Anhaltender Aufwind an den New Yorker Börsen trotz moderater Konjunkturdaten
Die New Yorker Aktienmärkte setzten am Mittwoch ihren Kursanstieg fort, obwohl die wirtschaftlichen Indikatoren gemischt ausfielen. Ein kaum beachtetes Thema war die jüngst erfolgte Verdoppelung der US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium, was die Anleger relativ unbeeindruckt ließ. So verzeichnete der Dow Jones Industrial ein leichtes Plus von 0,10 Prozent und schloss bei 42.560,85 Punkten. Der umfassendere S&P 500 stieg um 0,16 Prozent auf 5.979,79 Punkte, während der technologielastige Nasdaq 100 einen Anstieg von 0,09 Prozent auf 21.681,07 Punkte verzeichnete.
Die US-Privatwirtschaft schuf im Mai weniger Arbeitsplätze als prognostiziert, laut dem Bericht des Arbeitsmarktdienstleisters ADP. Der am Vortrag publizierte "Jolts"-Report zeigte hingegen ein optimistischeres Bild des amerikanischen Arbeitsmarkts. Gleichzeitig trübte sich das Stimmungsbild im US-Dienstleistungssektor, ermittelt vom Institute for Supply Management, unerwartet ein und fiel knapp unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Hingegen war der Einkaufsmanagerindex von S&P Global in der zweiten Schätzung über den Erwartungen.
Mit Blick auf Donald Trumps Handelspolitik setzen Marktbeobachter derzeit auf die Abkürzung "TACO", welche die Erwartung beschreibt, dass der US-Präsident eher zurückrudern wird. Experten von Index-Radar merken an, dass der Gipfel der Zoll-Rhetorik überschritten sei, was zu einer gelassenen Grundstimmung führte. Halbleiterunternehmen wie On Semiconductor und NXP Semiconductors profitierten besonders stark mit erneut deutlichen Kursgewinnen.
Broadcom verzeichnete dank des Auslieferungsbeginns einer neuen Chip-Generation für Rechenzentren einen weiteren Kursrekord. Eher rückläufig entwickelten sich hingegen die Aktien von Nvidia. Die Veröffentlichung von Unternehmenszahlen und zukünftige Ausblicke beeinflussten ebenfalls die Kurse.
HP Enterprise stieg nach einem erfreulichen Quartalsbericht um 0,8 Prozent, während Crowdstrike-Aktien um 4,5 Prozent nachgaben, da der Umsatzausblick enttäuschte. Zudem legten Wells Fargo-Aktien um 0,9 Prozent zu, nachdem die US-Notenbank Fed langjährige Wachstumsbeschränkungen für das Vermögen der Bank aufgehoben hatte.

