BASF plant Transformation: Bedeutende Verlagerung nach Indien

BASF, einer der weltweit führenden Chemiekonzerne, plant eine signifikante Umstrukturierung seines Standorts in Berlin. Im Rahmen einer umfassenden Transformationsstrategie sollen wesentliche Teile der Geschäftsbereiche Finanzen, Personal und globale Geschäftsdienstleistungen an einen neu entstehenden globalen Hub in Indien verlagert werden. Ziel der Maßnahme sei es, das Serviceportfolio zu optimieren, standardisierte Abläufe zu fördern und die Kosteneffizienz durch den Einsatz internationaler Standorte zu steigern, so die Mitteilung des Unternehmens. In Berlin sollen hingegen nur jene Bereiche verbleiben, die sinnvoll regional gebündelt werden können. Konkrete Details über die betroffenen Dienstleistungen sowie die Anzahl der Arbeitsplätze, die von der Verlagerung betroffen sind, bleiben zunächst offen. Die Ankündigung hat jedoch hohe Wellen geschlagen und Sorgen hinsichtlich der Kontinuität des Standorts ausgelöst.
Kai Wegner, Berlins Regierender Bürgermeister, zeigte sich beunruhigt über die Pläne von BASF. Er unterstrich die Rolle Berlins als stabilen und innovationsfreundlichen Wirtschaftsstandort und forderte von dem Konzern eine klare und nachvollziehbare Kommunikationspolitik hinsichtlich der Zukunftspläne für Berlin. Dabei betonte er die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit den beschäftigten Mitarbeitern und die Einbeziehung der Betriebsräte in die Entscheidungsprozesse. Gespräche mit der Unternehmensführung und den Arbeitnehmervertretern sollen zeitnah folgen.
Auch die Gewerkschaft IG BCE äußerte Kritik. Deren Vorsitzender, Michael Vassiliadis, bezeichnete die Entscheidung von BASF als verantwortungslos, da ein tarifliches Vorzeigeprojekt in Berlin mit diesem Schritt beendet würde. Stephanie Albrecht-Suliak, Leiterin des IG-BCE-Landesbezirks Nordost, hob hervor, dass es nicht akzeptabel sei, Arbeitsplätze in Berlin kontinuierlich abzubauen, während im asiatischen Raum umfangreiche Investitionen getätigt werden.

