Angespanntes Warten: Deutsche Anleihen leicht im Aufwind
Deutsche Bundesanleihen verzeichneten einen leichten Kursanstieg, während der Euro-Bund-Future um 0,06 Prozent kletterte und nun 131,06 Punkte erreicht. Begleitet wird dieser Aufschwung von einem Rückgang der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 2,51 Prozent.
Ein positiver Auftakt an den Aktienmärkten half den Anleihekursen kaum, denn die anhaltende Unsicherheit über die US-Zollpolitik sorgt für Zurückhaltung. Zur temporären Entspannung trugen die Ausnahmen von Sonderzöllen für Elektronikprodukte bei, die von der US-Regierung vorläufig beschlossen wurden.
Doch US-Handelsminister Howard Lutnick unterstrich, dass die Erleichterung nur zeitlich begrenzt ist und bereits Pläne für neue Abgaben in diesem Bereich existieren. Diese Unsicherheit ruft kritische Stimmen hervor, wie die der Dekabank-Experten, die die Beweggründe von US-Präsident Donald Trump hinterfragen.
Besonders hervorzuheben ist die Diskussion über die Notwendigkeit höherer Risikoprämien sowohl durch die politischen Unwägbarkeiten als auch die wirtschaftlichen Herausforderungen. Deutsche Anleihen werden als sicherer Hafen gesehen, während US-Staatsanleihen unter Druck stehen.
Im Vorfeld der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank bleibt der Markt nervös. Es wird erwartet, dass die EZB den Leitzins abermals senken wird. Die wichtigste Frage wird aber die Reaktion auf mögliche wirtschaftliche Folgen der US-Importzölle sein und deren Auswirkungen auf Inflation und Wachstum in der Eurozone.

