Annalena Baerbock: Grünen-Politikerin führt politische Gespräche zur Nahostkrise
Die Außenministerin Annalena Baerbock plant im Rahmen ihrer Vermittlungsbemühungen im Gaza-Krieg einen kurzfristigen Abstecher nach Jordanien. Nach ihrer Ostafrika-Reise wird die Politikerin am kommenden Samstag politische Gespräche zur Nahostkrise in Jordanien führen, so Kreise der Delegation der Außenministerin.
Zuvor wird sich Baerbock am Freitagvormittag mit Vertretern der UN-Blauhelmmission im Südsudan (Unmiss) in der Hauptstadt des Südsudans, Juba, austauschen. Im Anschluss daran wird sie die Flüchtlingssiedlung Gorom besuchen, die etwa 20 Kilometer westlich von Juba liegt, um sich über die aktuelle Situation der dort lebenden Menschen zu informieren.
Erst vor wenigen Tagen hat das Bundeskabinett einer Verlängerung der deutschen Beteiligung an Unmiss zugestimmt, allerdings steht die Zustimmung des Bundestags noch aus. Unmiss wurde 2011 mit der Unabhängigkeitserklärung des Südsudans gegründet und hat zum Ziel, den Friedensprozess zu unterstützen.
Die Mission besteht aus ca. 13.000 Blauhelm-Soldaten aus 73 verschiedenen Ländern, etwa 1.500 Polizisten und circa 2.600 Zivilisten. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, den Schutz und die Unterstützung für zurückkehrende Flüchtlinge zu gewährleisten. Derzeit sind 14 deutsche Soldaten an der Mission beteiligt, die in den Führungsstäben der Mission sowie als Militärbeobachter eingesetzt sind.
Die Flüchtlingssiedlung Gorom liegt weit entfernt von der Grenze zum Sudan und beherbergt seit Jahren Flüchtlinge unter anderem aus Äthiopien, Burundi und der Demokratischen Republik Kongo. Ursprünglich für etwa 3.000 Menschen gebaut, beherbergte die Siedlung im Dezember jedoch etwa 10.000 Flüchtlinge. (eulerpool-AFX)

