Airbus glänzt mit Auslieferungsrekord trotz Herausforderungen in der Lieferkette
Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat im vergangenen Jahr beachtliche 793 Passagierjets an seine Kunden übergeben, trotz der komplexen Herausforderung, fehlerhafte Rumpfteile nachzubessern. Dieses Auslieferungsergebnis markiert eine Steigerung von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr und übertrifft die optimistischeren Ziele, die zu Jahresbeginn noch bei 820 Jets lagen. Doch mussten diese aufgrund von Qualitätsüberprüfungen hunderter Maschinen zu Beginn des Dezembers auf etwa 790 Einheiten korrigiert werden.
Zurückblickend auf 2024, hatte Airbus ähnliche Herausforderungen zu bewältigen, als Zulieferer bei der Bereitstellung wichtiger Komponenten, wie Triebwerken, im Rückstand waren. Dies führte dazu, dass anstatt der ursprünglich geplanten 800 Jets letztlich nur 766 ausgeliefert werden konnten. Am Kapitalmarkt wurden die jüngsten Auslieferungszahlen positiv aufgenommen, was die Airbus-Aktie bis auf ein Rekordhoch von 217,90 Euro steigen ließ, womit sie ihr Jahresplus auf nahezu zehn Prozent ausweitete.
Der Airbus-Aktienkurs erfährt seit dem Tiefpunkt während der Corona-Pandemie einen beeindruckenden Aufschwung, mit einer Verfünffachung des Wertes, wodurch der Konzern nun zu den Schwergewichten an den deutschen und europäischen Börsen gehört. Versorgungsengpässe bei Zulieferern, darunter die Triebwerksbauer Pratt & Whitney und CFM, führten in den vorherigen Jahren zu Produktionsverzögerungen. Doch je mehr Airbus diese Hürden überwindet, umso strahlender erscheint die Zukunft des Unternehmens in den Augen von Investoren.
Trotz der Hindernisse entfiel im Jahr 2025 der Großteil der Auslieferungen – 607 Maschinen – auf die Mittelstreckenjets der A320neo-Familie, samt der Langstreckenversion A321XLR. Hinzu kamen 57 Großraumjets des Typs A350, 36 der A330neo-Serie sowie 93 Exemplare des kleineren A220. Airbus hält zudem einen soliden Auftragsbestand von 8.754 Maschinen am Ende des Jahres 2025, ein Rekordhoch. Gemessen an diesen Zahlen wäre die Produktion für elf Jahre abgesichert, allerdings plant der Konzern, das Produktionsvolumen zu steigern.
Während Airbus seinen Kurs nach oben fortsetzt und die Produktion optimistisch ausweitet, kämpft der Rivale Boeing weiterhin mit den Folgen früherer Krisen und Produktionsmängel. Seit den verheerenden Abstürzen der 737 Max in den Jahren 2018 und 2019 steht der US-Konzern im Fokus schärferer Aufsichtsmaßnahmen. Dennoch zeigt sich eine moderate Erholung bei Boeing, mit Auslieferungen von 537 Jets von Januar bis November 2025.

