Spielt ja keine Rolle, ob mich das stört oder nicht. Wenn ich auf jeglichen Luxus verzichte, dann verhungern die Leute trotzdem. Krieg gibt es auch weiterhin.Das Konsumentenverhalten wird mit Sicherheit nicht viel an den Problemen ändern, denn der Mensch ist nun mal von Natur aus egoistisch. Nur mal ganz einfach gesagt, wir alle haben PC, Handy und viel Spaß mit diversen meißtens nicht kostenlosen Hobbies. In der Zwischenzeit verhungern Menschen überall auf der Welt. Stört uns das wirklich?
Und Spenden -also ich weiß nicht. Ich will gar nicht wissen, wieviel Geld schon nach Afrika geflossen ist und nie bei denen angekommen ist, für die man eigentlich gespendet hat. Wie oft wurde dafür lieber eine AK47 gekauft statt Milch. Korruption, Kriminalität und Krieg lässt sich so jedenfalls nicht verhindern. Aber genau hier liegt das Problem, weswegen überhaupt Leute hungern.
Also den Gedanken an eine "gerechtere Welt" habe ich längst aufgegeben. Für diese Form des rosaroten Idealismus bin ich einfach schon zu alt. Ich für meinen Teil bin nur noch an meinem und am Wohl meiner Lieben interessiert. Der Rest der Menschheit muss sich schon um sich selbst kümmern und sich damit zufrieden geben, dass ich anderen nicht schaden will.Wenn wir wirklich eine gerechtere Welt wollen dürfen wir uns nicht auf den Verstand der Masse verlassen. Da brauchen wir eine Regierung, die es für uns regelt.
Außerdem kann der Staat von mir erwarten, dass ich ein gesetzestreuer Bürger bin und regelmäßig meine Steuern zahle. Aber Vertrauen kann ich ihnen nicht entgegen bringen. Im Gegenteil sehe ich den Staat inzwischen eher als Gegenspieler, vor dem ich mein erarbeitetes Geld so gut wie möglich schützen muss. Wenn ich jetzt noch in die Waagschale werfe, dass meine Regierung so gut wie nie in der Lage war, durch höhere Abgaben und Steuern irgendwas zu verbessern (auch nicht durch Kürzung bei den Ärmsten unserer Gesellschaft), dann muss ich hier ganz klar widersprechen. Es mag ja sein, dass ein Mensch immer intelligenter ist als die Masse. Aber nicht meine Regierung, zumal wir ja auch keine Monarchie hier haben.
Also im Grunde stimme ich Dir ja zu - die Freizügigkeit ist ein riesiges Problem. Und sie wird sich über die Zeit auch spürbar auf den Arbeitsmarkt auswirken, da bin ich mir sicher. Aber nicht jede Stelle wird sich von einem Ausländer besetzen lassen. Vor allem nicht bei den Spezialisten und gut ausgebildeten Fachkräften, weil die schon seit Jahrzehnten die Möglichkeit hatten, hier her zu kommen und zu arbeiten. Und das ohne große Probleme. Ich wüßte nicht, warum jetzt auf einmal die Schwemme kommen sollte.Der Gedanke, für den Preis arbeitet ein Deutscher nicht schreckt ihn da wenig, denn es gibt ja genügend ausländische Arbeitskräfte.
Eher würde ich vermuten, dass jetzt vermehrt Billiglöhner kommen, weil sie durch den Mindestlohn jetzt mit einem Mindesteinkommen rechnen kommen. Es sind zwar 2 verschiedene Themen: Freizügigkeit und Mindestlohn. Aber da beides gleichzeitig passiert, sehe ich hier eher ein Problem.
Zu spät. Viel zu spät.Desweiteren muß die EU-Erweiterung möglichst sofort gestoppt werden.
Auch viel zu spät. Wir haben bereits jeden nur denkbar schweren Klotz am Bein.Zunächst müssen die großen Unterschiede in der derzeitigen EU ausgeglichen werden. Erst dann ist die EU stabil genug, weiter zu expandieren.
Außerdem brauchen wir den Schwarzen Peter gar nicht zuerst ins Ausland schieben. Wir haben ganz üble Blutsauger im Land: Die Banken und Finanzmärkte. Die hätte man schon vor Jahren und Jahrzehnten regulieren müssen. Aber nicht wieder halbherzig und dilettantisch, sondern mit Weitsicht und Nachhaltigkeit. aber daran ist ja keiner interessiert, der hier viel mehr verdient, als durch das Steuergeld in Form von Diäten und Nebeneinkommen in Form von Bestechungen und Zuwendungen.
Auch richtig, aber auch zu spätAußerdem ist die Freizügigkeit zu beschränken. Jeder Staat verkraftet nur ein begrenztes Maß an Zuwanderung, dieses Maß aber kann nur der jeweilige Staat bestimmen.
Unter dem Strich wird die Freizügigkeit Deutschland nicht nutzen. Ob sie Deutschland schaden wird, bleibt abzuwarten. Und der Mindestlohn ist zwar im Grundgedanken richtig und wichtig, kommt aber zu einem Zeitpunkt, der den positiven Effekt auch umkehren kann.
Die Schweiz macht schon dicht, hat Angst vor der Schwemme. Mal schauen, ob die Schweiz auch diesmal wieder recht behält.
