Wir hatten und haben in Griechenland alle mehrfach unseren Kopf in der Schlinge.
Jetzt ja. Aber es gab mal eine Zeit, da wir (im Sinne meiner "Volksvertreter") uns entschieden haben, den Kopf überhaupt erst in die Schlinge zu stecken. Und darauf will ich hinaus.

Irgendwer hat mal entschieden, dieses Fass ohne Boden zu kaufen. Ich will wissen warum. Wie gesagt - es gibt für einen Bauern keinen Grund, eine tote, halb verweste Kuh zu kaufen. Die kann man nicht schlachten, sie gibt keine Milch und zeugt auch keine kleinen Kälbchen mehr. Sie liegt nur da und stinkt. Welcher Vollidiot hat nun also Griechenland eingekauft?

Und man sagt "Nein" zum Schuldenschnitt. Was soll der Quatsch? Griechenland wird nie die Schulden zurück zahlen können. Das weiß jeder. Ein Schuldenschnitt muss kommen. Oder, und das ist im Kapitalismus natürlich auch möglich, man addiert die Zinsen und Zinseszinsen immer munter weiter auf, juckt sowieso keinen Schwanz und irgendeine Weltwirtschaftskrise wird sie mit der Insolvenz schon irgendwann retten...?

Also ganz ehrlich: Wenn ich hier von Vorsatz ausgehen würde, wäre das Verrat. Verrat an Deutschland und seinen Bürgern (schließlich hat man Steuergeld verschenkt, von dem man wusste, dass es nicht mehr zurück gezahlt wird), der EU und letztlich sogar am griechischen Volk (abzüglich der handvoll Milliardäre). Also solche Leute müssten dann dringend aus dem Verkehr gezogen und inhaftiert werden. Sie sind gefährlich.

Bevor ich so weit gehe, unterstelle ich lieber Unfähigkeit und Dummheit. Ist zwar im Ergebnis nicht besser, aber ich bewahre mir wenigstens noch ein klein wenig den Glauben an das Gute im Menschen.
 
Die Punkte 3 und 4 hören sich sehr naheliegend an. Gerade im Angesicht der Jobrotation, die gerne in Ministerämtern durchgeführt wird. Nun mögen die Minister nicht die Hauptarbeit machen und man vergleichbar mit einem DAX-Konzern sagen, dass da der IT-Vorstand auch nicht wissen muss, wie man einen Server administriert, aber ich bin doch der Meinung, dass man als Minister zumindest ansatzweise Qualifikation durch Fachwissen nachweisen können sollte.

Dazu kommt dann ein Lobbywesen, dass so undurchschaubar und groß ist, daß wir überhaupt kein Gefühl für das Ausmaß bekommen -> https://www.youtube.com/watch?v=q6UJcLyYJ14

Da laufen hunderte Menschen rund um den und sogar durch den Bundestag, deren einziger Job es ist, den Politikern zuzuflüstern, was gut für die jeweiligen Auftraggeber ist...

Und ich glaube wirklich, dass Josef Ackermann einst beim Frühstück erwähnte, wieviele Staatsanleihen Griechenlands so im Portfolio bei der Deutschen Bank liegen würden, und wie blöd das doch wäre, wenn man da Sonderabschreibungen machen müsste. Der Gewinn der DB würde sinken, die Eigenkapitalrendite, das Flagschiff des deutschen Bankenwesens, das müsse doch der Kanzlerin klar sein... und ob es da nicht die Möglichkeit gäbe, vielleicht hier oder da was zu drehen...

Das wird da nicht anders laufen, als beim Fussballverein um die Ecke. Der kleine Klüngel, den wir täglich vielleicht auch mitmachen, mal in ganz gross. Und das gepaart mit der Tatsache, dass die Lobbyisten absolute Profis sind, in dem was sie tun, und die Politiker eben nicht, weil gerne fachfremd.

Und so wie Oma Lotte immer noch auf die kostenlose Kaffeefahrt fährt, um dann für 2.000 Euro eine Matraze zu kaufen, so fährt Tante Angela immer noch zum kostenlosen Sommerfest der Deutschen Bank, um danach für viele Mrd. notleidende Staatsanleihen zu übernehmen.
 
Das Handeln der Politiker nach dem angegebenen Punkt 3 sieht man aber nicht erst seit kurzem ich beobachte das schon ein ganzes Jahrzehnt es wird nur immer deutlicher.
 
Welcher Vollidiot hat nun also Griechenland eingekauft?
Griechenland gehörte uns doch vorher auch schon. Nur eben nicht staatlichen Fonds und Zentralbanken, sondern unserer Privat- und Finanzwirtschaft, Groß- und Kleinanglegern. Plus Handelsbeziehungen, plus Beteiligungen an griechischen Unternehmen, die mit der Konjunktur stehen und fallen.
Viele, viele Menschen, die viel Geld hätten verlieren können. Daran hätte vielleicht auch dein Job und dein sauer Erspartes hängen können. Darauf hatten wir alle kein Bock. WIR wollten die tote Kuh loswerden. Und der Staat hat sie uns abgekauft. Das war nicht nur Ackermann. Darauf will ich hinaus. ;)

Ich will mal wissen wie im Aktien-Thread gejammert worden wäre, wenn die Deutsche Bank, Commerzbank und Co ihre Milliarden dort hätten abschreiben müssen.
 
Haha nein Griechenland hat noch Forderungen gegen Deutschland (Deutsches Reich) in Höhe von 120 MRD. Ich bin mal gespannt, ob die BRD Verwaltung zahlen muss :p Ich denke nicht da sie ja nur die Verwaltung ist. Die Italiener haben es auch schonmal versucht, wurde abgeschmettert da wie gesagt die Verwaltung nicht zuständig ist.


Ps.: Marty verlinkt youtube Videos merkwürdig, habe ich etwas verpasst?
 
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Viele, viele Menschen, die viel Geld hätten verlieren können. Daran hätte vielleicht auch dein Job und dein sauer Erspartes hängen können. Darauf hatten wir alle kein Bock. WIR wollten die tote Kuh loswerden. Und der Staat hat sie uns abgekauft. Das war nicht nur Ackermann. Darauf will ich hinaus. ;)
Also mein sauer Erspartes hat vor ein paar Jahren schon ein deutscher Immobilienfond durch gebracht. Für mich besteht und bestand da keine Gefahr :D

Aber was viel wichtiger ist: "Der Staat hat sie uns abgekauft"? Du, der Staat bist Du, ich und alle anderen. Die Verbindlichkeiten sind damit womöglich breiter verteilt, jetzt zahlt auch der Niedriglohnempfänger mit, der vorher so gar nix mit Griechenland am Hut hatte. Die Millio- und Milliardäre haben also ihre faulen Papiere auf das Volk abgewälzt.

Und überhaupt: Ja, es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn die größten deutschen Banken Abschreibungen in Milliardenhöhe hätten realisieren müssen. Aber so ist es nunmal, wenn man zockt. Man kann halt auch (mal) verlieren. Gewonnen haben sie ja in den letzten Jahren genug. Sie sind zu einer Macht aufgestiegen, die selbst der Politik diktieren. Das wäre die Möglichkeit gewesen, sie mal wieder etwas zu entmachten. Naja, Chance vertan, jetzt zahlen wir ihren Machterhalt und das schöne Leben von Ackermanns ehelichen und unehelichen Kindern, Enkeln und Urenkeln.

Ich will mal wissen wie im Aktien-Thread gejammert worden wäre, wenn die Deutsche Bank, Commerzbank und Co ihre Milliarden dort hätten abschreiben müssen.
Ach, also wer halbwegs intelligent aufgestellt ist, der verkraftet den Verlust auf der Seite und kompensiert ihn mit Gewinnen auf einer anderen. Das Geld ist ja nicht verschwunden, es liegt halt nur woanders.
 
Also mein sauer Erspartes hat vor ein paar Jahren schon ein deutscher Immobilienfond durch gebracht. Für mich besteht und bestand da keine Gefahr
Ärgerlich. Wäre die EZB da mal besser eingesprungen, hmm? ;)
Die Millio- und Milliardäre haben also ihre faulen Papiere auf das Volk abgewälzt.
Ja, und das Volk lässt jetzt die Griechen ausbluten, bis uns der Salat um die Ohren fliegt. Naja, jetzt gehört uns der Quatsch eben, nix zu machen. Dann lass uns doch einfach mal aus Mitgefühl den Schuldenschnitt machen.
Und überhaupt: Ja, es wäre eine Katastrophe gewesen, wenn die größten deutschen Banken Abschreibungen in Milliardenhöhe hätten realisieren müssen. Aber so ist es nunmal, wenn man zockt. Man kann halt auch (mal) verlieren. Gewonnen haben sie ja in den letzten Jahren genug.
Du vergisst nur zu gerne, dass wir mit im Laufrad rennen. Wir lassen uns doch alle möglichen Finanzprodukte aufschwatzen, weil wir am liebsten alle gerne von den Zinsen leben würden. Ist uns doch auch scheißegal wer das am Ende bezahlt. Wir zeigen auf den Bösen Ackermann und kaufen gleichzeitig alles was uns der Finanzberater empfiehlt. Hallo? :LOL:
Ach, also wer halbwegs intelligent aufgestellt ist, der verkraftet den Verlust auf der Seite und kompensiert ihn mit Gewinnen auf einer anderen.
Falls es eine andere Seite gibt. Wir reden hier nicht über Dortmund-Aktien für ein paar Milliönchen, die da verrauchen.
 
Ärgerlich. Wäre die EZB da mal besser eingesprungen, hmm? ;)
Hätte mich gefreut. Den größten Teil der Deutschen sicherlich nicht. Ich hab's überlebt, frage mich aber schon, warum Banken da besser gestellt werden.

Ja, und das Volk lässt jetzt die Griechen ausbluten, bis uns der Salat um die Ohren fliegt. Naja, jetzt gehört uns der Quatsch eben, nix zu machen. Dann lass uns doch einfach mal aus Mitgefühl den Schuldenschnitt machen.
Nee, ausbluten lässt jetzt die Regierung. Das Geld, das sie da hin geschickt haben, war auch meins. Aber die Auflagen, die Griechenland im Gegenzug bekommen hat, kamen nicht von mir oder einem anderen Steuerzahler. Nur um das mal klar zu stellen.

Und den Schuldenschnitt würde ich gern machen. Nicht aus Mitgefühl, sondern aus logischer Erwägung heraus. Die Griechen können die Schulden nie zurück zahlen. Nie und nimmer. Klar können wir den Schuldenschnitt vermeiden, aber das ändert überhaupt nix. Das Geld sehen wir nie wieder. Auch nicht die nächsten Milliarden, die wir da oder woanders hin schicken. Mit Schuldenschnitt hätten wir aber wenigstens die Chance, ein Teil vom Geld zu retten.

Außerdem ist es dringend nötig, dass Griechenland investiert, statt spart. Bei einer Arbeitslosenquote von über 25% (fast 50% bei Jugendlichen), liegt derart viel ungenutztes Potenzial brach, dass man das gar nicht mit ansehen kann. Kürzt man die Renten und Sozialbezüge, nimmt man aus dem ohnehin nur schleppend laufenden Motor auch noch den letzten Antrieb. Kein Wunder, dass das deutsche Spardiktat da gar nicht gut ankam. Wobei ich noch immer nicht verstehe, wer dieses Land freiwillig eingekauft hat. Oder warum man es nicht sofort wieder raus geschmissen hat, nachdem bekannt wurde, dass sie ihre Bücher nicht nur geschönt, sondern de facto frei erfunden neu geschrieben haben. Naja, manchmal lohnt sich Betrug halt doch.

Ginge es nach mir: Schuldenschnitt (mindestens 50%), Rausschmiss aus der EU aber mit bilateralen Abkommen (oder gleich Freihandelsabkommen), wie etwa mit der Schweiz. Das sehe ich als einzige Möglichkeit.

Du vergisst nur zu gerne, dass wir mit im Laufrad rennen. Wir lassen uns doch alle möglichen Finanzprodukte aufschwatzen, weil wir am liebsten alle gerne von den Zinsen leben würden. Ist uns doch auch scheißegal wer das am Ende bezahlt. Wir zeigen auf den Bösen Ackermann und kaufen gleichzeitig alles was uns der Finanzberater empfiehlt. Hallo? :LOL:
Na wer ist denn "wir"? Ich war einmal bei einem Finanzberater und habe den Besuch sehr sehr sehr teuer bezahlt. Seitdem kümmere ich mich um meine Finanzen allein. Meine Gewinne halten sich sehr überschaubar in Grenzen, aber ich liege über dem derzeitigen Zins, der für Tages- oder Festgeldkonten gezahlt wird. Trotzdem werde ich nie von den Zinsen leben können (sofern ich nicht 1000 Jahre oder älter werde), aber ich bin ziemlich breit gestreut und ich meine, dass selbst die schlimmste Krise nicht mein gesamtes Vermögen vernichten kann. Im schlimmsten Fall verliere ich 80%, was zwar auch katastrophal wäre, aber ich würde nicht verhungern.

Wer nun sein ganzes Geld in Aktien beispielsweise der Deutschen Bank oder Commerzbank investiert hat oder hatte, hat ja auch nicht alles verloren. Die Aktien sind ja nicht wertlos verfallen. Sicherlich wurden einige Zertifikate ausgeknockt, andere sind horrend gestiegen. Die Aktien haben massive Abschläge hinnehmen müssen, aber wurden nicht wertlos. Sowas nennt man: Pech. Denn ich bin sicherlich kein Fan davon, dass jetzt alle Deutschen die Verluste bezahlen müssen. Und noch schlimmer: Dass die Banken genauso weiter machen können...
 
Hätte mich gefreut. Den größten Teil der Deutschen sicherlich nicht. Ich hab's überlebt, frage mich aber schon, warum Banken da besser gestellt werden.
Sie sind im Gegensatz zu uns "leider" systemrelevant.

Ich frage mich mittlerweile, wie gierig bin ich und was brauche ich wirklich?

Wir Deutschen sind so effektiv und fleißig. Bauen, basteln, erwirtschaften tadellos Überschüsse. Warum? Weil wir so blöde sind, zu glauben, dass wir das alles wiederbekommen und am besten mit mehr. Bullshit! Der typische Deutsche (ich pauschalisiere) will ackern und am Ende seiner Tage "versorgt" sein. Diese Sicherheit gibt es nicht! Kein Finanzprodukt, kein Edel-Rohstoff kann einem die Sicherheit geben am Ende oder im Notfall versorgt zu sein.

Die einzige Möglichkeit die man hat, ist sich jetzt gut zu versorgen (damit meine ich gesundheitlich), Mitmenschen gut zu versorgen (anderen gegenüber hilfsbereit zu sein) und die Natur zu respektieren, sogar als höchstes Gut zu achten. Würden alle Menschen so handeln, behaupte ich mal, dann müsste sich keiner über sein Ende oder einen Notfall sorgen.

Aber dem ist leider nicht so, wir leben in einer Welt wo man was bekommt, wenn man sich behauptet oder liquide erscheint, dann hat man das mit Zins zurückzuzahlen und das schafft man indem man mehr erwirtschaftet als man erhalten hat. Wenn man da nicht zum Egoisten wird, dann ist man eine coole Type. ;)
 
Der durchschnittliche Deutsche.

Wir gehen alle irgendwo ins selbe Casino. Die einen mit 100€, die anderen mit 100 Millionen.

Der durchschnittliche Deutsche ist nicht "alle". Der durchschnittliche Deutsche baut eher auf Lottoscheine als auf Aktien und hat wenig finanzielles Wissen - gut so, nur so kann man ihn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bis an sein Ende im Laufrad am treten halten.

Das eine Casino gibt es nicht, es sind annähernd unendlich Viele geworden die allerdings mehr oder weniger voneinander abhängen, die meisten Casinos sollte man vermeiden sie verteilen nur Geld um und langfristig gewinnt die Bank, viele andere wachsen langfristig immer und schaffen dabei Werte, benutzen auch Ressourcen die eigentlich allen gehören sollten, daher sollte eigentlich auch alle profitieren, jedoch gehen die Erträge meist in die Taschen weniger Menschen, aber nur deshalb weil die Mehrheit sich finanziell nicht emanzipiert...
 
Sie sind im Gegensatz zu uns "leider" systemrelevant.
So wird es gesagt. Aber eigentlich stimmt es nicht.

Muss eine Bank horrende Abschläge hinnehmen oder geht gar pleite, verlieren einige Leute viel Geld. Spareinlagen sind meist versichert, also müssen dann Versicherungen und andere Banken einspringen, die danach vermutlich ebenfalls Konkurs anmelden können. Alles ganz schnrecklich und ein großer Knall an den Finanzmärkten.

Wenn das Volk kein Geld mehr hat um einzukaufen, gibt es erstmal keinen großen Knall. Das liegt daran, dass die Märkte inzwischen global agieren und so ihre Gewinne (wenn auch weniger) erstmal auch woanders machen können. Aber der das belastet den Staat, die Sozialsysteme, Krankenkassen, ... eigentlich alle und das vor allem dauerhaft. Die Binnenwirtschaft stockt, die Lebensqualität im Lande sinkt und letztlich droht einer erheblichen Anzahl von Menschen Armut, die ihrerseits dann leicht zu hoher Kriminalität, Unruhen und vielleicht irgendwann zu Aufständen oder gar Krieg führen können.

Daher meine ich, dass das Eine ein Ende mit Schrecken, das andere hingegen ein Schrecken ohne Ende ist.

Die einzige Möglichkeit die man hat, ist sich jetzt gut zu versorgen (damit meine ich gesundheitlich), Mitmenschen gut zu versorgen (anderen gegenüber hilfsbereit zu sein) und die Natur zu respektieren, sogar als höchstes Gut zu achten. Würden alle Menschen so handeln, behaupte ich mal, dann müsste sich keiner über sein Ende oder einen Notfall sorgen.
Naja, leider klappt das so nicht. Von "Luft und Liebe" (und viel mehr ist es ja nicht, was Du meinst), hat noch niemand sein Brot gekauft und seine Miete bezahlt. Außer vielleicht die Kirche, die es nach jahrhundertelanger Zwangsrekrutierung zu ihrem Geschäftsmodell gemacht hat. Ansonsten sind Sozialberufe leider und unverständlicherweise am schlechtesten bezahlt. Man hat am Ende nur die Möglichkeit, so viel wie möglich nachhaltige Werte anzuhäufen für die Zeit, da das Arbeiten nicht mehr möglich ist (oder man die Schnauze davon voll hat).

Wenn alle Griechen morgen gesund leben (wie das ohne Geld auch immer möglich ist), sich gegenseitig über die Straße helfen und ein paar Bäume ehrenamtlich pflanzen würden, wäre damit noch immer kein Problem gelöst. Weder für den Einzelnen, noch für den griechischen Staat.

Der durchschnittliche Deutsche.
Wir gehen alle irgendwo ins selbe Casino. Die einen mit 100€, die anderen mit 100 Millionen.
Ich habe mit den großen Finanzblasen nichts zu tun. Ich habe mein Geld in Aktien von rentablen und etablierten Unternehmen investiert. Und in Fonds, die ihrerseits weltweit in bestimmte Firmen investieren, die ich für zukunftsträchtig halte.

Ich persönlich wäre nie auf die Idee gekommen, ein so "kaputtes" Land wie Griechenland einzukaufen. Da ist nichts drin und dran, was mich hätte interessieren können. Viel zu viel Probleme und Korruption, dazu haben sie noch die EU beschissen. Stünde überhaupt nicht auf meinem Einkaufszettel. Und andere Länder, die relativ früh in die EU gekommen sind, wären bei mir auch erst viel weiter unten aufgetaucht. Und wenn ich eins weiß, dann dass man beim Zocken auch verlieren kann. Nur wenn ich 1000 Euro verzocke, springt keine Merkel ein, gibt mir 2000 und sagt sanft "Versuch's einfach nochmal"...
 
Ich habe mit den großen Finanzblasen nichts zu tun. Ich habe mein Geld in Aktien von rentablen und etablierten Unternehmen investiert. Und in Fonds, die ihrerseits weltweit in bestimmte Firmen investieren, die ich für zukunftsträchtig halte.
Und diese Firmen haben nichts mit den großen Finanzblasen zu tun?
Wo parken die denn ihr Geld? Weißt du das?
 
Und diese Firmen haben nichts mit den großen Finanzblasen zu tun?
Wo parken die denn ihr Geld? Weißt du das?

Unternehmen haben ihr Eigenkapital + zusätzliches Fremdkapital in ihr Geschäft investiert, Aktien kauft man aber normal nicht bei der Emission oder bei einer Kapitalerhöhung eines Unternehmens sondern am Sekundärmarkt und davon haben die Firmen ja selbst nichts mehr, der dient Investoren nur dazu ihre Aktien an andere Investoren weiterzureichen und mit dem Geld das Photon für seine Aktien bezahlt hat kann dann selbstverständlich auch gezockt werden
 
Unternehmen haben ihr Eigenkapital + zusätzliches Fremdkapital in ihr Geschäft investiert, Aktien kauft man aber normal nicht bei der Emission oder bei einer Kapitalerhöhung eines Unternehmens sondern am Sekundärmarkt und davon haben die Firmen ja selbst nichts mehr, der dient Investoren nur dazu ihre Aktien an andere Investoren weiterzureichen und mit dem Geld das Photon für seine Aktien bezahlt hat kann dann selbstverständlich auch gezockt werden
Es ist unerheblich ob er seine Einlage selbst getätigt oder übernommen hat. Legt das Unternehmen seine Geldmittel schlecht an, geht die Aktie den Bach runter. Dabei muss nichtmal das Unternehmen selbst spekulieren, es reicht ja schon wenn sich die Bank massiv verzockt, bei der das Unternehmen nennenswertes Guthaben besitzt.
 
Und diese Firmen haben nichts mit den großen Finanzblasen zu tun?
Wo parken die denn ihr Geld? Weißt du das?
Na ich weiß, dass meine Aktien mir einen geringen Anteil einer Firma verschafft. Was die Firma mit dem Geld macht, ob sie es gut investiert oder ob sich davon die Manager ein neues Boot kaufen, weiß ich natürlich nicht im Detail. Ich kann mir die Quartalsberichte anschauen, kann an Versammlungen teilnehmen, ... aber letztlich weiß ich es nicht, nein.

Aber es ist trotzdem noch ein Unterschied, ob ich am Finanzmarkt mitspekuliere, was im Grunde ein Casino ist. Oder ob ich eben in reale Werte investiere. Natürlich ist gar nichts in der dieser Welt wirklich sicher - mit Ausnahme der Tatsache, dass man irgendwann stirbt und ohnehin alles verliert. Aber sonst?

Edelmetalle, Aktien, ... alles kann wertlos werden. Wenn es danach geht, dann braucht man gar nicht sparen. Man kann ja sowieso nichts mitnehmen und letztlich kann sogar ein Grundstück fast wertlos werden. Reicht schon, wenn jemand auf die Idee kommt, in der Nachbarschaft eine Autobahn, einen Flughafen, einen Tagebau, ein Atom- oder Kohlekraftwerk zu bauen. Oder auch ein Krieg, da wird der eine oder andere schon mal gern enteignet und verjagt.

Was man aber machen kann, ist das Risiko zu minimieren. Damit man nicht völligen Mist kauft, gibt es ja Kennziffern, wie etwa das KGV, KBV, KCV und KUV. Das alles sind nur Kennzahlen, eine Garantie gibt mir niemand. Aber das sind die Zahlen, anhand derer man eine Aktie durchaus bewerten kann, wenn man sich auch mal die Kursentwicklung der letzten 5 Jahre anschaut und ein wenig die Nachrichten zu einem Titel verfolgt.

Udn um mal die "Aktie" Griechenland zu bewerten: Bei der augenblicklichen wirtschaftlichen und politischen Lage in diesem Land wäre mir jeder Schein zu teuer, selbst bei einem KGV von 0,5 :D
 
Es ist unerheblich ob er seine Einlage selbst getätigt oder übernommen hat. Legt das Unternehmen seine Geldmittel schlecht an, geht die Aktie den Bach runter. Dabei muss nichtmal das Unternehmen selbst spekulieren, es reicht ja schon wenn sich die Bank massiv verzockt, bei der das Unternehmen nennenswertes Guthaben besitzt.

der Unterschied ist halt: hat er einen Investor/Spekulanten ausgezahlt, kann dieser damit weiter investieren/zocken
hat er das Geld in das Unternehmen gesteckt dann wird das Geld auch im Unternehmen genutzt

Das der Sekundärmarkt notwenig ist um den Primärmarkt überhaupt attraktiv zu machen ist aber klar
 
Tsipras wirbt in Brüssel für neuen Kurs im Schuldendrama

Folgende News wurde am 04.02.2015 um 10:47:51 Uhr veröffentlicht:
Tsipras wirbt in Brüssel für neuen Kurs im Schuldendrama
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Brüssel (dpa) - Der neue griechische Regierungschef Alexis Tsipras hat mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker über eine weitere Schuldenentlastung für sein krisengeschütteltes Land gesprochen.
Die Zeit drängt, denn das internationale Rettungsprogramm zum Verhindern einer Staatspleite läuft auf europäischer Seite Ende des Monats aus.
Der linksgerichtete Tsipras will am Vormittag in Brüssel auch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk zusammenkommen. Tusk führt die EU-Gipfel und bereitet diese auch vor. Pressekonferenzen sind weder nach dem Treffen mit Juncker noch mit Tusk geplant.
Juncker hatte am Dienstag Gesprächsbereitschaft gegenüber der neuen griechischen Links-Rechts-Regierung signalisiert, gleichzeitig aber gewarnt, in Europa sei nicht alles änderbar wegen eines einzigen Wahlresultats.
In Brüssel wird laut Diplomaten darauf gewartet, dass die Athener Regierung aus Linkspartei und Rechtspopulisten einen detaillierten Plan für das weitere Vorgehen präsentiert. Ein harter Schuldenschnitt, von dem Athen selbst inzwischen abrückt, wird von den Europartnern zurückgewiesen.
 
Und so beginnt nun das 6. Jahr der griechisch-europäischen Misere.

Es ist einfach so, dass die Griechen wählen können wen sie wollen, es wird das griechische Problem nicht lösen. Wie sollte Tsipras den gigantischen Schuldenberg auch reduzieren können? ;)
So lange die EZB die Griechen-Bonds annimmt kann sogar weiter aufgeschuldet werden, bis es eben den Euro selbst zerlegt. Der neuerliche Euro Kurssturz ist übrigens was ganz Normales und schon zig-fach in ähnlicher Weise passiert - bedenklich wäre es erst geworden wenn der Euro unter 1 USD gefallen wäre.
Ein weiterer Schuldenschnitt ist übrigens unmöglich, weil der Löwenanteil der griechischen Schulden mittlerweile in öffentlicher Hand ist und deshalb nicht einfach abgeschrieben werden können ohne Verwerfungen auszulösen.
 
Zuletzt bearbeitet:
EZB*setzt Griechenland massiv unter Druck

Folgende News wurde am 05.02.2015 um 11:09:30 Uhr veröffentlicht:
EZB*setzt Griechenland massiv unter Druck
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Berlin (dpa) - Für Athen wird es enger: Kurz vor dem Berlin-Besuch des griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis erhöht die Europäische Zentralbank massiv den Druck. Die EZB kippte eine Sonderregelung und erschwert damit den ohnehin angeschlagenen griechischen Banken den Zugang zu frischem Geld.
Varoufakis' heutiges Treffen mit seinem deutschen Kollegen Wolfgang Schäuble (CDU)*erhält dadurch besondere Brisanz. Varoufakis ist das erste Mitglied der Regierung des linksgerichteten Ministerpräsidenten Alexis Tsipras, das nach Berlin kommt.
Von 11. Februar an können griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite genutzt werden, wie die Währungshüter*am Mittwochabend mitteilten. Es sei nicht sicher, dass die Überprüfung von Athens Spar- und Reformprogramm erfolgreich abgeschlossen werde.
An den Finanzmärkten sorgte der EZB-Beschluss für große Verunsicherung. Es ist ein schwerer Schlag für die griechischen Banken, die am Geldtropf der EZB hängen. Sie können zwar weiter auf Notkredite der griechischen Zentralbank zurückgreifen. Diese sind aber höher verzinst als Geld von der EZB und damit teurer.
Athen befürchtet dem Vernehmen nach Panik-Reaktionen und reagierte empört. Ein Regierungssprecher sagte im griechischen Fernsehen: «Wir lassen uns nicht erpressen.» Das Finanzministerium erklärte, Athen werde seine Politik fortsetzen, das harte Sparprogramm zu beenden.
Ressortchef Varoufakis warb vor dem Treffen mit Schäuble um Unterstützung für die neue Schulden- und Sparpolitik seines Landes. «Ich denke, von allen Ländern in Europa verstehen die Deutschen am besten diese simple Nachricht. Wenn man eine stolze Nation zu lange demütigt und sie Verhandlungen und Kummer einer Schuldendeflationskrise aussetzt, ohne Licht am Ende des Tunnels, dann gärt es in dieser Nation irgendwann», sagte Varoufakis in einem ARD-Interview. Sein Land sei nicht allein Schuld an der Euro-Krise.
Athen macht vor allem Deutschland für harte Sparauflagen verantwortlich. Varoufakis hatte am Mittwoch von*Kanzlerin*Angela Merkel (CDU) eine Art Wiederaufbauplan gefordert, wie ihn die USA nach dem Zweiten* Weltkrieg mit dem Marshallplan aufgelegt hatten. Zugleich versicherte er mehrfach, dass sein Land nicht zur Schuldenpolitik früherer Jahre zurückkehren wolle.
Die Tsipras-Regierung strebt Erleichterungen bei der hohen Schuldenlast an. Von der Forderung eines harten Schuldenschnitts, den die Europartner ablehnen, war Athen zuletzt abgerückt und hatte stattdessen eine weitere Umschuldung ins Gespräch gebracht. Wenn Ende des Monats das EU-Hilfsprogramm ausläuft, könnten sich die Kassen des Landes und seiner Banken schnell leeren.
Schäuble hatte am Mittwoch die bisherigen Sparanstrengungen Griechenlands gelobt. Es müsse aber noch «unendlich viel» geleistet werden. Er sei nun gespannt darauf zu hören,*wie die Griechen sich ihren weiteren Weg*vorstellten.
Der CDU-Wirtschaftsrat warnte davor, vom harten Kurs gegenüber Athen abzurücken. «Entweder kassiert Tsipras seine Wahlversprechen oder er führt Griechenland in die Insolvenz», sagte Verbandspräsident Kurt Lauk der dpa. Schäuble werde Varoufakis klarmachen, «dass eine neue Regierung nicht die Regeln für ungültig erklären kann, die die Vorgängerregierung vereinbart hat».
Seit der Wahl vor knapp zwei Wochen regiert Tsipras' Bündnis der radikalen Linken (Syriza) gemeinsam mit der rechtspopulistischen Partei der Unabhängigen Griechen (AN.EL.). Beide haben zusammen eine klare Mehrheit von 162 Mandaten. Am Vormittag wurde das neue griechische Parlament in Athen vereidigt.
Der Eurokurs rutschte nach dem EZB-Beschluss unter 1,14 US-Dollar. Mit der bis dahin guten Stimmung war es auch an den Aktienmärkten vorbei, die Wall Street drehte ins Minus, auch die Börse in Tokio gab nach. Der Dax gab am Donnerstag kurz nach Handelsstart um 0,64 Prozent auf 10 841,23 Punkte nach.
Es wurde erwartet, dass die neuen Griechenland-Turbulenzen auch bei der Vorlage des Winter-Konjunkturgutachtens der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel eine Rolle spielen.