Mögliche Helmpflicht für Radfahrer

Kinder sind nicht doof. Wie will man ihnen den Sinn eines Fahrradhelmes vermitteln, wenn die Vorbilder (Eltern und andere Erwachsene) wider besseren Wissens (immerhin legen sie bei ihrem Nachwuchs ja wert drauf) auf einen Helm verzichten? :think:
 
Ohh ha, das darf nicht sein, bei Kindern will ich auch nicht diskutieren, ob die Todesfälle mit Helm hätten verhindert werden können oder nicht. Da gibt es kein Vertun.
Ein Helm ersetzt nicht die Kenntnis der Verkehrsregeln - wird in der Gruppe wohl das größte Problem sein. Hier sind aber die Eltern gefragt, die ihren Kindern ein Fahrrad geben, ohne ihnen zu zeigen wie sie damit richtig umgehen. Eine defensive Fahrweise wird in der Gruppe wohl auch nicht bekannt sein.
 
Ein Helm ersetzt nicht die Kenntnis der Verkehrsregeln - wird in der Gruppe wohl das größte Problem sein. Hier sind aber die Eltern gefragt, die ihren Kindern ein Fahrrad geben, ohne ihnen zu zeigen wie sie damit richtig umgehen. Eine defensive Fahrweise wird in der Gruppe wohl auch nicht bekannt sein.

Sicherlich magst du da einen wichtigen Aspekt angesprochen haben. Doch definiere mir hier mal Kind. Kind ist im Sinne des Gesetzgebers alles unter vierzehn Jahren.

Mich ärgert es, das die Statistik da keine genauen Angaben macht. Oft fallen bestimmt die Kleinsten, die hinter parkenden Autos hervorgeschossen kommen einem Unfall zum Opfer.
Warum sollten die keinen Helm tragen? Wie war das doch gleich mit den Verkehrsregeln? Wieviele Pflichtstunden braucht ein Autofahrer an Therorie im Schnitt bis zur Prüfung? Ich rede nicht von Pflichtstunden, da kommen so und so nur wenige mit aus.

Wie will man das einem 8 jährigem vermitteln.

Knallhart formuliert: Wer sein Kind wo auch immer ohne Helm fahren lässt handelt unverantwortlich und ist ein schlechter Elternteil. Betet, dass eure Kinder mehr Verantwortung für euch übernehmen, wenn ihr alt und schwach seid.

Das ist meine Meinung. Die kann ich aussprechen, lebe ja in einer freiheitlichen Demokratie.


Lieben Gruß

Christian
 
Kinder sind nicht doof. Wie will man ihnen den Sinn eines Fahrradhelmes vermitteln, wenn die Vorbilder (Eltern und andere Erwachsene) wider besseren Wissens (immerhin legen sie bei ihrem Nachwuchs ja wert drauf) auf einen Helm verzichten? :think:


Als Elternteil kann man die Sache natürlich anders sehen. Da die Unfallhäufigkeit von Kindern viel höher ist (aufgrund ihrer Unerfahrenheit), gibt es zwar einen objektiven Grund zwischen ihnen und Erwachsenen zu unterscheiden. Trotzdem würde ich als Vater auch einen Helm tragen, wenn ich das von meinem Kind verlange.

Das heißt aber noch lange nicht, dass das alle anderen Erwachsenen auch tun müssen.
 
Mich ärgert es, das die Statistik da keine genauen Angaben macht. Oft fallen bestimmt die Kleinsten, die hinter parkenden Autos hervorgeschossen kommen einem Unfall zum Opfer.
Eben! Auf öffentlichen Straßen und Gehwegen ist Sport und Spiel verboten -> Straßenverkehrsordnung. Schuld an so einem provozierten Unfall hat dann klar das Kind, bzw. die verantwortungslosen Eltern, aber der betreffende Fahrer macht sich ewig Vorwürfe. Und niemand will deshalb das Parken am Straßenrand verbieten.

Warum sollten die keinen Helm tragen? Wie war das doch gleich mit den Verkehrsregeln? Wieviele Pflichtstunden braucht ein Autofahrer an Therorie im Schnitt bis zur Prüfung? Ich rede nicht von Pflichtstunden, da kommen so und so nur wenige mit aus.
Wer seinem Kind nicht beibringen kann auf andere Verkehrsteilnehmer Acht zu geben sollte es gar nicht erst in den Verkehr lassen. Meine Meinung, aber die meisten Kinder sind auch gar nicht so blöd.

Knallhart formuliert: Wer sein Kind wo auch immer ohne Helm fahren lässt handelt unverantwortlich und ist ein schlechter Elternteil. Betet, dass eure Kinder mehr Verantwortung für euch übernehmen, wenn ihr alt und schwach seid.
Will ich ja gar nicht abstreiten.
 
@wannabe, @bob777: Wenn ihr bei den von euch geschilderten Beispielen ins Auto stiegt, gehe ich davon aus, dass ihr euch auch nicht anschnallt, weil es ja die Kleidung zerknittert... :ugly:

Wie schön du alles geschriebene ignorierst um versucht ironisch und witzig? Zu sein...

Und wenn du deine kinder zu lemmingen erziehst, welche nur tun was andere machen dann ist das dein problem.ich wurde so erzogen, das ich nicht alles nach mache, was andere machen, daher hatte ich auch kein problem mit regeln, welche meine eltern nicht hatten...aber du gehst bestimmt um acht uhr gleichzeitig mit den kindern ins bett..
 
Eben! Auf öffentlichen Straßen und Gehwegen ist Sport und Spiel verboten -> Straßenverkehrsordnung. Schuld an so einem provozierten Unfall hat dann klar das Kind, bzw. die verantwortungslosen Eltern, aber der betreffende Fahrer macht sich ewig Vorwürfe. Und niemand will deshalb das Parken am Straßenrand verbieten.

Wer seinem Kind nicht beibringen kann auf andere Verkehrsteilnehmer Acht zu geben sollte es gar nicht erst in den Verkehr lassen.

Also ich habe als Kind regelmäßig auf der Straße gekickt. Wurde die StVO seither geändert? Und nein, ein Kind kann keine "Schuld" an einem solchen Unfall haben, eben weil es als Kind nicht in der Lage ist, das abzuschätzen!. Vielleicht ist die Schuld eher bei unserem "Kinderverachtenden Straßenverkehr" zu suchen?

Zu Deinem letzten Satz: Ich gehe stark davon aus, dass du keine Kinder hast?!?
 
Also ich habe als Kind regelmäßig auf der Straße gekickt. Wurde die StVO seither geändert? Und nein, ein Kind kann keine "Schuld" an einem solchen Unfall haben, eben weil es als Kind nicht in der Lage ist, das abzuschätzen!. Vielleicht ist die Schuld eher bei unserem "Kinderverachtenden Straßenverkehr" zu suchen?

Genau, wieso auch die Schuld bei den Eltern suchen...

Zu Deinem letzten Satz: Ich gehe stark davon aus, dass du keine Kinder hast?!?

Aus der Information, dass er Kinder, welche mit dem Straßenverkehr noch nicht klar kommen, nicht dieser Gefahr aussetzen will, schließt du also, dass er keine Kinder hat? Ist natürlich auch doof, wenn sich Menschen um das Wohl von Kindern sorgen und diesen erst das sorgfältige umgehen im Straßenverkehr beibringen möchte, bevor er Kinder auf die Straße lässt.

Meine Nichte ermahnt mich übrigens seit ihrem sechsten Lebensjahr oder so im Straßenverkehr, wenn ich auf einzelne Dinge nicht richtig achte (Ich meine damit, dass ich schräg über die Straße gehe, dass ich bei Einfahrten nicht immer richtig gucke und so Kleinigkeiten, über rot gehe ich nicht, wenn Kinder in der Nähe sind). Also auch Kindern kann man das richtige Verhalten im Straßenverkehr beibringen und ich denke, dass das auch wichtig ist, damit man sie alleine dann irgendwann zur Schule gehen lassen kann, usw.
 
Genau, wieso auch die Schuld bei den Eltern suchen...

Ich hab die Kinder ausgenommen, nicht die Eltern!

...und diesen erst das sorgfältige umgehen im Straßenverkehr beibringen möchte, bevor er Kinder auf die Straße lässt.....

Das kritisiere ich nicht, Aber bis zu einem gewissen Alter können Kinder - und wenn sie noch so gut Bescheid wissen - trotzdem aus einer emotionalen Situation heraus völlig falsch/verkehrswiedrig/... agieren, weil in dieser Sekunde einfach das heruntergefallene Plüschtier/ der Freund auf der anderen Seite/... wichtiger sind. Und deswegen sind kinder auch in diesem Alter noch nicht schuld am Unfall!
 
Wie schön du alles geschriebene ignorierst um versucht ironisch und witzig? Zu sein...
Nein, war eine ernst gemeinte Frage. Mich interessiert, wie konsequent du bist... :shifty:

Und wenn du deine kinder zu lemmingen erziehst, welche nur tun was andere machen dann ist das dein problem...
Och, mit Selbstständigkeit und Eigenverantwortung als Erziehungszielen fahre ich bislang recht gut.

Freiheit bedeutet, entgegen der heutzutage weit verbreiteten Meinung, nicht, Spaß zu haben ohne Ende, sondern Verantwortung zu übernehmen. In erster Linie für sich selbst, aber auch für andere. Und Ich denke, schon meine Kinder haben begriffen, dass die eigene Eitelkeit kein hinreichender Grund dafür ist, den gesunden Menschenverstand auszuschalten.
 
Und nein, ein Kind kann keine "Schuld" an einem solchen Unfall haben, eben weil es als Kind nicht in der Lage ist, das abzuschätzen!.
Dann müssen die Eltern so lange aufpassen bis das Kind dazu in der Lage ist. Ich bin neben einer Bundesstraße aufgewachsen und mir wurde damals immer eingebläut nie auf die Fahrbahn zu gehen - hat auch gut funktioniert. Verkehrsflächen sind eben keine Kindergärten.

https://dejure.org/gesetze/StVO/31.html
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, war eine ernst gemeinte Frage. Mich interessiert, wie konsequent du bist... :shifty:

Kurz ot dann, da der Gurt ja nicht das Thema ist. Ich habe bereits geschrieben, dass der Gurt für mich keine sichtbaren Nachteile darstellt. Wenn ich im Anzug Auto fahre, dann sehe ich die Gurtstellen danach nicht. Wurde auch noch nie von meiner Freundin darauf angesprochen, dass ich meinen Anzug an der Stelle des Gurtes richten muss. Weiß ja nicht, ob du einen mit Nieten besetzten Gurt hast? Auf weiteren Strecken macht mir da mehr der Sitz sorgen, da der schon den Anzug aus der Form bringt. Aber bei weiteren Strecken ziehe ich mich auch vor Ort um.
 
Ein Helm hat meines erachtens einfach zu viele Nachteile, als das man Menschen dazu zwingen kann. Für mich der wichtigste Grund ist, dass es einfach behämmert aussieht. Zu dem Argument, dass das ja nur der Macho in uns ist kann ich nur sagen, dass Leute wie darkkurt sicherlich auch nicht rum laufen wie ein Schlunz. Fast alle Menschen achten darauf nicht wie ein Heckenpenner durch die Gegend zu laufen. Also scheint ja jeder mehr oder weniger drauf zu gucken nicht zu blöd auszuehen. Warum sollte ich beim Helm tragen anders denken?

[...]

Freundin und ich möchten zu einer Feier, alsp schick gemacht und dann? Helm macht die Frisur komplett kaputt... Mist... Also dann doch wieder das Auto.

[...]

Helme sind einfach sehr unpraktisch und sehen hohl aus. Wieso sollte ich mir das antun? Wie viele hier schon sagen laufe ich ja auch nicht mit dem Helm durch den Straßenverkehr. Würde ja ebenso nicht weh tun und ich hätte einen Schutz, wenn ich angefahren werde.

Trifft auch alles für uns Rollerfahrer zu, trotzdem laufe ich nicht wie ein "Heckenpenner" mit versauter Frisur rum. Man muss nur wollen. ;)
 
Trifft auch alles für uns Rollerfahrer zu, trotzdem laufe ich nicht wie ein "Heckenpenner" mit versauter Frisur rum. Man muss nur wollen. ;)

Du wirst lachen, ich hatte mal einen Roller und das war der Hauptgrund, wieso ich den Roller nach einem Monat wieder verkauft habe :) Also Helmlagerung war kein Problem, hatte ein Fach unterm Sitz. Aber die Frisur ging halt gar nicht. Denke aber auch, dass das auf den Schnitt ankommt.
 
Ein Helm hat meines erachtens einfach zu viele Nachteile, als das man Menschen dazu zwingen kann.

Ich schau mir da einfach mal die Entwicklung im Helmlager der motorisierten Zweiräder an.
Als dort die Helmpflicht kam, kamen ungefähr die gleichen Diskussionen wie sie jetzt bzgl. der Helmpflicht für Fahrräder laufen.

Zweifelsohne sahen die damals beschissen aus, waren unpraktisch, versauten die Frisur etc. pepe.
Und was ist draus geworden?
Die Preisklasse geht bis 1.000 €, es gibt für die verschiedenen Motorradtypen die passenden Helme, es gibt diverse Kommunikationssysteme, Airbrushbuden machen ordentliche Umsätze, der Trend geht zum Zweithelm, halt je nach Temperatur, die Motorräder haben ein Schloss für die Helme, alternativ gibt es kleine Schlösser um auch mal nen Rucksack und Helm am Töff zu befestigen etc.

Aber Anfangs wollte den ja keiner...

gruss kelle!
 
Kelle, es ist ein Unterschied ob ich mit 40 oder 240 auf der Landstraße unterwegs bin. Bei 240 kann man auf einen Helm nicht verzichten, allein schon wegen Wind und Mücken/Käfer und sonstigem Ungeziefer.
 
Die Preisklasse geht bis 1.000 €, es gibt für die verschiedenen Motorradtypen die passenden Helme, es gibt diverse Kommunikationssysteme, Airbrushbuden machen ordentliche Umsätze, der Trend geht zum Zweithelm, halt je nach Temperatur, die Motorräder haben ein Schloss für die Helme, alternativ gibt es kleine Schlösser um auch mal nen Rucksack und Helm am Töff zu befestigen etc.
Klar, es wäre auch ein gutes Geschäft für die Verkäufer diverser Accessoires. Wenn diese Produkte an sich nicht überzeugen, wird eben die Polizei den Kunden überzeugen. :evil:
 
Kelle, es ist ein Unterschied ob ich mit 40 oder 240 auf der Landstraße unterwegs bin. Bei 240 kann man auf einen Helm nicht verzichten, allein schon wegen Wind und Mücken/Käfer und sonstigem Ungeziefer.

Das denke ich auch. Der Mottorradhelm schützt nicht nur den Fahrer selbst sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer, das der Fahrer weniger durch Ungeziefer abgelenkt wird. Ich denke auch, dass beim Motorrad ein Vollvisirhelm immer Pflicht sein sollte, so dass das Gesicht vor Insekten geschützt ist und der Fahrer sich auf das Fahren konzentrieren kann.
 
Das tragen eines Fahrradhelms sollte freiwillig bleiben. Es gibt schon genug Dinge, die man uns vorschreiben will.