Anta Sports plant bedeutenden Einstieg bei Puma
Der chinesische Sportbekleidungsriese Anta Sports hat konkrete Pläne, beim deutschen Sportartikelhersteller Puma eine signifikante Beteiligung zu erwerben. Anta plant den Kauf eines 29,06-prozentigen Anteils der Puma SE, wie aus einer Mitteilung an der Hongkonger Börse hervorgeht. Der Deal erfolgt über die Übernahme von Anteilen, die von der Groupe Artémis der französischen Familie Pinault gehalten werden. Diese Transaktion bedarf jedoch noch der Zustimmung durch die zuständigen Behörden und die Aktionärsversammlungen.
In den letzten Monaten hielten sich bereits hartnäckige Gerüchte über diesen potenziellen Einstieg. Die Pinault-Familie hatte Berichten zufolge über einen Verkauf ihrer Beteiligung an Puma nachgedacht und hielt ihre Anteile über ihre Finanzholding Artémis.
Mit dem Einstieg wird Anta der größte Anteilseigner bei Puma und strebt eine Vertretung im Aufsichtsrat an, um seine globale Präsenz und Markenbekanntheit auszubauen. Puma selbst steht vor Herausforderungen, da das Unternehmen in jüngster Zeit Verluste verzeichnete und gegenüber Wettbewerbern wie Adidas und Nike Marktanteile verlor. Unter der Leitung von Arthur Hoeld, dem neuen CEO, plant Puma, bis Jahresende 900 Stellen abzubauen und das Produktportfolio zu optimieren.
Gleichzeitig setzt Anta seine Wachstumsstrategie fort, nachdem es bereits im April den deutschen Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin in seine Markenfamilie aufgenommen hatte. Der geplante Deal umfasst eine Zahlung von 1,5 Milliarden Euro, wobei rund 43 Millionen Puma-Aktien zu je 35 Euro erworben werden sollen. Ding Shizhong, der Geschäftsführer von Anta, sieht in diesem Kauf die Möglichkeit, die Globalisierung von Anta weiter voranzutreiben und ein neues Kapitel im weltweiten Sportmarkt aufzuschlagen, insbesondere mit Blick auf den chinesischen Markt.

