Appell für Frieden: Islamische Staaten setzen auf Zweistaatenlösung
Bei einem hochrangigen Außenministertreffen in Istanbul haben sich sieben mehrheitlich muslimische Staaten eindringlich für die Fortsetzung der Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas ausgesprochen. Der türkische Außenminister Hakan Fidan hob hervor, dass die Teilnehmer sich einig darin seien, dass langfristiger Frieden nur durch Schritte in Richtung einer Zweistaatenlösung erreicht werden könne. Dieses Konzept zielt darauf ab, dass Israel und ein zukünftiger unabhängiger Palästinenserstaat harmonisch koexistieren.
Obwohl konkrete Fortschritte hinsichtlich des Friedensplans von Ex-US-Präsident Donald Trump nicht offengelegt wurden, bleiben zentrale Themen wie die Entwaffnung der Hamas und deren Ausschluss von politischer Teilhabe im Gazastreifen kontrovers. Ein weiterer Punkt des Plans umfasst die Bildung einer internationalen Friedenstruppe, die zur Stabilisierung des Gazastreifens beitragen soll. Eine Übergangsregierung aus palästinensischen Technokraten ist ebenfalls angedacht.
Der türkische Außenminister betonte die Bereitschaft der Hamas, die Kontrolle über den Gazastreifen an ein palästinensisches Komitee zu übertragen. Ein UN-Mandat wäre notwendig, um den Einsatz der internationalen Soldaten zu legitimieren, unterstrich Fidan. Das Treffen vereinte Vertreter aus der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Indonesien, Katar, Pakistan, Saudi-Arabien und Jordanien.
Auffallend war das Fehlen Ägyptens, eines wichtigen Vermittlers zwischen Israel und der Hamas, da es aufgrund anderer Verpflichtungen nicht anwesend war. Die Türkei, die über enge Kontakte zur Hamas verfügt, spielte eine entscheidende Rolle bei der Vermittlung der Waffenruhe, die am 10. Oktober in Kraft trat.

