Mögliche Helmpflicht für Radfahrer

als Beitrags- und Steuerzahler will ich aber für denjenigen mitentscheiden, der riskanterweise ohne Helm gefahren, in nen Unfall verwickelt wurde und danach wochenlang im KH liegt und danach berufsunfähig ist. Schließlich ists mein Geld, das er im schlimmsten aller Fälle dann benötigt. :ugly:
 
als Beitrags- und Steuerzahler will ich aber für denjenigen mitentscheiden, der riskanterweise ohne Helm gefahren, in nen Unfall verwickelt wurde und danach wochenlang im KH liegt und danach berufsunfähig ist. Schließlich ists mein Geld, das er im schlimmsten aller Fälle dann benötigt. :ugly:

Ich bin auch für Helmpflicht bei der Hausarbeit :) Wenn da jemand von der Leiter fällt muss ich das auch mit zahlen, wenn die Person dann wochenlang im KH liegt und danach berufsunfähig ist.

Wobei auch Fußgänger von Autos angefahren werden.Hmmm vielleicht sollte da auch eine Helmpflicht her? O.k. am besten wir tragen 24/7 einen Helm und Protektoren. Senkt bestimmt enorm die Kosten für die Beitragszahler in die Sozialkassen :ugly:
 
Und warum soll ich eigentlich mitbezahlen, wenn bestimmte Leute glauben, es sei vernünftig einen schneebedeckten Hang auf ein oder zwei Brettern hinunterzurasen? (selbstverständlich auch ohne Helm) :ugly:
 
Stell die Frage bitte nicht zu laut.
Es gab doch schonmal jemanden, der mit dem Vorschlag kam (Risikio)Sportarten nicht mehr mit dem normalen Versicherungsschutz abzudecken.

gruss kelle!
 
Wie bereits gesagt wurde, kann man Vernunft nicht gesetzlich durchsetzen.
Ich persönlich trage beim Radfahren im normalen Straßenverkehr keinen, beim Downhillen (sei es mit Longboard oder Fahrrad) fahre ich jedoch keinen Meter ohne Schutzausrüstung.
 
Mal wieder zurück zu dem Fahrradhelmthema ;)

Wir sind letztes Jahr im Urlaub den Donauradweg langgefahren. So richtig mit Zelt und sämtlichen Gepäch auf dem Fahrrad und ca. 70km pro Tag. Da hatte ich auch einen Helm auf.

Auf der anderen Seite fahre ich jeden Tag (außer im Winter oder es regnet) mit dem Rad zur U-Bahn (ca. 1km, zu Fuß bräuchte ich 10-12 Minuten). Habe da auch das Glück, dass die Hälfte der Strecke ein extra Radweg ist und der restliche Teil eine nicht stark befahrene Straße.
Da würde ich vielleicht sogar bei Helmpflicht das Risiko eingehen erwischt zu werden, da ich dann gar nicht weiß, wie ich den noch zusätzlich in die Arbeit bekommen soll (schleppe schon Notebook ständig mit rum und bräuchte dann noch eine extra Tasche für den Helm). Außerdem macht das Teil die Frisur kaputt.
Und genau solche U-Bahn-Radler gibt es hier in München Unmengen. Die würden sich alle kräftig beschweren, wenn sie wegen dieser Kurzstrecken immer einen Helm aufsetzen sollen.

anddie
 
Neues von der Radhelm Front.

Das OLG Schleswig hat entschieden, dass man bei Nicht-Benutzung eines Radhelms eine Mitschuld an Verletzungen trägt, und dementsprechend einen geminderten Anspruch auf Schmerzensgeld etc. hat.

Der ADFC ist am durchdrehen. :mrgreen:

gruss kelle!
 
Neues von der Radhelm Front.

Das OLG Schleswig hat entschieden, dass man bei Nicht-Benutzung eines Radhelms eine Mitschuld an Verletzungen trägt, und dementsprechend einen geminderten Anspruch auf Schmerzensgeld etc. hat.
...

Wie rechtfertigen die Richter das Urteil im Vergleich z.B. zu Fußgängern, Joggern, Inlinern?!?
 
Ich glaube das braucht der Richter nicht.

Er hat den konkreten Fall zu beurteilen, und da scheint er der Meinung zu seinen, mit Helm wäre weniger passiert.

gruss kelle!
 
Zwar besteht für Fahrradfahrer nach dem Gesetz keine allgemeine Helmpflicht. "Fahrradfahrer sind heutzutage jedoch im täglichen Straßenverkehr einem besonderen Verletzungsrisiko ausgesetzt. Der gegenwärtige Straßenverkehr ist besonders dicht, wobei motorisierte Fahrzeuge dominieren und Radfahrer von Kraftfahrern oftmals nur als störende Hindernisse im frei fließenden Verkehr empfunden werden. Aufgrund der Fallhöhe, der fehlenden Möglichkeit, sich abzustützen (die Hände stützen sich auf den Lenker, der keinen Halt bietet) und ihrer höheren Geschwindigkeit, z.B. gegenüber Fußgängern, sind Radfahrer besonders gefährdet, Kopfverletzungen zu erleiden. Gerade dagegen soll der Helm schützen. Dass der Helm diesen Schutz auch bewirkt, entspricht der einmütigen Einschätzung der Sicherheitsexperten und wird auch nicht ernsthaft angezweifelt. Die Anschaffung eines Schutzhelms ist darüber hinaus wirtschaftlich zumutbar. Daher kann nach dem heutigen Erkenntnisstand grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass ein verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens beim Radfahren einen Helm tragen wird, soweit er sich in den öffentlichen Straßenverkehr mit dem dargestellten besonderen Verletzungsrisiko begibt."

https://schleswig-holstein.de/OLG/DE/Service/Presse/Pressemeldungen/201309fahrradhelm.html
 
Ich bin zwar gegen eine generelle Helmpflicht und trage selbst auch keinen Helm, finde es aber vernünftig bei Nichtbenutzung automatisch eine Mitschuld zu tragen.

Zudem wäre eine Helmpflicht wieder etwas bürokratisches was dann auch überwacht werden muß, eine bessere Möglichkeit wäre doch, einen Anreiz zu schaffen. Soll doch z.B. mal eine Krankenkasse 20.000 Helme kaufen zu guten Konditionen und diese dann zum Selbstkostenpreis an Ihre Mitglieder weitergeben. Was mag ein Helm dann kosten bei der abgenommenen Stückzahl, sicher nicht viel mehr als 10€ für ein Basismodell.

Ein extremeres Beispiel wäre, die Krankenkassen stellen kostenlos Helme für Ihre Versicherungsnehmer zur Verfügung, wer dann aber keinen trägt; zahlt bei einer Verletzung selbst seine Behandlungskosten.


Bei Kinder ist es etwas anderes, die sollten generell immer einen Helm tragen. Bei meinen Kindern ist das selbstversändlich, die fahren von sich aus schon gar nicht los wenn sie keinen Helm auf haben.
Die Argumentation ist auch ganz einfach, Kinder sind so gesehen Fahranfänger, fahren noch relativ unsicher, können Gefahren schlecht einschätzen und werden zudem auch leichter übersehen.


Ich kann hier nur für mich sprechen, aber meine Kinder haben das durchaus verstanden und erinnern sich auch gegenseitig dran. Sie wissen auch, dass sie später wenn sie groß sind selbst entscheiden können ob sie einen Helm tragen möchten oder nicht. So lange sie klein sind, geht nix ohne Helm. Und es gibt echt tolle Kinderhelme, meine Kinder sind total stolz auf die Dinger.
 
Anscheinend gilt das mittlerweile auch für Warnwesten, ich sehe immer häufiger Radfahrer damit. Demnächst wird gelten, dass ohne Warnweste eine Mitschuld besteht, wenn man übersehen wurde.

Ach so, bei Fussverletzungen gilt natürlich: Ohne Sicherheitsschuhe Mitschuld!

Überhaupt: Wer als Fussgänger keinen Ganzkörperairbag bei sich trägt... Mitschuld!

Und eigentlich ist das Verlassen des eigenen Betts ja schon als fahrlässiges Verhalten zu betrachten...

Marty
 
Umfrage: Mehrheit der Bürger für Fahrradhelm-Pflicht

Ach so, bei Fussverletzungen gilt natürlich: Ohne Sicherheitsschuhe Mitschuld!
Das gilt schon, zumindest bei Arbeitsunfällen...

Über den polemischen Rest brauchen wir uns nicht unterhalten, oder? :roll:

Die Helmpflicht für Radfahrer wird kommen, ebenso wie die für Motorradfahrer kam, oder die Gurtpflicht für Autofahrer. Nicht, weil man "die Menschen" gängeln will, sondern weil sie die logischen Konsequenzen anders offensichtlich nicht erkennen wollen. Ich fahre jetzt seit fast 20 Jahren nur mit Helm - für mich ist das ganz normal. Ich bemühe mich auch, gut erkennbare Kleidung zu tragen, für meinen täglichen Arbeitsweg habe ich mir tatsächlich einen Parka in Signalfarbe zugelegt. Mich bringt das nicht um, und ich gebe einen Dreck darauf, was andere darüber sagen.

@Daric: ich finde es immer wieder drollig zu lesen, wenn Leute sagen, sie tragen selber keinen Helm, aber ihren Kindern dann einen verordnen... Das führt meines Erachtens zu einem 100%igen Erziehungerfolg. Weil Papa ja so konsequent ist... :LOL:
 
Über den polemischen Rest brauchen wir uns nicht unterhalten, oder? :roll:
Wieso nicht? Warum sollte eine einzelne Sicherheitsmassnahme sinnvoll sein, wenn sie vorgeschrieben wird und andere nicht?

Die Helmpflicht für Radfahrer wird kommen, ebenso wie die für Motorradfahrer kam, oder die Gurtpflicht für Autofahrer. Nicht, weil man "die Menschen" gängeln will, sondern weil sie die logischen Konsequenzen anders offensichtlich nicht erkennen wollen.
Hauptsächlich doch deshalb, weil der Staat mehr und mehr meint, seine Bürger wären völlig unfähig, für sich selber auch nur die kleinste Entscheidung treffen zu können. Und genau deshalb müssen wir Gesetze, Veordnungen, Regelungen und viel mehr schaffen.

Ich bin immer nich der Meinung, dass der Staat das Zusammenleben regeln soll. Er darf eingreifen, wenn mein Handeln andere betrifft und tangiert (siehe Rauchverbot). Aber wieso muss ein Staat vorschreiben, wie ich mit mir selber umgehen soll?

Natürlich hat ein Helm einen Sinn, ich würde mir wünschen, dass jeder einen anzieht. Aber warum muss ich jemanden zwingen, sich selber zu schützen, das verstehe ich nicht. Das machen wir in anderen Lebensbereichen doch auch nicht. Deshalb meine Polemik.

Marty
 
Ich bin immer nich der Meinung, dass der Staat das Zusammenleben regeln soll. Er darf eingreifen, wenn mein Handeln andere betrifft und tangiert (siehe Rauchverbot). Aber wieso muss ein Staat vorschreiben, wie ich mit mir selber umgehen soll?

Die Pflegeeinrichtungen wie Krankenhäuser (Bau und Unterhalt) werden ja zumindest zum Teil von Steuern bezahlt...

Von daher trifft es schon die Allgemeinheit.

Beziehungsweise: es betrifft auch einen etwaigen Unfallgegner bestimmt seelisch mehr, wenn man im Koma liegt, obwohl das in der Situation mit einem Helm hätte vermieden werden können.
 
Die Pflegeeinrichtungen wie Krankenhäuser (Bau und Unterhalt) werden ja zumindest zum Teil von Steuern bezahlt...
Oha, mit diesem Argument könnte man aber jetzt eine Menge Eingriffe in deine persönliche Freiheit rechtfertigen. Ich hoffe, Du betreibst keinen Sport.

Marty
 
Ich glaube, der (stellvertretende) Schlaganfall durch Sportmangel dürfte den Steuerzahler wohl auch ein paar Euros kosten! :roll:

Darum: immer schön mit den Helm Fahrrad fahren! :ugly:
 
Ich bin immer nich der Meinung, dass der Staat das Zusammenleben regeln soll. Er darf eingreifen, wenn mein Handeln andere betrifft und tangiert (siehe Rauchverbot). Aber wieso muss ein Staat vorschreiben, wie ich mit mir selber umgehen soll?

Spätestens wenn der Bregen eines Radlers auf Deiner Windschutzscheibe schmiert, wirst Du Dich fragen, ob es nicht doch andere tangiert. ;-)

Es gibt generell ein seltsames Phänomen, welches ich bei Endurotrainings kennengelernt habe.
Die größten Lernerfolge dort sind zu erzielen, wenn die Teilnehmer mit gestellten Maschinen fahren, wo sie für Schäden nicht haften müssen.

Der Mensch tendiert offensichtlich eher dazu, sich um die finanziellen Folgen seines Handelns Gedanken zu machen, denn um die körperlichen Folgen.

Und da scheint das Urteil anzusetzen:
Die Entscheidung des Radlers ist mit finanziellen Folgen behaftet.
Und schon jammert der ADFC und co.

gruss kelle!