Analyse zeigt: Bitcoin hat seinen Tiefpunkt noch nicht erreicht

Bitcoin zeigt derzeit positive Entwicklungen auf den wöchentlichen und täglichen Zeitrahmen, was die Frage aufwirft, ob der schlimmste Teil des Bärenmarktes bereits vorbei ist oder ob der Tiefpunkt noch in weiter Ferne liegt. Eine umfassende Analyse der Preisentwicklung von Bitcoin über mehrere Jahre hinweg deutet darauf hin, dass der Boden möglicherweise noch nicht erreicht ist und dass die Zeit eine entscheidende Rolle spielt.
Jeder Bitcoin-Bärenmarkt dauerte über ein Jahr
Seit 2013 haben die Bärenmarktzyklen von Bitcoin eine bemerkenswerte Konsistenz in Bezug auf die Dauer gezeigt. Während die Intensität der einzelnen Zyklen variierte, war die Zeitspanne bis zur Bodenbildung überraschend konstant. Laut einer Analyse des Kryptoanalysten Xremin dauerte der Bärenmarkt 2014 etwa 426 Tage, der Zyklus von 2017 etwa 363 Tage und der Bärenmarkt nach dem Höhenflug 2021 etwa 376 Tage.
Der aktuelle Zyklus befindet sich jedoch erst etwa 190 Tage in seiner Korrekturphase, ausgehend vom Höchststand von über $126,000 im Oktober 2025. Damit liegt er erst bei etwas mehr als der Hälfte der Dauer früherer Zyklen. Bitcoin hat bereits etwa 43% von diesem Allzeithoch verloren. Ein Boden zu diesem Zeitpunkt würde bedeuten, dass Bitcoin ein 13-jähriges Muster ohne klare strukturelle Veränderungen durchbrochen hätte.
Könnte der Bärenmarkt bereits vorbei sein?
Ein Boden zu diesem Zeitpunkt würde bedeuten, dass dieser Zyklus sich in weniger als der Hälfte der Zeit gelöst hat, die alle vorherigen Zyklen benötigten. Dennoch gibt es Argumente für einen frühen Boden. Marktteilnehmer könnten anführen, dass das Bitcoin- und Krypto-Ökosystem heute über strukturelle Dynamiken verfügt, die in früheren Bärenmärkten nicht existierten.
Ein Beispiel sind die US Spot Bitcoin ETFs, die nun etwa 6,5% der Marktkapitalisierung von Bitcoin halten, wobei der Höchststand bei etwa 10% während des Peaks im Oktober 2025 lag. Ein weiteres Beispiel ist die Veröffentlichung eines Vorschlags durch das US-Arbeitsministerium im März 2026, der einen sicheren Hafen für Treuhänder von Rentenplänen schafft, die Krypto in 401(k)-Menüs aufnehmen.
Diese Entwicklungen könnten die Schwere des Rückgangs im Vergleich zu früheren Zyklen verringern, betreffen jedoch nur die Preistiefe, nicht die Zeit. Institutionelle Nachfrage könnte verhindern, dass Bitcoin auf $50,000 oder $40,000 fällt, beschleunigt jedoch nicht automatisch den psychologischen und marktstrukturellen Prozess, durch den ein echter Zyklusboden entsteht. Der historisch zuverlässige vierjährige Halbierungszyklus deutet darauf hin, dass ein dauerhafter Boden möglicherweise erst gegen Ende 2026 erreicht wird.

