Altersvorsorge im Fokus: Generation Z zwischen Sorge und Motivation
Die Generation Z steht vor der Herausforderung, sich trotz begrenzter Kenntnisse über Finanzprodukte um ihre Altersvorsorge zu kümmern. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von Visa und der Direktbank ING Deutschland offenbart, dass 83 Prozent der 18- bis 30-Jährigen sich Sorgen um ihre finanzielle Situation im Alter machen. Dennoch schätzt sich nur knapp die Hälfte dieser Altersgruppe als kompetent im Umgang mit Finanzthemen ein. Trotz allgemeiner Bedenken halten 56 Prozent der Befragten an der Erwartung fest, im Ruhestand eine staatliche Rente zu erhalten, während 31 Prozent wenig Vertrauen in die gesetzliche Rente haben.
Die Motivation zur Vorsorge ist dennoch hoch: Unter jenen, die sparen oder investieren, macht die Altersvorsorge für 55 Prozent den Hauptgrund aus. Besonders bemerkenswert ist das Anlageverhalten der jungen Generation: Rund ein Drittel der von der ING analysierten jungen Kunden besitzt ein Wertpapierdepot, und fast die Hälfte spart monatlich durchschnittlich 350 Euro in Form von Wertpapiersparplänen. Privatanleger tendieren dabei stark zu börsengehandelten Indexfonds (ETFs), die den Großteil der Anlagebeträge ausmachen.
Bei der Suche nach Rat verlassen sich Junge vorwiegend auf ihr soziales Umfeld. Familie und Freunde sind ihre primären Berater, während Banken und Finfluencer deutlich weniger Einfluss besitzen. Hinsichtlich der finanziellen Bildung sehen sich die meisten als Autodidakten, da nur ein marginaler Anteil der Befragten sich in der Schule umfassend vorbereitet fühlt.

