Al Gore startet KI-Werkzeug zur Luftverschmutzungsverfolgung
Al Gore, ehemaliger Vizepräsident der USA, hat ein neues Werkzeug entwickelt, das es den Verursachern von Umweltverschmutzung schwerer macht, im Verborgenen zu agieren. Die von ihm mitbegründete gemeinnützige Organisation Climate Trace hat jüngst ein innovatives Instrument vorgestellt, das mithilfe von künstlicher Intelligenz die Verbreitung von Feinstaubpartikeln aus über 660 Millionen Quellen weltweit überwacht.
Während viele Menschen wissen, dass das Verbrennen fossiler Brennstoffe die Erde erwärmt, ist weniger bekannt, dass dies auch Millionen von Todesfällen jährlich verursacht. Al Gore erklärte, dass es bisher schwierig gewesen sei, genaue Informationen über die eingeatmete Verschmutzung und deren Ursprünge zu erhalten. Climate Trace wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um Treibhausgasemissionen weltweit zu verfolgen.
Die Arbeit an dem neuen Werkzeug begann infolge von Gores Engagement in Memphis, Tennessee, wo eine Gemeinde sich gegen den Bau einer Erdöl-Pipeline wehrte. Beeindruckt von den klar sichtbaren Auswirkungen der Verschmutzung, fragte er, ob seine Organisation solche Verunreinigungen weltweit verfolgen könnte. Nun ermöglicht die neue Technologie den Menschen den Zugang zu Rohdaten über große Verschmutzungsquellen sowie zu visuellen Darstellungen, wie PM2.5-Verschmutzung in der Nähe großer Städte driftet.
Diese Plume-Visualisierungen sollen zukünftig global verfügbar sein. In Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon University gelang es Climate Trace, die globalen Daten zu einem verständlichen und belastbaren Gesamtbild zu formen. Gore hebt hervor, dass es ohne die bemerkenswerten Fähigkeiten der KI unmöglich gewesen wäre, solch eine Aufgabe zu bewältigen.
Die berichteten gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstäuben, die von Lungenkrebs bis hin zu Alzheimer reichen, zeigen die Dringlichkeit dieses Themas. Al Gore hofft, dass das gestiegene Bewusstsein über die gesundheitlichen Auswirkungen fossiler Brennstoffe die Unterstützung für den Wechsel zu weniger emissionsintensiven Technologien stärkt. Er sieht in dieser Entwicklung eine Chance, die politischen Rahmenbedingungen zugunsten einer nachhaltigeren Zukunft anzupassen.

