Weil viele Jugendliche in der Berufsausbildung sind und die Löhne dort -verständlicherweise- niedriger sind .. Sonst würde man in der Berufsausbildung monatlich brutto locker 1.000 Euro verdienen? :ugly:

Naja man kann das ja aufsplitten indem man sagt z.B. ihr seid zu 50 % zu Ausbildungszwecken hier (unbezahlt) und 50 % ist Arbeitskraft die wir nutzen, unterm Strich ist dann halt 4,25 Euro/h halt in der Ausbildung fair.

Wurde bei unseren Doktoranden auch gemacht die 20 h Stellen hatten aber locker 40 h da waren, aber die 40 h wurden halt zum größten Teil für ihre Doktorarbeit genutzt...
 
Es geht doch einfach da rum, dass die Jugendliche eine Ausbildung vorziehen und einen Job mit Mindestlohn ohne Ausbildung!
 
Es geht doch einfach da rum, dass die Jugendliche eine Ausbildung vorziehen und einen Job mit Mindestlohn ohne Ausbildung!

Soviel ist klar, halte ich aber für Quatsch, auch Jugendliche ohne Ausbildung können heute 8,50 Euro und mehr verdienen und machen trotzdem eine Ausbildung. Wenn sie selber nicht langfristig genug denken übernehmen das ja dann auch meist noch die Eltern für sie.
 
Leider eben nicht. Und wenn dem so ist übernimmt vor allem nur einer die Konsequenzen daraus: Die Gesellschaft bzw. die Saatskasse.

Bei den Leuten bei denen es nicht so ist liegt es doch aber auch nicht daran das man zu früh für 4-7 Euro schuften geht sondern eher daran das man sich dann lieber gleich das Leben mit Hartz 4 einrichtet.

Ich sehe jedenfalls kein neues Problem dabei.
 
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Dresden: Professor hält einen Mindestlohn von 4,60 Euro im Osten für ausreichend

Folgende News wurde am 15.08.2014 um 17:05:00 Uhr veröffentlicht:
Dresden: Professor hält einen Mindestlohn von 4,60 Euro im Osten für ausreichend
Shortnews

Professor Marcel Thum vom Ifo-Institut Dresden hat mit zwei Kollegen eine Empfehlung veröffentlicht, wonach sie einen Mindestlohn von 4,60 Euro in Ostdeutschland für ausreichend halten. Das würde nur fünf Prozent der Arbeitnehmer betreffen, die dann eine Lohnerhöhung bekämen. Den geplanten Mindestlohn der Bundesregierung von 8,50 Euro, welcher ab dem Jahr 2015 flächendeckend eingeführt werden soll, halten die Forscher für viel zu hoch, das würde zum Verlust von Arbeitsplätzen führen. Bei der Einführung des Mindestlohns im nächsten Jahr gelten in Ostdeutschland bereits Ausnahmen, so beispielsweise für Leiharbeiter, welche weniger bekommen. Mehrere Branchen wollen bis dahin auch noch Tarifverträge aushandeln, damit weiterhin unter dem Mindestlohn bezahlt werden kann.
 
hm, der 1.april ist doch schon vorbei.......denk,

man muss nur richtig suchen, sch....e findet man ueberall,
und wenns in einem professorenhirn is.

hier hats auch nen mindestlohn, der ist zwar verschieden hoch in den laendern,
es gibt aber keine ausnahmen fuer leute die auf stundenlohn arbeiten.

peter
 
Verband: Mindestlohn kostet jeden vierten Taxifahrer den Job

Folgende News wurde am 24.09.2014 um 07:07:22 Uhr veröffentlicht:
Verband: Mindestlohn kostet jeden vierten Taxifahrer den Job
Finanznews

Frankfurt/Main (dpa) - Zehntausende Fahrer könnten nach Einschätzung des Deutschen Taxi- und Mietwagenverbands zum Jahreswechsel ihren Job verlieren. Am 1. Januar wird der flächendeckende Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt. «Das überfordert uns komplett», sagte der Präsident des Verbandes, Michael Müller, der dpa. Verhandlungen über einen ersten bundesweiten Tarifvertrag im Taxigewerbe waren Mitte des Monats gescheitert. Derzeit beträgt der Durchschnittslohn zwischen 6,00 und 6,50 Euro die Stunde. Es gebe aber große Unterschiede: In Mecklenburg-Vorpommern liege er zum Teil bei 3,50 Euro.
 
Bäckerhandwerk: Mindestlohn macht Brot und Brötchen teurer

Folgende News wurde am 22.11.2014 um 09:37:59 Uhr veröffentlicht:
Bäckerhandwerk: Mindestlohn macht Brot und Brötchen teurer
Top-Themen

Berlin (dts) - Der von der großen Koalition beschlossene Mindestlohn wird nach Ansicht des Bäckerhandwerks Brot und Brötchen verteuern und ostdeutsche Bäckereien in die Pleite treiben."Aufgrund des Mindestlohns werden Backwaren teurer", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands, Amin Werner, dem Nachrichtenmagazin "Focus". Viele Bäckereien hätten schon Preise erhöht. Ostdeutsche Bäcker hätten berichtet, sie würden etwa zehn Prozent mehr verlangen. Die scharfe Konkurrenz der Discounter verhindere aber, die höheren Kosten komplett weiterzugeben, so Werner."20 bis 30 Prozent der handwerklichen Bäckereien in Ostdeutschland werden den Mindestlohn nicht überleben." Die Not im Osten ist offenbar so groß, dass das Bäckerhandwerk sich in einem Brief an die Arbeitsmarktpolitiker des Bundestags gewandt hat und "eine befristete gesetzliche Übergangsregelung" fordert, schreibt der "Focus" weiter. Der Mindestlohn solle zwei Jahre ausgesetzt bleiben. Andernfalls seien Arbeitsplätze in Gefahr. In der großen Koalition schließt man Änderungen am Mindestlohn jedoch aus. Die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese (SPD), sagte: "Das Gesetz ist beschlossen und tritt in wenigen Wochen in Kraft." Alle Branchen hätten genug Zeit und Möglichkeiten gehabt, sich auf den Mindestlohn vorzubereiten.
 
Nach Tariflohn dürfte schon heute niemand unter 8,50 Euro die Stunde in jedem Bäckerhandwerk verdienen. Sei es die Verkäuferin geschweige der Bäcker. Also jammern wieder diese Betriebe weswegen genau dieser Mindestlohn eingeführt wurde. Beschäftigung zu Dumpinglöhnen wird nicht mehr toleriert und Mitleid habe ich schon garnicht mit denen.
 
Merkel stellt Korrekturen beim Mindestlohn in Aussicht

Folgende News wurde am 21.01.2015 um 16:33:44 Uhr veröffentlicht:
Merkel stellt Korrekturen beim Mindestlohn in Aussicht
Top-Themen

Greifswald/Berlin (dpa) - Drei Wochen nach dem Start des gesetzlichen Mindestlohns hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) Änderungen für weniger Bürokratie in Aussicht gestellt.
«Denn wir wollen kleineren Unternehmen das Leben nicht zu einer dauerhaften bürokratischen Herausforderung machen», sagte sie beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbands in ihrem Wahlkreis in Greifswald.
Der Parlamentskreis Mittelstand (PKM) der Unionsfraktion will der Fraktion schon am 3. Februar einen Antrag zur Abstimmung stellen, der Dokumentationspflichten für Firmen abschwächen soll. SPD und Gewerkschaften pochen auf strenge Regeln.
Merkel sagte, der Mindestlohn von 8,50 Euro sei von weiten Teilen der Gesellschaft gewünscht worden. Nun werde sich die Regierung die Entwicklung drei Monate ansehen und dann überlegen, wie gegebenenfalls Bürokratie abgebaut werden könne. Somit zeichnet sich ein Konflikt zwischen Union und SPD ab. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa): «Das Gesetz ist seit drei Wochen in Kraft, da sehe ich überhaupt keine Notwendigkeit, es zu ändern.»
Der CDU-Abgeordnete und PKM-Chef von Christian von Stetten sagte: «Die reale Wirtschaft ist kein SPD-Programmparteitag.» Die Wirtschaftspolitiker der Union hätten Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) mehrfach vor einem bürokratischen Monster gewarnt. Merkel müsse Nahles anweisen, Ausführungsbestimmungen unverzüglich zu ändern.
Die CSU will das Mindestlohn-Gesetz wegen der vielen Beschwerden aus der Wirtschaft auf die Tagesordnung des nächsten Koalitionsausschusses setzen. «Arbeitsplatzvernichtung und Bürokratiewahnsinn waren im Koalitionsvertrag nicht vereinbart», sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer. Die CSU stehe zum Mindestlohn. Aber Arbeitsministerin Nahles habe bei der Umsetzung «schwere handwerkliche Fehler» gemacht.
Von Stettens Antrag zielt darauf ab, dass Unternehmen künftig für weniger Beschäftigte die exakte Arbeitszeit konkret aufzeichnen müssen als bisher. Eine gültige Verordnung aus Nahles` Ressort sieht vor, dass dies bis zu einem Monatsgehalt von 2958 Euro brutto geschehen muss. Betroffen sind Minijobber sowie neun für Schwarzarbeit besonders anfällige Branchen, etwa das Bau- und Gaststättengewerbe. Laut den Unions-Wirtschaftspolitikern erreichen nur wenige Ausnahmefälle die Schwelle. Sie solle auf 1900 Euro gesenkt werden. Zudem sollten nicht mehr alle Minijobber betroffen sein.
Oppermann betonte: «Die exakten Bestimmungen im Gesetz sind eine klare Botschaft an die Arbeitgeber: Wir dulden keine Mogelei.» Der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Carsten Linnemann, sagte der dpa: «Für den Mittelstand sind die Dokumentationspflichten eine völlig unnötige, große Belastung.» Man dürfe nicht nur Konzerne mit großen Verwaltungen als Maßstab nehmen.
Nahles setzt auf wachsende Erfahrungen. «Die Kanzlerin hat darauf hingewiesen, dass es Sinn macht, erst einmal die Entwicklung zu beobachten», sagte ein Sprecher, «und sich dann zusammenzusetzen und die Auswirkungen zu analysieren.» Das Ministerium beobachte die Umsetzung des Mindestlohns, aber auch Missbrauchskonstellationen. Die SPD-Sozialexpertin Katja Mast sagte der dpa: *«Ohne Aufzeichnungspflicht macht der Mindestlohn keinen Sinn.»
Der DGB lehnt Korrekturen ab. Vorstandsmitglied Stefan Körzell sagte der «Saarbrücker Zeitung» (Donnerstag): «Eine Einschränkung der Dokumentationspflicht wäre kein Abbau von Bürokratie, sondern ein Spiel mit dem Feuer.» Industriepräsident Ulrich Grillo kündigte an, mit Nahles über die bürokratischen Probleme zu sprechen. Es sei schwierig, wenn durch den ohnehin schwer verdaulichen Mindestlohn weitere administrative Hürden aufgebaut würden.
 
Aber Arbeitsministerin Nahles habe bei der Umsetzung «schwere handwerkliche Fehler» gemacht.


Da kann ich nur zustimmen, trotz Mindestlohn erhalten Zeitungsausträger oft nur 2,5 Euro die Stunde oder noch weniger.
 
Wenn ich an die ganzen Sub Unternehmen denke wird mir schon schlecht gerade im Handwerksbereich.
Oder an den bekannten Arbeitsstrich in Deutschland wo es Leute gibt die Tag für Tag warten das ein Auto kommt und selbst unsere türkischen Mitbürger die nicht richtig unsere Sprache verstehen von ihren Landsmännern ausgenommen werden um ein Gewerbe anzumelden um letztlich für 5,00€ oder weniger als Selbstständiger zu funktionieren.


Aber Arbeitsministerin Nahles habe bei der Umsetzung «schwere handwerkliche Fehler» gemacht.


Da kann ich nur zustimmen, trotz Mindestlohn erhalten Zeitungsausträger oft nur 2,5 Euro die Stunde oder noch weniger.
 
Da kann ich nur zustimmen, trotz Mindestlohn erhalten Zeitungsausträger oft nur 2,5 Euro die Stunde oder noch weniger.
Da muss man etwas differenzieren.
1. Jugendliche sind ja komplett vom Mindestlohn ausgenommen, da könnte das 2,50€ passen.
2. Alle anderen fallen unter die Ausnahme für Zeitungsausträger und die besagt, dass 75% des Mindestlohns zu zahlen sind (also 6,38€ die Stunde).
3. Wenn der volljährige Zeitungsausträger neben der Zeitung auch noch Werbeprospekte austrägt, fällt er schon nicht mehr in die Ausnahmeregel und kriegt den vollen Mindestlohn.

Quelle: https://www.mindestlohn.de/hintergrund/faq/

Wobei das Durchsetzen immer wieder interessant wird. Vor allem beim Zeitungsaustragen findet man vermutlich sehr schnell irgendwelche Schüler, die ihr Taschengeld aufbessern wollen und da hat man als Arbeitgeber leichtes Spiel.

anddie
 
3. Wenn der volljährige Zeitungsausträger neben der Zeitung auch noch Werbeprospekte austrägt, fällt er schon nicht mehr in die Ausnahmeregel und kriegt den vollen Mindestlohn.



Wobei das Durchsetzen immer wieder interessant wird. Vor allem beim Zeitungsaustragen findet man vermutlich sehr schnell irgendwelche Schüler, die ihr Taschengeld aufbessern wollen und da hat man als Arbeitgeber leichtes Spiel.

anddie
Wir tragen Zeitungen + Werbung, beide über 18 und kommen NICHT auf den Mindestlohn ( bei weitem nicht )
Das liegt daran das die Laufzeiten mit denen die Verlage rechnen absolut fern der realität sind.

Für diesen Job findet sich auch kein Schüler da wir nachts arbeiten ( anfang ist um 2 Uhr )

Mit der Stücklohngeschichte wird der Mindestlohn einfach ausgehebelt
 
Nicht ganz. Auch dazu gibt es Regelungen. Aber da hilft es meist nur, gegen den Arbeitgeber zu klagen (oder mal den Zoll zu informieren).

anddie

Klar gibt es regeln, aber solange der Arbeitgeber bestimmt wie lange ich zu brauchen habe hilft alles nichts.
Übrigens, dieses vorgehen ist in dieser Brance absolut normal und kommt in ganz Deutschland vor.

Klagen = Arbeitsplatzverlust = besser nicht

Absolut nicht, der Mindestlohn gilt auch bei Stück- und Akkordlohn, aber wo kein Kläger da kein Richter ne ;)... bei 2,50 pro Stunde hätte man aber auch schon vor 2015 auf einen Lohn klagen können der nicht sittenwidrig ist

siehe oben.

zum lesen:
https://www.rbb-online.de/kontraste...uck-mindestlohn-nur-fuer-die-schnellsten.html
 
Klagen = Arbeitsplatzverlust = besser nicht

Wenn Du Deine Rechte nicht durchsetzen willst und stattdessen lieber Deine eigene Ausbeutung unterstützt dann brauchst Du Dich hier im Forum auch nicht beklagen das ein Mindestlohngesetz "einfach ausgehebelt wird"

Wenn Dir Zeitungen austragen für 2,50 pro Stunde Spaß macht dann machst Du eben weiter so und dann ist Dir scheinbar auch der Lohn egal (kann eigentlich nur der Fall sein wenn man sowieso vom Staat alimentiert wird der einem vom Mehrverdienst fast alles wieder abnimmt, Systemfehler blabla... )
 
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