Annalena Baerbock bei ihrer Premiere als Präsidentin der UN-Vollversammlung
Mit den Worten „Frau Präsidentin!“ eröffnete UN-Generalsekretär António Guterres eine denkwürdige Generaldebatte der Vereinten Nationen und zeigte seine Wertschätzung für Annalena Baerbock. Die ehemalige deutsche Außenministerin, die seit Juni dieses Jahres Präsidentin der UN-Vollversammlung ist, erntete für ihren neuen Posten Applaus und ein Lächeln. Baerbock, die sich bereits in der Vergangenheit durch ihren Einsatz für eine feministische Außenpolitik einen Namen gemacht hat, sieht sich nun bedeutenden Herausforderungen gegenüber. Ihre Rolle umfasst die Moderation der Generaldebatte, bei der sie genau auf die Einhaltung der Redezeiten achtet. Auf humorvolle Weise zeigte sie sich im Vorfeld in lockeren Videos, doch auf der großen Bühne in New York tritt sie betont ernsthaft auf. Mit einem von ihrem Vorgänger überreichten Holzhammer sorgt Baerbock für Ordnung und stellt mit Nachdruck sicher, dass der geordnete Ablauf der Debatten eingehalten wird. In ihrer Eröffnungsrede stellte sie die Frage, warum die UN in ihrer Geschichte noch nie eine Generalsekretärin hatte, und fordert einen Wandel angesichts der weltweiten Konflikte. Für Aufsehen sorgte auch eine Wortgefecht mit US-Präsident Donald Trump, der die Funktionalität des Teleprompters in Frage stellte. Baerbock konterte diplomatisch und wies darauf hin, dass die UN-Technik einwandfrei funktioniere. Dieser Austausch verdeutlicht die Herausforderungen und die Spannung, die Baerbocks Amtsperiode prägen könnten.

