von knapp 18 Prozent verzeichnete.

