Abschied von der Seele des süßen Imperiums: Maria Franca Ferrero verstorben

Maria Franca Ferrero, die Witwe des berühmten Nutella-Erfinders Michele Ferrero, ist im Alter von 87 Jahren verstorben. Die Italienerin verstarb in ihrem Heimatort Alba in der Region Piemont, einem Ort, der seit langem das Herzstück des Ferrero-Imperiums bildet. Die Nachricht von ihrem Tod wurde von der italienischen Nachrichtenagentur Ansa verbreitet. Michele Ferrero, ihr verstorbener Ehemann, führte den Konzern zu internationalem Ruhm, indem er den beliebten Nuss-Nougat-Aufstrich erfolgreich in die Haushalte weltweit brachte.
Erst kürzlich, im Dezember, wurde Maria Franca als Ehrenpräsidentin des Familienunternehmens Ferrero auf Lebenszeit ernannt. Die Leitung des Bedeutenden Süßwarenherstellers liegt aktuell in den Händen ihres Sohnes Giovanni. Der Verlust der beiden prägenden Persönlichkeiten, Maria Franca und zuvor Michele Ferrero im Jahr 2015, markiert das Ende einer Ära für diese der reichsten Unternehmerfamilien Italiens.
Besonders in Deutschland erfreuen sich Ferrero-Produkte großer Beliebtheit. Die Innovation, Haselnüsse anstelle von Kakaopulver zu verwenden, stammt ursprünglich aus Norditalien des 19. Jahrhunderts, was zur Entwicklung der heute berühmten braunen Nougatcreme führte. Michele Ferrero perfektionierte diesen Ansatz und setzte 1964 den Entschluss, das mittlerweile ikonische Produkt in Gläser abzufüllen. Der Konzern Ferrero, zu dem auch Marken wie 'Mon chéri', 'Ferrero Küsschen' und 'Kinder Schokolade' gehören, hat sich zu einem globalen Giganten entwickelt, dessen Produkte in nahezu allen Ländern der Welt erhältlich sind. Deutschland spielt dabei eine tragende Rolle als einer der loyalsten Märkte des Konzerns.

