AKC Tierkrankenversicherung im Test: Licht und Schatten für Haustierbesitzer
Die AKC Tierkrankenversicherung bietet interessante Optionen für Haustierbesitzer, vor allem wenn es um vorbestehende Erkrankungen geht. Nach einem Jahr durchgehender Versicherungsschutz deckt die AKC solche Erkrankungen ab – eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Anbietern, bei denen diese meist dauerhaft ausgeschlossen bleiben.
Dennoch erhält die AKC in unserer Bewertung nur 1,7 von 5 Sternen. Der Grund: Die Grunddeckung ist wenig umfassend und erfordert zahlreiche Zusatzmodule, um den Schutz zu erweitern. Besonders bemerkenswert ist, dass erbliche und angeborene Krankheiten lediglich durch zusätzliche, kostenpflichtige Ergänzungen abgesichert werden können. Dieser fehlende Schutz in der Basisversicherung ist einzigartig unter den von uns bewerteten Anbietern.
Zudem fallen die durchschnittlichen Kosten ohne Berücksichtigung der Zusatzbausteine schon recht hoch aus. AKC bietet unterschiedliche Pläne an, darunter eine Unfall- und Krankheitsversicherung, eine reine Unfallversicherung sowie zwei Wellness-Pläne namens Defender und DefenderPlus, die für Routinepflege aufkommen. Der umfassendere DefenderPlus-Plan deckt auch Spay- und Neutrum-Verfahren sowie Zahnreinigungen ab.
Ein weiteres Plus ist die 24/7-Veterinär-Hotline, die Kunden für allgemeine Fragen nutzen können. Für die direkte Zahlung an Tierärzte ist ein spezielles Arrangement erforderlich, das im Vorfeld geklärt werden muss. Die Kosten sind generell um 22% höher als der Durchschnitt bei einem jährlichen Limit von 5.000 Dollar.
Ein 5% Rabatt wird jedoch gewährt, wenn mehrere Tiere versichert werden, wobei dies nicht in allen Bundesstaaten verfügbar ist. AKC verwendet die Pet Cloud-App, die es den Nutzern ermöglicht, schnell Ansprüche einzureichen, Dokumente zu speichern und auf die medizinische Historie des Tieres zuzugreifen. Diese App wird auch von anderen Versicherern, wie Figo, verwendet.
Trotz der innovativen Ansätze und der Möglichkeit vorbestehende Erkrankungen abzudecken, bleibt die hohe Kostenstruktur und die mangelhafte Grundabdeckung ein Minuspunkt in der Bewertung.

