Adidas und Puma unter Druck: Analyst warnt vor konservativem Ausblick
Die Aktien von Adidas haben am Freitag einen neuen Tiefpunkt erreicht und notierten bei 142,55 Euro, dem niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Mit dem Fall unter die wichtige Chartunterstützung bei 150 Euro verloren die Adidas-Papiere zwischenzeitlich 6,5 Prozent. Auch der Konkurrent Puma zeigte eine schwache Tendenz und verzeichnete mehr als 5 Prozent Abschlag, hielt sich aber insgesamt noch etwas stabiler.
Analyst Piral Dadhania von der Royal Bank of Canada (RBC) warnte die Anleger vor möglichen Enttäuschungen bei der Bekanntgabe der Jahresziele 2025, die Adidas Anfang März im Rahmen ihrer Jahresbilanz präsentieren wird. Der Experte erwartet, dass Adidas wie üblich einen konservativen Ausblick geben wird, mit einem operativen Ergebnis zwischen 2,4 und 2,6 Milliarden Euro. Das würde, gemessen am Mittelpunkt der Spanne, rund 10 Prozent unter den bisherigen Marktprognosen liegen.
Trotz der attraktiven Bewertung sieht Dadhania keinen Grund, seine Empfehlung für die Adidas-Aktie aufrechtzuerhalten. Das Marktumfeld bleibt herausfordernd, geprägt von einem Überangebot und Veränderungen im Konsumverhalten, insbesondere in China. Währenddessen wird Puma seine Zahlen bereits Ende Februar vorlegen und könnte damit erste Hinweise auf die Stimmung im Markt geben.

