Anleihenmarkt in der Eurozone: Ruhiger Handel vor Jahreswechsel

Die Kurse von deutschen Staatsanleihen gaben am Dienstag leicht nach. Der Euro-Bund-Future, als bedeutender Indikator, reduzierte sich um 0,08 Prozent auf 127,69 Punkte. Gleichzeitig stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,84 Prozent an. Dies folgt einem generellen Trend in der Eurozone, in welchem die Renditen in den meisten Mitgliedsstaaten stiegen.
Impulse, die den Markt nachhaltig bewegen könnten, blieben aus. In der Eurozone wurden lediglich Daten zu den spanischen Verbraucherpreisen bekannt gegeben. Im Dezember verringerte sich die jährliche Inflationsrate in Spanien leicht von 3,2 Prozent auf 3,0 Prozent, was von Wirtschaftsfachleuten erwartet worden war. Interessanterweise liegt die Inflation in Spanien weiterhin über dem Durchschnitt anderer Eurostaaten.
Während die Eurozone auf Konjunkturdaten erster Güte verzichtet, richten sich die Blicke auf die USA. Dort werden Zahlen aus dem Immobiliensektor sowie zur Stimmung der Einkaufsmanager der Region Chicago erwartet. Der Handel zeigt sich jedoch insgesamt ruhig, da viele Händler ihre Bücher geschlossen haben und das Handelsvolumen somit gering bleibt.
Bemerkenswert ist, dass geopolitische Unsicherheiten kaum Einfluss auf den Anleihemarkt genommen haben. Trotz der Vorwürfe des russischen Präsidenten Wladimir Putin, wonach die Ukraine einen Angriff auf seine Residenz verübt habe, und den ebenfalls spannungsgeladenen Ereignissen um einen angeblichen US-Angriff auf einen „Drogenumschlagplatz“ in Venezuela, bleibt der Markt stabil. Der Kreml hat angekündigt, angesichts dieser Geschehnisse ihre Positionen in den Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump zum angestrebten Kriegsende in der Ukraine neu zu überdenken, was jedoch kaum Wellen im aktuellen Handelsgeschehen schlägt.

