Apple auf Einkaufstour: Auf der Suche nach KI-Power
Apple stellt sich den Herausforderungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz mit einer offenen Haltung gegenüber potenziellen Übernahmen. Nach einem Rückschlag, der die Einführung der KI-Version seiner Sprachassistentin Siri ins nächste Jahr verschiebt, signalisiert der Technologieriese unter der Führung von CEO Tim Cook Interesse an großen Akquisitionen, um gegenüber der Konkurrenz aufzuholen. Während Google bestrebt ist, seine KI-Software Gemini tief in Android-Smartphones zu integrieren, bleibt Apple nicht untätig. Tim Cook betont, dass Apple „sehr offen“ für Übernahmen sei, unabhängig von deren Größe.
Obwohl Apple traditionell kleinere Unternehmen akquiriert hat, zeigt Cook nun Flexibilität bei der Größe möglicher Zukäufe. Aktuell hat der Konzern zwar keine konkreten Ankündigungen, aber es wird erwartet, dass die Investitionen in den KI-Sektor deutlich erhöht werden. Laut Bloomberg könnten KI-Firmen wie Perplexity und Mistral ins Visier genommen werden, da Apple seine ohnehin gut gefüllte Kriegskasse nutzen könnte, um sich in der Milliarden-Liga zu positionieren. Eine der markantesten Übernahmen der Unternehmensgeschichte war 2014 der Kauf von Beats für drei Milliarden Dollar, was den eigenen Streaming-Dienst im Wettbewerb mit Spotify schnell positionierte.
Finanziell zeigt sich Apple weiterhin als Kraftpaket in der Branche. Im letzten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatzanstieg von zehn Prozent auf 94 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Ein Grund für die Umsatzzuwächse waren vorgezogene Käufe in Erwartung von Zollerhöhungen infolge der Handelsmaßnahmen unter US-Präsident Donald Trump, die zwar Zusatzkosten von 800 Millionen Dollar verursachten, jedoch unter den prognostizierten 900 Millionen Dollar lagen.
Das iPhone-Geschäft, ein zentraler Pfeiler des Unternehmens, wuchs um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ermöglichte es Apple, erneut die Erwartungen der Analysten zu übertreffen und das Vorjahr um 8,5 Prozent beim Gewinn zu übertreffen - mit einem Reingewinn von über 23 Milliarden Dollar. Angesichts der komplexen internationalen Lieferketten und der Forderungen Trumps, die Produktion zurück in die USA zu verlagern, zeigt sich Apple widerstandsfähig und optimistisch. Tim Cook sieht weiterhin eine Zukunft für das iPhone im KI-Zeitalter, indem es als unverzichtbarer Begleiter bleibt.

