AfD fordert Berücksichtigung russischer Sicherheitsinteressen für Friedensverhandlungen
Nachdem die jüngste Forderung nach einer Waffenruhe von Russland durch den Bundeskanzler Friedrich Merz und andere europäische Staatsoberhäupter unbeantwortet blieb, hat die AfD ihre Position zur Rolle Russlands im Ukraine-Konflikt bekräftigt. Alice Weidel, die Vorsitzende der Partei, plädierte dafür, die Sicherheitsinteressen Moskaus in Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts einzubeziehen.
Ein Verzicht auf die Einteilung der Konfliktparteien in Kategorien von Gut und Böse sei dabei essenziell, betonte Weidel in einer Sitzung der AfD-Bundestagsfraktion. Weidel ließ zudem an der jüngsten diplomatischen Reise von Merz nach Kiew kein gutes Haar und bezeichnete sie als 'symbolpolitische Showveranstaltung'.
Gemeinsam mit den französischen, britischen und polnischen Führungsspitzen hatte Merz den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj getroffen und eine sofortige Waffenruhe gefordert, die andernfalls zu weiteren Sanktionen führen würde. Auf diese Forderung reagierte Russlands Präsident Wladimir Putin mit dem Vorschlag, direkte Gespräche in der Türkei abzuhalten.
Auch Tino Chrupalla, Co-Vorsitzender der AfD, kritisierte die westliche Vorgehensweise: Friedensverhandlungen sollten ohne Vorbedingungen stattfinden, sagte er, und erneuerte die Forderung, wirtschaftliche Beziehungen wie die Gasimporte aus Russland wieder aufzunehmen, um den Dialog zu fördern.

