Mögliche Helmpflicht für Radfahrer

Bei Kindern macht es jedoch durchaus Sinn finde ich!
Haltet ihr Kinder für blöd? :roll: Die glauben euch sicher aufs Wort, dass helme für die Sicherheit nötig sind, wenn ihr als Vorbilder keine tragt...
honk.gif
 
Kelle, es ist ein Unterschied ob ich mit 40 oder 240 auf der Landstraße unterwegs bin.

Jo, leider sind die Folgen ganz anders, als man es bei den Geschwindigkeiten vermuten würde, bzw. was die Schutzwirkung des Helms anbelangt.

Bei Fahrradgeschwindigkeiten, sagen wir ruhig bis 40 km/h, obwohl ich das schon hoch finde für nen normalen Radler, gibt es ca. genau drei Todesursachen für den Radler:
- Genickbruch
- schwere Kopfverletzung
- überfahren werden
Tödliche innere Verletzungen sind bei den Geschwindigkeiten quasi auszuschließen.

Für uns, die wir mit den Motorrädern unterwegs sind, schaut es auf Grund der tendenziell höheren Geschwindigkeit anders aus.
Ab ca. 50 km/h können die auftretenden Kräfte zu tödlichen inneren Verletzungen führen, so dass mit steigender Geschwindigkeit die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass man den Unfall trotz Helm überlebt.

Von daher hat der Helm alleine bei Radlern ein höheres Schutzpotential als bei Motorradfahrern.

gruss kelle!
 
Ein Argument ist per se solange richtig, bis es widerlegt wird.

Naja. Also muss man Argumente nicht belegen/beweisen, sie sind also immer richtig. Besonders bei absurden Argumenten ist eine sachliche Diskussion und damit auch eine sachliche Widerlegung sehr schwierig.

Ich habe das Argument gebracht, dass die Kinde, die ich kenne so gut erzogen sind, dass diese den Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern kennen. Also ist mein Argument ja nun ebenso richtig wie seins und beides ist Wahr. Kinder verstehen es und verstehen es gleichzeitig nicht. Danke für diese Erkenntnis, welche du uns näher gelegt hast ohne dich wirklich hier am Thema zu beteiligen...
 
Ich habe das Argument gebracht, dass die Kinde, die ich kenne so gut erzogen sind, dass diese den Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern kennen.

Und genau da frage ich mich, welche Unterschiede es gibt.
Hier tauchte doch irgendwo die Statistik auf, dass ca. 60% (dass heißt die Mehrzahl) der Unfälle durch den Gegner verursacht werden.
Und dieser Gegner selektiert eben nicht zwischen Kind und Erwachsenem, der nimmt, was er vor den Kotflügel bekommt.

Jetzt kann man länglich drüber spekulieren, ob die Unerfahrenheit der Kinder und die daraus resultierenden Gefahren höher sind, als die durch erhöhte Risikobereitschaft verursachten Gefahren der Erwachsenen, gerade wegen der vorhandenen Erfahrung.

Die Einschätzung, dass man die Risiken abschätzen kann, und deshalb am besten weiß, ob bzw. wann man einen Helm trägt, ist daher einfach nur Bullshit.

Btw: Die letzten drei Fahrradfahrer, die ich hab (f)liegen gesehen, waren deutlich über 18 Jahre.

gruss kelle!
 
Und genau da frage ich mich, welche Unterschiede es gibt.
Hier tauchte doch irgendwo die Statistik auf, dass ca. 60% (dass heißt die Mehrzahl) der Unfälle durch den Gegner verursacht werden.
Und dieser Gegner selektiert eben nicht zwischen Kind und Erwachsenem, der nimmt, was er vor den Kotflügel bekommt.

Ja stimmt soweit denke ich.

Jetzt kann man länglich drüber spekulieren, ob die Unerfahrenheit der Kinder und die daraus resultierenden Gefahren höher sind, als die durch erhöhte Risikobereitschaft verursachten Gefahren der Erwachsenen, gerade wegen der vorhandenen Erfahrung..

Ja könnte man.

Die Einschätzung, dass man die Risiken abschätzen kann, und deshalb am besten weiß, ob bzw. wann man einen Helm trägt, ist daher einfach nur Bullshit...

Eher die Folgen. Kinder können nicht so gut die Konsequenzen aus dem eigenem Handeln abschätzen. Wobei das auch Erwachsene nicht immer so gut kennen ^^ Aber tendentiell kann man die Aussage treffen. Sollten sie Konsequenzen doch gleich abschätzen können, sollten wir vielleicht auch Kinder mit 12 schon höhere Strafen zumuten. Jugendstrafrecht wäre dann ja sinnfrei.

Kindern muss man doch nicht verklickern, dass es für sie gefährlicher ist. Wozu denn auch? Das Gesetz soll die jüngeren Menschen davor schützen, dass Erwachsene durch falsche Erziehung und Prägung leicht zu beeinflussende Lebewesen zu etwas zu verleiten, dessen Konsequenzen sie noch gar nicht abschätzen können. Und unabhängig davon dürfen Kinder sich ruhig aufregen. Wenn sie gesetzlich keinen Alkohol trinken dürfen, ich es aber schon darf, wenn ich ohne Helm fahren darf, sie aber gesetzlich nicht, dann ist das einfach etwas, was auch mal akzeptiert werden können sollte.
 
Die Einschätzung, dass man die Risiken abschätzen kann, und deshalb am besten weiß, ob bzw. wann man einen Helm trägt, ist daher einfach nur Bullshit.

Finde ich nicht. Zum einen ist es eine Frage von Mündigkeit, die Konsequenzen seines Handelns selbst abschätzen zu können und entsprechend zu handeln. Regeln da wo es sinnvoll ist aber Überregulierung führt eher zur Entmündigung.

Zum anderen kann man beim Fahrradfahren schon risikovermeidend fahren, das hat eben viel mit Erfahrung zu tun. Ich kenne leider auch viele die eben nicht so fahren. Man kann sich IMHO als Fahrradfahrer nie auf sein Recht verlassen wie z.B. Vorfahrt, das ist viel zu gefährlich. Ich muss permanent damit rechnen trotz Beleuchtung nicht gesehen zu werden und fahre daher immer so, dass ich ggf. auch selbst noch bremsen oder ausweichen kann. Mir ist dieses Jahr schon drei mal als Radfahrer von einem Linienbus die Vorfahrt genommen worden, mit sowas muss man eben immer rechnen. Ebenso weiß ich, dass aus jeder Ausfahrt jemand kommen kann und das jedes parkende Auto jederzeit die Tür aufreißen kann. All das gilt es zu bedenken.

Das soll nicht heißen, dass ich der Meinung bin vor Unfallgefahr komplett gefeit zu sein, es heißt nur, dass ich die Entscheidung wie ich mich schütze gerne selbst übernehmen möchte.
 
Eher die Folgen. Kinder können nicht so gut die Konsequenzen aus dem eigenem Handeln abschätzen. Wobei das auch Erwachsene nicht immer so gut kennen ^^ Aber tendentiell kann man die Aussage treffen. Sollten sie Konsequenzen doch gleich abschätzen können, sollten wir vielleicht auch Kinder mit 12 schon höhere Strafen zumuten. Jugendstrafrecht wäre dann ja sinnfrei.

Das Problem sehe ich eher dabei, dass es nicht um die Konsequenzen des eigenen Handelns geht, sondern um die Konsequenzen des Handelns bzw. Unterlassens eines dritten.

Wenn es rein um die Konsequenzen des Handelns "Helm aufziehen" gehen würde, müsste jeder mündige Bürger feststellen
a) ein Helm kann schwere und tödliche Verletzungen verhindern
b) ein Helm reduziert die Kosten der Behandlung nach einem Unfall

Daraus folgend, würden alle einen Helm tragen.

Aber nein, es gibt dann wohl Leute, die sich dann wohl nur mittels "Ich fahre vorsichtig, mir passiert sowas nicht." aus der Affaire ziehen können.

Zum anderen kann man beim Fahrradfahren schon risikovermeidend fahren, das hat eben viel mit Erfahrung zu tun.

Zweifelsohne.
Ich hab mit dem Mopped auch 140.000 Kilometer ohne nennenswerten Unfall hinter mir, auch dank Erfahrung und angepasster Fahrweise.

Nur hat es mich einmal gelegt, bei ca. 20 km/h und Straßenbahnschienen.
Der Helm hat mir zumindest ne akkurate Platzwunde erspart.

gruss kelle!
 
Wenn es rein um die Konsequenzen des Handelns "Helm aufziehen" gehen würde, müsste jeder mündige Bürger feststellen
a) ein Helm kann schwere und tödliche Verletzungen verhindern
b) ein Helm reduziert die Kosten der Behandlung nach einem Unfall

Daraus folgend, würden alle einen Helm tragen.

Jeder mündige Bürger würde zumindest wissen, welches Risiko er eingeht. Er wüsste, was passiert, wenn er durch einen Unfall berufsunfähig wird. Man kann natürlich auch mathematisch die Sache betrachten. Wie hoch ist denn statistisch die Wahrscheinlichkeit, dass mir etwas passiert und bin ich bereit dieses Risiko einzugehen? Aber das ist doch bei vielen Dingen im Leben so. Sterben nich immer noch mehr Menschen durch das Fallen von einer Leiter als durch Fahrarradunfälle? Soll man nun nicht mehr auf eine Leiter ohne Helm gehen? Ich denke einfach, dass es schon ein Unterschied macht, wenn ich weiß, was denn der Worst Case für mich bedeuten würde, als wenn ich das nicht wirklich weiß. Und ich denke nicht mal, dass ein Erwachsener die Folgen richtig einschätzen kann, wenn es ihn nicht betrifft. Aber immer noch mehr als ein Kind.
 
Ich habe das Argument gebracht, dass die Kinde, die ich kenne so gut erzogen sind, dass diese den Unterschied zwischen Erwachsenen und Kindern kennen.
Äh, und du willst mir was von selbstständig denkenden Kindern erzählen, die nicht alles nachbeten, was ihnen Erwachsene eintrichtern? :LOL::LOL::LOL:

Kinder, die nicht hinterfragen, was ihnen verordnet wird, mögen eine Erziehung "genossen" haben, aber keine Gute... :ugly:
 
Ein anderer Aspekt, den ich bei den Kindern hier vermisse, ist, dass diese oft ja auch noch Fahranfänger sind und kleinere Rädchen haben und schon deswegen öfters fallen - auch ohne Einwirkung von außen. Da allerdings daraus "Ich kann jetzt fahren, jetzt brauche ich keinen Helm mehr" ein logischer Schluss sein wird würde das in der Folge die Helmnutzer im Jugendalter deutlich reduzieren.
 
Mal wieder ein absolut berechenbares Risiko, vor allem für die vier Kinder:

https://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2044/artid/15499748

gruss kelle!

Passt nur nicht ganz zur Fahrradhelmdiskussion. War ja an einer Querung, an der Fahrradfahrer und Fußgänger eine Ampel schalten können. Es ist nicht bekannt ob die Fahrradfahrerin geschoben hat oder gefahren ist. Grundsätzlich ist sie aber bei dieser Ampelüberquerung dem selben Risiko wie ein Fußgänger ausgesetzt und einem Fußgänger möchte man doch auch keine Helmpflicht auferzwingen ;)
 
So, das Thema Helmpflicht ist erst mal durch, lt. Zeitung kommt da zunächst keine neue Regelung auf uns zu. Gut so.
 
Wie kann es sein, das ganze Generationen ohne diesen Helm klargekommen sind, und man nun aussehen muss, als wär man gerade aus einem SciFi-Streifen gesprungen.8O Ich finde diese Teile peinlich und unnütz. Und wenn man von einem zu schnellem Vehikel erfasst wird, nützen diese Teile eh nichts. :yawn:
Wieder mal was um den leuten die Kohle aus der tasche zu ziehen....Bei Kleinkindern versteh ich es ja noch, aber bei jugendlichen/Erwachsenen?? Wer stimmt für so nen Blödsinn? Waghrscheinlich nur Lehrer,Politiker und Fahrrad-Fachhändler....Gier frisst Hirn....Mal wieder!
 
Ich finde diese Teile peinlich und unnütz.

Ich kanns mir jetzt echt nicht mehr verkneifen.
Wer keine schönen Fotos sehen kann, sollte die Finger von dem Link lassen.

https://www.getyourownbike.com/BrittanyMorrow.htm

Gut, es geht nicht um Fahrradhelme, aber es wird mal deutlich, wie unnütz Schutzkleidung im allgemeinen ist.


Wovon schreibst Du, kannst Du doch nur vom Hörensagen kennen.

gruss kelle!
 
Man koennte sich ja auf eine Zwischenloesung einigen. Kinder haben prinzipiell einen Helm zu tragen, Erwachsene koennen selbst entscheiden.
 
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