Und zudem kommt das der Gewinn ja nicht gleich Gewinn ist


:mrgreen: :ugly: :rtfm: :winke:

Na, rechnen wir doch mal grob über den Daumen

120 Stunden * 20,-- € / Std.
40 Stunden * 0,-- € / Std.

brutto 2.400,-- €

- Büro warm 400,-- €
- Telekommunikation 50,-- €
- Fahrzeug 150,-- €
- Fahrzeug Vers./Steuer 50,-- €
- Benzin 200,-- €
- Software 50,-- €
- Krankenversicherung 300,-- €
- sonst. Versicherungen 100,-- €
---------------------------------
bleibt übrig 1.100,-- €

1.100,-- € / 160 Stunden = 6,87 €

Ist natürlich nur grob beispielhaft, der eine hat mehr Materialeinsatz, der andere kein Büro, dem nächsten gelingt es nicht, 120 Stunden mit 20,-- EUR/h am Markt durchzusetzen, ein weiterer muß zur Erledigung mehr als 40 Stunden nicht fakturierbarer Zeit aufwenden ...
 
Na nehmen wir mal dann:

70 Std.*65 Euro
70 Std.*0 Euro

=4550 Euro
- 1000 (was du da hast, die KK zählt nicht dazu!)

= 3550 Euro / 140 Std = 25 Euro

Bei dir wären es korrekt 1400/160= 8,75 Euro ;)


Das Problem ist, das die leute die sich selbständig machen keine Gedanken darüber machen, was die als Stundenlohn (Wenn sie so abrechnen können) nehmen müssen.

Man muss als Selbständiger das mind. 3 Fache des Bruttostundenlohns als Angestellter berechnen.
 
Naja bei einen Marktverkäufer übers Jahr gerechnet:
110 Verkaufstage x 14 h Arbeitszeit
500 h Organisation, Wareneinkauf, etc.

Umsatz 70.000 Euro
Wareneinkauf 42.000 Euro
Umsatzsteuerdifferenz: 3000 Euro grob (ein Teil 7 ein Teil 19 %)
Warenverluste: 2000 Euro
Standgebühren: 3500 Euro
Fahrzeugkosten: 3000 Euro
sonstige Kosten: Verpackungsmaterial, Telekommunikation, Papierkram: 500 Euro
= 16.000 Euro/ 2040 h = 7,84 Euro brutto

davon gehen dann noch 3700 Euro Krankenkasse ab :ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ihr beiden vorrechnet sind "richtige" Selbständige. Ich denke, die veröffentlichte Statistik sind die Art Selbständige, die weisungsgebunden arbeiten, aber eben auf Honorar abrechnen, wie Kosmetiker(innen), Friseur(innen), Call-Center-Agent(innen), Promoter(innen), teils Verkäufer, die nur lausigen Stundenlohn kriegen und nicht mal Umsatz - aber es gibt eben noch zu viele, die solche Aufträge annehmen, sonst würde das nicht klappen...

Bei Branchen wie Taxifahrern und Vertretern gibt es dann wieder nur Umsatzbeteiligung, da schafft man dann auch mal für lau den ganzen Tag, weil der Auftraggeber den Einsatzort und die Arbeitszeit bestimmt...

Ich wußte gar nicht, dass Standgebühren auf dem Markt niedriger sind als auf ner Messe oder bei nem Discounter oder Baumarkt, wieder was gelernt...
 
Was ihr beiden vorrechnet sind "richtige" Selbständige.
Gibt sicher auf beiden Seiten genug die keine 8,50 Euro Brutto haben. Problem ist halt in jedem Fall das bei 3700 Euro Mindestversicherungssatz der Krankenkasse nur noch ein Hungerlohn bleibt.

Ich wußte gar nicht, dass Standgebühren auf dem Markt niedriger sind als auf ner Messe oder bei nem Discounter oder Baumarkt, wieder was gelernt...
Manchmal ist es auch ganz kostenlos, dann aber sicher nicht auf den Märkten auf denen die Topumsätze zu erwarten sind.
 
Gibt sicher auf beiden Seiten genug die keine 8,50 Euro Brutto haben. Problem ist halt in jedem Fall das bei 3700 Euro Mindestversicherungssatz der Krankenkasse nur noch ein Hungerlohn bleibt.
Manchmal ist es auch ganz kostenlos, dann aber sicher nicht auf den Märkten auf denen die Topumsätze zu erwarten sind.

Also bei dem Mindestversicherungssatz gibt es von Kasse zu Kasse Unterschiede, es sei denn, dass sich da vor Kurzem was geändert hat, muss ich mal nachhaken..
Auf Messen kann man auch einen Flop landen oder andren Standorten, aber bei ner Messe zahlt man dafür eben mal 2500 € bis 6000 € für 10 Tage...was sich in meinem Bekanntenkreis ein paar Leute geteilt haben und haben "nur" Adressen bekommen...wenn sie die aufsuchen wollen, müssen sie wieder 250 km fahren
 
Also bei dem Mindestversicherungssatz gibt es von Kasse zu Kasse Unterschiede, es sei denn, dass sich da vor Kurzem was geändert hat, muss ich mal nachhaken..

Bei privaten Krankenkassen stimmt das, aber bei denen verhungert man dann halt im Alter wenn es teuer wird :ugly:

Egal...ich weiß jedenfalls warum ich nie vollständig selbstständiger Marktverkäufer werde :p
 
@naturschonen
Das sind aber eigentlich keine Selbständigen die du meinst, bzw. sollten es nicht sein und wenn der Zoll das bemerkt, dann sind sie es auch nicht mehr...

Hier stellt sich auch die frage, wie viele der selbständigen, die da angaben zu gemacht haben haben auch Schwarz noch was verdient? Es gibt ja Branchen wo das ja schon Alltag ist... Das müsste dann auch eingerechnet werden...
 
@naturschonen
Das sind aber eigentlich keine Selbständigen die du meinst, bzw. sollten es nicht sein und wenn der Zoll das bemerkt, dann sind sie es auch nicht mehr...

Hier stellt sich auch die frage, wie viele der selbständigen, die da angaben zu gemacht haben haben auch Schwarz noch was verdient? Es gibt ja Branchen wo das ja schon Alltag ist... Das müsste dann auch eingerechnet werden...

Ist ja auch meine Meinung, aber in der Statistik stehen sie nun mal.
Mit dem Zoll hatten wir schon mal Kontakt, dem ist das zwar bekannt, aber er kann nicht viel machen.
Das Irre daran ist, dass z.B. bei Promotion die Aufträge meist über Agenturen verteilt werden. Die Agenturen kriegen dabei pro Auftrag pro Mitarbeiter 600 - 800 € täglich plus 1,50€ km-Geld, was teils 2 x abgerechnet wird, weil die Promoter besucht werden müßten...da ist der Zoll am ermitteln, allerdings mit wenig Erfolg.

Und bei Krankenkassen meinte ich schon die gesetzlichen. Bei manchen wird ein Mindesteinkommen von 1400 € zugrunde gelegt, was immer noch teuer genug ist.
Bei privaten kann man eine hohe Selbstbeteiligung vereinbaren, Selbständige werden einfach anders krank als Angestellte, was mE was mit dem Unterbewußtsein zu tun hat, deshalb reicht oft eine Versicherung für wirkliche Notfälle
 
Und bei Krankenkassen meinte ich schon die gesetzlichen. Bei manchen wird ein Mindesteinkommen von 1400 € zugrunde gelegt, was immer noch teuer genug ist.
Bei privaten kann man eine hohe Selbstbeteiligung vereinbaren, Selbständige werden einfach anders krank als Angestellte, was mE was mit dem Unterbewußtsein zu tun hat, deshalb reicht oft eine Versicherung für wirkliche Notfälle

naja die müssen ja eine Untergrenze setzen, sonst wären ja manche fürn Appel und Ei versichert, was es allen anderen ja teurer machen würde.
Naja ob man anders Krank ist würde ich bezweifeln, würde eher sagen, das diese dann erst recht noch arbeiten, weil Sie ja es müssen...
 
Was ihr beiden vorrechnet sind "richtige" Selbständige. Ich denke, die veröffentlichte Statistik sind die Art Selbständige, die weisungsgebunden arbeiten

Nein, die Statistik meint die von Dir als "richtig" bezeichneten Selbständigen. Blätter mal ein bißchen durch die Onlineausgaben der Tageszeitungen, da sind Beispiele wie Kioskbesitzer etc. genannt.

Nicht so hoch, aber dafür in der Regel vollkommen wertlos ist auch noch der Pflichtkammerbeitrag, der schon bei der Hälfte Jahresgewinn des nichtpfändbaren Einkommens ansetzt :ugly:
 
Ich kann ja mal die andere Seite zeigen:

SAP-CO-Berater (Controlling), Freiberufler, 36 Jahre.
Projekt: Einführung SAP in einem SDAX-Unternehmen.
Projektdauer 2 Jahre, Manntage 380.

Rechnung: pro Manntag 1.250 Euro zzgl. Mwst, Fahrkosten, Spesen (Hotel, Verpflegung)

Die Rechnung für November sah so aus:
16 MT * 1.250 = 20.000 Euro netto + MwSt.

Auto brauchte er nicht, kam mit der Bahn und Bus -> Spesen
12 Übernachtungen im Hotel -> Spesen

Und bei dem, was zum Beispiel ein Fachanwalt bei Unternehmen berechnet, ist das noch günstig. So ein Spezialist für "geräuschfreie Kündigungen von Betriebsräten" ruft auch gerne schon mal 800 Euro pro Stunde auf.

Marty
 
Ich kann ja mal die andere Seite zeigen:

2 Jobs die ich nicht geschenkt haben wollte, nö Geld haben und verdienen ist ja schön und gut aber die sind nur was für Leute die außer Geld und Karriere nix haben im Leben ;)

Tja, der auf der Galeere früher mit der Peitsche wurde auch etwas besser behandelt als die Ruderer :ugly:
Ich weiß nicht ob das Bild passt, der eine ist eher der Meuchelmörder für die unbequemen, aufständigen Sklaven, der andere eigentlich Obersklave der sich soviel streßt das er er zwar alles bekommt was er sich wünscht aber dafür mit 45 zusammenklappt und dann von dem Geld auch nix hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Grüne fordern reduzierten Mindestlohn für jüngere Arbeitnehmer

Folgende News wurde am 29.01.2014 um 18:03:41 Uhr veröffentlicht:
Grüne fordern reduzierten Mindestlohn für jüngere Arbeitnehmer
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Berlin (dts) - Jüngere Arbeitnehmer sollten nach Auffassung der Grünen auch künftig keinen generellen Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde haben."Ein Mindestlohn sollte zum Beispiel keinen Anreiz dafür setzen, dass junge Menschen jobben gehen und dafür auf eine Ausbildung verzichten", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Brigitte Pothmer, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Sie schlug vor, die Höhe des Mindestlohns nach Alter oder Berufserfahrung zu staffeln, damit Jugendliche nicht durch die Aussicht auf 8,50 Euro Stundenlohn in einfache Hilfsarbeiten gelockt werden."In diesem Bereich brauchen wir eine tragfähige und unkomplizierte Lösung, dabei können die Erfahrungen unserer europäischen Nachbarn hilfreich sein", sagte die Grünen-Politikerin. Beispiele für solche gestaffelten Mindestlöhne liefern etwa die Niederlande und Großbritannien: In den Niederlanden gilt der Mindestlohn von derzeit 1485,60 Euro je Monat (etwa 9,30 Euro je Stunde) erst ab einem Alter von 23 Jahren an. Für Arbeitnehmer im Alter von 15 bis 22 Jahren sind es dagegen nur 30 bis 85 Prozent des vollen Mindestlohns. In Großbritannien beträgt der allgemeine Mindestlohn 6,31 Pfund (umgerechnet 7,65 Euro) je Stunde. Bis zu einem Alter von 21 Jahren gelten jedoch reduzierte Sätze von 3,72 und 5,03 Pfund. Mit Blick auf die jüngsten politischen Auseinandersetzungen über mögliche Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn wehrte sich die Grünen-Politikerin Pothmer zugleich entschieden gegen den Eindruck, die Grünen wollten keinerlei Unterschiede zwischen regulären Arbeitsverhältnissen und anderen Vertragsformen zulassen."Niemand fordert einen Mindestlohn für Auszubildende und Praktikanten, die noch die Schule besuchen oder studieren", betonte sie. Allerdings dürfe der gesetzliche Mindestlohn auch nicht durch "ausufernde Ausnahmen" ausgehöhlt werden. Den Unionsparteien warf Pothmer vor, insgeheim genau dies anzustreben.
 
Och nö, warum müsst ihr euch immer wieder selbst ins Abseits kicken...die Ausbildungsvergütungen sind ja selbst nicht mehr so gering, da kommt doch keiner auf so ne Schwachsinnsidee....
 
Och nö, warum müsst ihr euch immer wieder selbst ins Abseits kicken...die Ausbildungsvergütungen sind ja selbst nicht mehr so gering, da kommt doch keiner auf so ne Schwachsinnsidee....

Ausbildungsvergütungen und nicht gering?
Als Beispiel nehme ich mal einen Azubi im Bereich KFZ-Mechatronik, Handwerk (nicht Industrie^^), da gibts im 1. Lehrjahr ca. 450 € brutto, das sind knapp 2,80 die Stunde :ugly:
Lehrjahre sind zwar keine Herrenjahre, aber das nicht gering zu nennen... Nunja...

Was mich viel mehr ärgert, ist, dass die Grünen anscheinend nicht bedenken, dass man eben gerade in jungen Jahren Geld braucht, denn das ist die Zeit, wo man von zu Hause auszieht, unabhängig werden möchte und sich seine Lebensgrundlage aufbaut. Man zieht in seine erste (Miet-)Wohnung oder sein erstes Eigenheim, macht seinen Führerschein, kauft sich ein KFZ, gründet eine Familie, will Kapital fürs Alter ansparen usw.
Das alles macht man mit Anfang 20, wenns hoch kommt vllt mit Ende 20 und fängt damit nicht mit 40 oder 50 oder kurz vor der Rente an... und braucht dafür Geld.
Wenn jemand weniger braucht, dann ältere Menschen die kurz vor der Rente stehen und sich ihre Lebensgrundlage (in den meisten Fällen) bereits aufgebaut haben und allerhöchstens nur noch kleinere Summen für den Lebensabend zum bereits vorhandenen Kapitalstock dazu geben...
Wenn überhaupt, dann doch lieber gleiches Recht und gleiches Geld für alle^^