Aktueller Anstieg der Corona-Infektionen: Ein schimmernder Herbsttrend?
Die Covid-19-Fälle in Deutschland haben einen bemerkenswerten Anstieg verzeichnet. Zwischen dem 6. und 12. Oktober wurden dem Robert Koch-Institut (RKI) etwa 6.440 laborbestätigte Fälle von Covid-19 bekanntgegeben, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den rund 3.850 Fällen der Vorwoche. Die geschätzte Covid-19-Inzidenz erreichte somit etwa 600 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Diese Schwankungen könnten durch die Herbstferien beeinflusst und in den kommenden Wochen noch revidiert werden, wie das RKI anmerkt.
Bemerkenswert dabei ist, dass die aktuelle Corona-Aktivität unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Mitte Oktober 2024 wurden beispielsweise fast doppelt so viele Fälle gemeldet. Noch eindrucksvoller war die Lage während der Pandemie im Jahr 2020, als an einzelnen Tagen mehr als 7.000, sogar über 19.000 Neuinfektionen gemeldet wurden.
Im Hinblick auf akute Atemwegserkrankungen stellt das RKI eine moderate Aktivität fest, die im Vergleich zur Vorwoche gesunken sei. Aktuell werden etwa 7.800 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner gemeldet, was in etwa 6,5 Millionen Fälle ergibt. Diese Zahl verdeutlicht einen Rückgang gegenüber den 7,4 Millionen Erkrankungen im Vorjahr.
Am häufigsten sind Rhinoviren unterwegs, die eine gewöhnliche Erkältung verursachen können, sowie Corona- und Parainfluenzaviren, die besonders Kleinkinder betreffen. Grippeinfektionen hingegen haben bislang keine nennenswerte Rolle gespielt, mit nur rund 400 laborbestätigten Fällen in der vergangenen Woche. Traditionell beginnt die Grippewelle meist erst im Januar und zieht sich über mehrere Monate hin.

