Angola prüft Optionen für Umschuldung: Entscheidung bis November erwartet
Angola steht vor einer wichtigen Entscheidung hinsichtlich seiner Schuldenstrategie: Bis November soll geklärt werden, ob das Land einen Total Return Swap in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar mit JPMorgan verlängern oder alternativ Geld auf den internationalen Kapitalmärkten aufnehmen wird. Diese Information teilte ein hochrangiger Beamter für Schuldenmanagement der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Im Dezember vereinbarten JPMorgan und Angola einen einjährigen Derivatevertrag über besagten Betrag, abgesichert durch Staatsanleihen im Wert von 1,9 Milliarden US-Dollar, welcher zum Ende des Jahres ausläuft. Angolas Generaldirektor der Abteilung für öffentliches Schuldenmanagement, Dorivaldo Teixeira, äußerte sich dazu am Rande von Investorentreffen in London.
Die Entscheidung hängt von den Marktbedingungen ab: Sollte das Umfeld günstig sein, erwägt Angola die Aufnahme neuer Kredite, um bestehende Verpflichtungen teilweise zurückzuzahlen oder das aktuelle Abkommen zu verlängern. Derzeitige Signale aus den Märkten zeigen eine Verbesserung für kleinere, risikoreichere Kreditnehmer, was Teixeira optimistisch stimmt.
Gleichwohl betonte er die niedrigeren Kosten der JPMorgan-Fazilität im Vergleich zu den Eurobonds des Landes und zieht eine Verlängerung der Swap-Vereinbarung in Betracht, sollte dies kosteneffizienter sein.

