Angespannte Handelsgespräche: US-Midwest als Schlüssel im Konflikt mit China
Der senior chinesische Handelsunterhändler Li Chenggang hat sich mit politischen und wirtschaftlichen Führern aus dem Mittleren Westen der USA getroffen, wie das chinesische Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Analysten spekulieren, dass insbesondere die Lebensmittelexporte dieser Region entscheidend für ein potenzielles Handelsabkommen zwischen den USA und China sein könnten.
Die Gespräche vom Montag beinhalteten die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Details wurden jedoch nicht bereitgestellt.
Obwohl China der weltweit größte Abnehmer von Sojabohnen ist, hat das Land bisher keine Lieferungen aus der herbstlichen US-Ernte, die vorwiegend aus dem Mittleren Westen stammt, erworben. Handelsanalysten gehen davon aus, dass der US-Präsident Donald Trump darauf abzielt, China zur vermehrten Abnahme von amerikanischen Agrarprodukten und Boeing-Jets zu bewegen, um den anhaltenden Zollkonflikt der zwei größten Volkswirtschaften zu entschärfen.
Die Chicagoer Sojabohnen-Futures, die bereits in der Nähe eines 5-Jahres-Tiefs liegen, sanken am Freitag weiter, nachdem in Trumps Telefonat mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping keine landwirtschaftlichen Fortschritte erzielt wurden. Der US-Botschafter in China, David Purdue, äußerte am Dienstag gegenüber Reportern, dass die Verhandlungen über Chinas Erwerb von weiteren Boeing-Flugzeugen sich in den finalen Phasen befinden könnten.

