Ahold Delhaize widersteht der Konsumflaute und überzeugt mit Quartalsgewinnen

Ahold Delhaize, der niederländische Gigant im Supermarktsektor, hat trotz der Konsumflaute in den USA im vierten Quartal überraschend hohe Gewinne erwirtschaftet. Entgegen dem Branchentrend konnte Ahold im größten Markt seiner Geschäftstätigkeit eine Steigerung der Verkaufszahlen erzielen. Zwar bremste der schwächelnde Dollar das Wachstum, doch übertraf das Ergebnis dennoch deutlich die Erwartungen der Experten. Die Aktie verzeichnete im EuroStoxx 50 einen beachtlichen Zuwachs und stieg in Amsterdam um über 9 Prozent auf 37,88 Euro.
Analyst Frederick Wild von Jefferies bemerkte, dass die Gewinnmarge im US-Geschäft positiv überrascht habe—insbesondere dank eines erfolgreichen Weihnachtsquartals. Auch in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg liefen die Geschäfte besser als prognostiziert. Anleger zeigen sich erfreut über Aholds Fähigkeit, in einem unsicheren Marktumfeld die Zügel selbst in der Hand zu halten.
Im Schlussquartal stieg der bereinigte operative Gewinn des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf 994 Millionen Euro—deutlich über den Prognosen der Analysten. Bei einem Umsatzplus von 0,9 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro lag die bereinigte operative Marge bei 4,2 Prozent, während Experten knapp 4 Prozent erwartet hatten. Der Nettogewinn schoss dank Einsparungen um rund 50 Prozent auf 577 Millionen Euro in die Höhe.
Die USA sind für Ahold Delhaize der bedeutendste Markt, wo der Konzernchef Frans Muller inmitten einer zögerlichen Konsumstimmung trotzdem eine Umsatzsteigerung bei verkauften Lebensmitteln verzeichnen konnte. Verbesserte Aktivitäten im Bereich hochpreisiger Lebensmittel sowie gesenkte Verluste durch Verderb und Diebstahl trugen wesentlich zum Erfolg bei. Dennoch bleibt der schwache Dollar ein Bremsklotz; ohne Wechselkursverluste hätte der Konzern seinen Umsatz um 6,1 Prozent und das operative Ergebnis um 9,2 Prozent steigern können.
Für das laufende Jahr prognostiziert Muller eine bereinigte operative Marge von etwa 4 Prozent und einen freien Barmittelzufluss von mindestens 2,3 Milliarden Euro. Dies entspricht den Erwartungen von Analysten wie Borja Olcese von JPMorgan und Matthew Clements von Barclays.

