Apple bereitet bahnbrechende iPhone-Vorstellung vor
Apple steht kurz vor einem der wichtigsten Events des Jahres: der Vorstellung der neuen iPhone-Modelle. Am kommenden Montagabend wird der Technologieriese seine neuesten Entwicklungen präsentieren und damit den Schritt in die KI-Ära vorbereiten. Allerdings müssen Nutzer in der Europäischen Union auf einige fortgeschrittene KI-Funktionen vorerst verzichten, da Apple aufgrund rechtlicher Unsicherheiten diese Funktionen nicht einführen wird. Für viele in der EU wird jedoch spannend sein, dass das neue iOS-Betriebssystem auch weitgehend ohne Apple-Apps genutzt werden kann.
In bester Tradition wird Apple auch seine weiteren Produkte am Montagabend präsentieren. Neben den neuen iPhones, deren Vorstellung ab 19.00 Uhr MESZ erwartet wird, stehen Updates für die Apple Watch und die Airpods an. Wie Bloomberg berichtet, wird es das iPhone in vier Varianten geben, darunter das Standard-Modell iPhone 16 sowie das iPhone 16 Pro in jeweils zwei Display-Größen. Die neuen Modelle sollen sich weitgehend am aktuellen Design orientieren, bieten jedoch Verbesserungen wie leistungsstärkere Kameras und Chips.
Ein weiteres interessantes Feature, das Bloomberg enthüllt hat, ist ein zusätzlicher Kamera-Auslöserknopf. Dieser soll ähnlich wie bei Fotokameras funktionieren und auch Wischbewegungen zum Zoomen ermöglichen. Zudem erhalten die neuen Modelle mehr Arbeitsspeicher, um die neuen KI-Funktionen optimal nutzen zu können. Diese Funktionen, unter dem Namen „Apple Intelligence“, zielen darauf ab, das Leben der Nutzer durch einfache Handhabung von E-Mails und Kurznachrichten, sowie personalisierte Emoji-Symbole zu erleichtern.
Trotz der rechtlichen Hürden in der EU werden die neuen KI-Funktionen schrittweise auch in den USA eingeführt. Die Bedenken von Apple richten sich gegen das Digital-Gesetz DMA, das Regeln für große Plattformen aufstellt und möglicherweise den Datensschutz beeinträchtigen könnte.
Die Apple Watch, die vor zehn Jahren vorgestellt und 2015 auf den Markt gebracht wurde, wird laut Bloomberg ein größeres Display und eine dünnere Bauweise erhalten. Besondere Aufmerksamkeit erfährt die Apple Watch Ultra in ihrer dritten Ausführung, die vor allem interne Verbesserungen erhalten wird. Damit bleibt die Apple Watch weiterhin führend im Markt und spielt eine zentrale Rolle im Fitness-Geschäft des Unternehmens.
Die Wahl eines Montagabends für die Vorstellung ist untypisch, jedoch kein Zufall. Der Konzern vermeidet damit Kollisionen mit anderen wichtigen Ereignissen am Dienstag, wie der ersten TV-Debatte der Präsidentschaftsanwärter Kamala Harris und Donald Trump sowie einer bedeutenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zum Beihilfestreit zwischen Apple und der EU-Kommission.
Gleichzeitig wirft Huawei nur wenige Stunden nach dem iPhone-Event seinen eigenen Hut in den Ring. Das Unternehmen plant die Vorstellung neuer Produkte, darunter ein Smartphone mit einem an zwei Seiten auffaltbaren Display. Huawei, einst ein globaler Marktführer, kämpft sich nach US-Sanktionen in die Bedeutungslosigkeit zurück. In China bleibt der Konzern jedoch eine starke Kraft.

