AB Inbev trotzt schwierigen Zeiten mit milliardenschwerem Aktienrückkauf
Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev zeigt sich trotz der Herausforderungen im internationalen Marktumfeld entschlossen und kündigt einen umfassenden Aktienrückkauf im Wert von 6 Milliarden US-Dollar an. Innerhalb von 24 Monaten plant das Unternehmen, eigene Aktien im Wert von rund 5,16 Milliarden Euro zu erwerben.
Diese Entscheidung fällt in einem Kontext, in dem das Unternehmen im dritten Quartal mit einem deutlichen Rückgang der globalen Nachfrage konfrontiert war. Trotz dieser Herausforderungen gelang es AB Inbev, durch Preisanhebungen, höheren Absatz von Premiummarken und rigorose Sparmaßnahmen, den operativen Gewinn im Tagesgeschäft im Vergleich zum Vorjahr zu steigern.
Zwar verminderte sich der bereinigte Absatz im dritten Quartal um 3,7 Prozent, der Umsatz kletterte jedoch organisch um knapp ein Prozent auf 15,13 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 3,3 Prozent auf 5,59 Milliarden Dollar. Demgegenüber steht ein drastischer Einbruch des Nettogewinns, der auf Bewertungsanpassungen bestimmter Finanzverträge zurückzuführen ist, welche den Gewinn um die Hälfte auf 1,05 Milliarden Dollar schrumpfen ließen.
Analyst James Edwardes Jones von der RBC Bank hebt in einer ersten Stellungnahme den Aktienrückkauf sowie die Ankündigung einer, wenn auch geringfügigen, Dividende von 15 Cent je Aktie für das Jahr 2025 positiv hervor. Die Aktie von AB Inbev konnte zunächst stark in den Handel starten, gab jedoch bis zum Nachmittag um gut ein Prozent nach.

