AfD fordert Neutralität: Diskussion um Deutschlands Rolle im Ukraine-Konflikt
Im Spannungsfeld des Bundestagswahlkampfes hat die AfD eine deutliche Haltung zum Ukraine-Konflikt eingenommen: Deutschland solle sich zurückhalten. Diese Meinung vertritt insbesondere Alexander Gauland, Mitbegründer und Ehrenvorsitzender der Partei.
Bei einer Veranstaltung in Neuenhagen, einem Vorort von Berlin, betonte Gauland vor nahezu 400 Zuhörern, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine nicht Deutschlands Sache sei. Die Aussage wurde nicht nur von Gaulands Parteikollegen Tino Chrupalla, dem Bundesvorsitzenden der AfD, bekräftigt, sondern auch mit Applaus von den Anwesenden quittiert.
Chrupalla sprach sich ebenfalls gegen finanzielle Unterstützung Deutschlands für ausländische Konflikte aus, was die Forderung nach Isolation unterstreicht. Zeitgleich formierte sich vor dem Veranstaltungsort in Neuenhagen eine Protestgruppe.
Mit lautstarken Rufen und einem Plakat mit der Aufschrift "Wir sind die Brandmauer" äußerten Demonstranten ihren Widerstand, während die Polizei für Ordnung sorgte. Gauland kritisierte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der laut seinen Worten Deutschland in den Konflikt verwickeln wolle.
Er wies die Argumentation zurück, dass die Ukraine auch um die Freiheit Deutschlands kämpfe. Der Bürgerprotest zeigt die gespaltene Meinung innerhalb der deutschen Bevölkerung zu dieser Thematik.

