Altkanzler Schüssel bemängelt „Brandmauer“ im Umgang mit AfD
Tegernsee, 29.04.2026 (lifePR) - Österreichs Altkanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) hält nichts von der „Brandmauer“ in der deutschen Debatte über die AfD. „Ich glaube, dass das Wort von der Brandmauer falsch ist“, sagte er auf dem Ludwig-Erhard-Gipfel der WEIMER MEDIA GROUP am Tegernsee. „Eine Brandmauer soll von außen schützen, in Wirklichkeit kriselt es bei uns intern.“ Er sieht das Problem bei den anderen Parteien, etwa der CDU und der SPD. „Wenn die Mitte-Parteien nicht in der Lage sind, Antworten so zu formulieren, dass sie eine Mehrheit der Bevölkerung versteht, dann liegt es nicht daran, dass ein Brand von außen lodert, sondern wir sind selber schuld.“
Schüssel selbst hatte in Österreich mit der rechten FPÖ ein Regierungsbündnis geschlossen. Bei seiner Koalition mit den Freiheitlichen habe es klare Bedingungen gegeben, sagte Schüssel. Ich hab nur deswegen eine Koalition machen können, weil sie pro Europa war, für die künftigen Vertiefungen und Erweiterungen, und klar für Demokratie und Rechtsstaat. Der ehemalige österreichische Kanzler schränkte ein, dass die rechte Partei damals „eine andere Führungsgarnitur“ gehabt habe.
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