Apple gerät ins Visier: Zweifache Herabstufung spiegelt wachsende Skepsis wider
Apple steht unter wachsendem Druck, nachdem das Unternehmen am Donnerstag gleich zwei Herabstufungen hinnehmen musste. Diese Entwicklungen spiegeln eine wachsende Vorsicht gegenüber dem Technologiegiganten wider, der in diesem Jahr deutlich hinter seinen Mitbewerbern in der Großkapitalisierungstechnologie zurückblieb.
Mit den Herabstufungen sank das Konsenskursziel von Apple – ein Indikator für das Verhältnis von Kauf-, Halte- und Verkaufsempfehlungen – auf 3,9 von 5 möglichen Punkten. Dies ist der niedrigste Stand seit Anfang 2020, basierend auf Bloomberg-Daten. Derzeit empfehlen lediglich 55% der von Bloomberg erfassten Analysten den Kauf der Aktie, ein extrem niedriger Wert unter den Giganten des Marktes. Im Gegensatz dazu weisen Unternehmen wie Nvidia, Microsoft und Amazon alle ein Verhältnis von über 90% auf.
Die Investmentbank D.A. Davidson senkte die Apple-Bewertung von „Kaufen“ auf „Neutral“. Diese Entscheidung folgt auf kürzlich vorgestellte Produktneuheiten, die Zweifel an Apples Stellung im Bereich der künstlichen Intelligenz nicht zu zerstreuen vermochten. Analyst Gil Luria äußerte sich kritisch: Die anfängliche Begeisterung über Apples mögliche Rolle im KI-Ökosystem sowie einer potenziellen großen Upgrade-Welle habe sich zerschlagen. Ohne signifikante Neuerungen oder aufregende Produktentwicklungen, so Luria, werde das Wachstum voraussichtlich beschränkt bleiben.
Trotz eines vier Tage andauernden Rückgangs um 5,4% und einem bisherigen Jahresverlust von 9% gegenüber einem 14%igen Anstieg des Nasdaq 100 Index konnten sich die Anteile am Donnerstag leicht um 0,6% erholen. Seit dem Tiefpunkt im April hat sich die Aktie um über 30% erholt, was auf nachlassende Sorgen über die Auswirkungen von Zöllen zurückzuführen ist.
Helena Wang von Phillip Securities führte die zweite Herabstufung von „Neutral“ auf „Reduzieren“ auf die Rallye der Aktie seit April zurück. Die Firma bleibe vorsichtig in ihrer Einschätzung, insbesondere aufgrund fehlender bedeutender Innovationen im KI-Bereich, die erforderlich seien, um anhaltende Schwächen im Produktportfolio und auf dem chinesischen Markt zu bekämpfen.

