Die Besicherung der Staatsanleihen ist eben die Hinterlegungsmöglichkeit bei der Zentralbank, so dass Banken jederzeit einen Zentralbankkredit bekommen können. Welchen Grund sollte einen Bank jetzt noch haben eine griechische Anleihe zu kaufen? Zum Glück kann das mit deutschen Anleihen nicht passieren - die werden immer genommen.
 
Die EZB spielt ihre letztes Hemd aus, sie kauft Staatsanleihen auf.
So sicher wie das Amen in der Kirche wird diese Politik des billigen Geldes Konsequenzen haben, die keiner genau vorhersehen kann.

Es ist unausweichlich, dass diese Ausuferungen wieder auf normale Verhältnisse zurückgeführt werden müssen. Keiner kann diese enormen Verluste tragen, außer die Gläubiger der Schuldentitel selbst.

Die Bundesrepublik braucht bei einer Einkommensteuer von 99 % etwa 500 Jahre, um alle Schulden auf Null zurückzuführen. Also das gibt es nicht!
 
@Photon Sorry wegen der verspäteten Antwort:

Leider sind Banken systemrelevant. Sie werden zwar von Zentralbanken überwacht und kontrolliert, damit eine gewisse Sicherheit gewährleistet ist, aber ohne Banken gibt es keine Kredite und Kredite werden nicht direkt über Zentralbanken vergeben. Man bekommt nur Geld und Kredite über Geschäftsbanken. Viele schrottige Anleihen stehen in den Büchern der Banken, dienen als Sicherheiten, sollte man da knallhart abschreiben, dann würden nahezu alle Banken kippen, weil sie untereinander auch Verbindlichkeiten und Anteile haben. Es ist ätzend, aber leider sind sie systemrelevant.

Beim zweiten Punkt haben wir unterschiedliche Ansichten. Was sich etwas verklärt anhört ist meinerseits durchaus Ernst gemeint. Und mal ganz ehrlich, was sollen die 11 Millionen Griechen denn machen? Die können niemals die Wirtschaftsleistung aufbringen, um die Verbindlichkeiten zu bedienen, geschweige denn zu tilgen. Was kann das griechische Volk tun?
 
@Photon Sorry wegen der verspäteten Antwort:
Kein Ding. Ist ja ein Forum und kein Chat. Aber ich musste erstmal eine Weile scrollen um zu gucken, worauf Du eigentlich geantwortet hast :D

Leider sind Banken systemrelevant. Sie werden zwar von Zentralbanken überwacht und kontrolliert, damit eine gewisse Sicherheit gewährleistet ist, aber ohne Banken gibt es keine Kredite und Kredite werden nicht direkt über Zentralbanken vergeben. Man bekommt nur Geld und Kredite über Geschäftsbanken. Viele schrottige Anleihen stehen in den Büchern der Banken, dienen als Sicherheiten, sollte man da knallhart abschreiben, dann würden nahezu alle Banken kippen, weil sie untereinander auch Verbindlichkeiten und Anteile haben. Es ist ätzend, aber leider sind sie systemrelevant.
Sie haben Macht, weil wir ihnen die Macht gegeben haben und noch immer geben. Wie schön bequem ist es, mit einer Plastikkarte zu bezahlen. Sie sind genauso relevant für die Wirtschaft wie ein Krebsgeschwür im Körper. Man kann auch gut ohne sie.

Wie wäre es denn ohne Banken? Fangen wir mal unten an. Also der Kleinsparer, der sich Bolle freut über seine 2% Zinsen per anno auf seinem Sparbuch, bekommt diese nicht mehr. Weil es keine Bank mehr gibt, die mit dem Geld 20% und mehr verdient (und es darüber hinaus auch noch mehrfach verleiht, was auch nur in einer völlig pervertierten Finanzwirtschaft möglich ist). Der kann sein Geld nun ausgeben, selbst verleihen oder einfach liegen lassen. Vielleicht für den kleinen Mann anfangs etwas ärgerlich, aber wenn er sieht, dass es kaum noch Inflation gibt und die Geldmenge rigoros kontrolliert wird, wird es ihn vielleicht entschädigen.
Dann die Firmen, die bislang Kredite von Banken für horrende Zinsen bekommen haben. Naja, wir sehen ja, dass es grundsätzlich auch ohne Banken geht (Auxmoney, Lendico, ...). Ob diese Plattformen nun der Weisheit letzter Schluss sind, glaube ich nicht. Spielt aber auch nicht so sehr die Rolle, denn im Vergleich zu den Machenschaften der Banken sind sie noch bei Weitem die bessere Wahl. Sie verdienen zwar an jedem verliehenen Euro mit, können aber keine Blasen entstehen lassen, weil das Geld immer real vorhanden ist.
Und zum Schluss die Reichen und Superreichen. Naja, sie können im Grunde mit etwas mehr Aufwand das gleiche tun wie der kleine Mann. Sie können sich ein paar Kubikkilometer Erdreich ausheben lassen, um ihr Geld darin zu bunkern. Oder es in Gold und Diamanten investieren. Oder in Firmen. Sie können ja auch selbst verleihen, aber natürlich immer nur so viel, wie sie auch haben.

Ich weiß ja, was Du meinst mit "Banken sind systemrelevant". Aber ich sehe es viel nüchterner und sage, dass Banken weit mehr schaden, als sie nutzen. Ich zahle zwar auch lieber mit der Karte als mit Bargeld, zumal es mir auch irgendwie unangenehm wäre, eine größere Anschaffung in bar zu machen und mit einigen tausend Euro durch die Gegend zu spazieren. Aber die reine Verwaltung meines Geldes könnte auch der Staat bequem übernehmen (was dann vermutlich sogar das Steuerhinterziehungsproblem lösen oder entscheidend eindämmen würde). Denn die Banken unterstützen ja sogar die Reichen dabei, asozial zu sein. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass jede Bank so verfährt. Die einen hatten halt nur das Glück, bislang noch nicht erwischt worden zu sein.

Alles in allem haben wir uns mit der Existenz von Banken nicht nur abgefunden und arrangiert, wir wollen sie sogar. Wir wollen lieber Plastikkarten haben, auch wenn die ganze geleistete Arbeit inzwischen nur noch ein paar Zahlen auf einem Bildschirm sind. Die, so liegt es in der Natur der elektronischen Datenverarbeitung, auch manipuliert werden können. Wir machen uns kaum Gedanken darum, dass mehr Geld im Umlauf ist, als Gegenwerte da sind. Dass dieses bunt bedruckte Papier durch nichts gedeckt ist. Dass Banken und Finanzwirtschaft dieses Papier auch kontinuierlich entwerten und wir so immer weniger verdienen (sofern man nicht das Glück hat, einer Gewerkschaft anzugehören, die jährlich mehr Geld vom Arbeitgeber erpresst).

Ganz krass gesagt und auf den Punkt gebracht würde ich sagen: Das gesamte Finanzsystem, wie wir es kennen, basiert einzig und allein auf Vertrauen. Und Banken gemissbrauchen dieses Vertrauen und schaffen neue Werte aus dem Nichts. Denn einem 100-Euro-Schein sieht man gar nicht an, wieviel Wert er gerade hat. Wir vertrauen nur darauf, dass wir dies und das dafür bekommen werden...

Beim zweiten Punkt haben wir unterschiedliche Ansichten. Was sich etwas verklärt anhört ist meinerseits durchaus Ernst gemeint. Und mal ganz ehrlich, was sollen die 11 Millionen Griechen denn machen? Die können niemals die Wirtschaftsleistung aufbringen, um die Verbindlichkeiten zu bedienen, geschweige denn zu tilgen. Was kann das griechische Volk tun?
Gute Frage. Also ich muss zugeben, dass ich da auch genauso hilflos bin. Das, was nötig wäre, wird nicht passieren. Sie müssten im Grunde die Korruption im Lande restlos beseitigen, den Beamtenapparat rigoros ausdünnen, ihre Milliardäre zur Kasse bitten (also vor allem die Reederein), den Schuldenschnitt erzwingen und aus der EU austreten, eine eigene Währung etablieren und sich kurzfristig auf den Tourismus konzentrieren, bis die anderen Bereiche der Wirtschaft wieder erstarkt sind. Das Geld, was noch da ist, muss intelligent investiert werden. Also vor allem in Bereiche, die zukunftsträchtig sind und wo Griechenland mittel- oder langfristig Europa dominieren kann. Das wird nicht der Tourismus sein, aber vielleicht Forschung auf einem speziellen Gebiet. Bei einer Arbeitslosigkeit von über 25% (um die 60% unter den unter 25-jährigen!) im Land, dürfte es wohl für viele reizvoll sein, im Falle einer Existenzgründung im richtigen Sektor großzügig vom Staat unterstützt zu werden.

Aber wie gesagt - ich glaube selbst auch nicht daran. Eher glaube ich an einen griechischen H****r. Also irgendein Großmaul, das meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben und jedem Wohlstand verspricht wider besseren Wissens. Ob der nun von links oder von rechts nach der Macht greift, ist ja eigentlich völlig egal. Aber je schlechter es Leuten geht, desto mehr radikalisieren sie sich und greifen am Ende nach dem letzten Strohhalm. Und ich denke, dass das früher oder später in so manchem europäischen Land passieren wird.
 
Bankenbezogen denken wir beide ähnlich, sind sogar nahezu kongruent. Ich bin weniger radikal, kann dich durchaus, sogar sehr gut verstehen. Ich finde das Geldsystem ist von grundauf falsch gewählt. Es ist auf Wachstum gemünzt und funktionierte auch gut, aber wir benötigen kein Wachstum mehr. Wir benötigen Tiefe, Nachhaltigkeit und Weiterentwicklung, was man mit Wachstum nicht generieren kann. Geld bekommen und dann in der Schuld stehen ist ein falscher Grundsatz, der Wachstum notwendigerweise bedingt. Wir brauchen kein Wachstum, wir brauchen Entwicklung, Nachhaltigkeit und einen gesunden Umgang mit der Natur. Das ist mit den derzeitigen System kaum umsetzbar.

Worauf ich gerne eingehen möchte:
Besonders die Abhängigkeit und das Etablieren der Kartenzahlung bei einem "King des Monats Menü" oder der Packung Kaugummis beim Discounter fällt mir immer stärker auf. Stellt sich die Frage ob wir Dinosaurier sind oder ob es andere, ich beobachte meist Jüngere bei Kartenzahlungen mit Kleinbeträgen, moderner sind. Die Einführung des Girokontos (Das Konto mit Sichteinlagen ;) ) wurde anfänglich auch murrend angenommen und mittlerweile ist es glaube ich nicht mehr möglich ohne Girokonto einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Muss diesbezüglich aber gestehen, dass ich es nicht weiss, weil ich es nicht probiert habe.

Ich sehe diese Entwicklung kritisch, ähnlich wie du, weil sich diese Kartenzahlung mit hoher Wahrscheinlichkeit genauso etablieren wird. Irgendwann stehen wir beiden Dinosaurier mit Bargeld im Discounter und uns wird gesagt, leider nur Kartenzahlung. Irgendwann steht man im Discounter und schiebt die Karte ein und der Automat sagt, diese Karte kann leider nicht angenommen werden und man hat Rennerei. :-?

Die Kontrolle wäre enorm. Man könnte jeden Zahlungsverkehr nachvollziehen. Keine Privatsphäre mehr. Man könnte jeden den Geldhahn komplett abdrehen. Eine Notreserve wäre nicht möglich. Totale Abhängigkeit. Oha, das ein oder andere Horrorszenario geht mir da durch den Kopf.
 
Man könnte jeden den Geldhahn komplett abdrehen. Eine Notreserve wäre nicht möglich. Totale Abhängigkeit. Oha, das ein oder andere Horrorszenario geht mir da durch den Kopf.
Gold, Zigaretten, Schnaps, Bitcoins etc? ein wenig Notreserve geht auch ohne offizielles Geld :mrgreen:

Denke sogar das eine solche Entwicklung der "Durchbruch" der virtuellen Währungen sein könnte und der Anfang vom Ende des staatlichen Geldmonopols

Wie wäre es denn ohne Banken? Fangen wir mal unten an. Also der Kleinsparer, der sich Bolle freut über seine 2% Zinsen per anno auf seinem Sparbuch, bekommt diese nicht mehr. Weil es keine Bank mehr gibt, die mit dem Geld 20% und mehr verdient
keine Bank schaffte/schafft es mit dem Sparergeld annähernd durchschnittlich 20 % zu erwirtschaften, die 25 % vom Ackermann waren auch nur bezogen auf das Eigenkapital aber die gesamte Bilanzsumme ist halt grob 30 mal so hoch wie das Eigenkapital, also war Ackermanns Ziel eine durchschnittliche Zinsspanne (-Kosten) von nicht mal einem Prozent zu erwirtschaften, klingt schon weit weniger arrogant als die 25 % :ugly:
 
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Worauf ich gerne eingehen möchte:
Besonders die Abhängigkeit und das Etablieren der Kartenzahlung bei einem "King des Monats Menü" oder der Packung Kaugummis beim Discounter fällt mir immer stärker auf. [...] Die Kontrolle wäre enorm. Man könnte jeden Zahlungsverkehr nachvollziehen. Keine Privatsphäre mehr. Man könnte jeden den Geldhahn komplett abdrehen. Eine Notreserve wäre nicht möglich. Totale Abhängigkeit. Oha, das ein oder andere Horrorszenario geht mir da durch den Kopf.
Naja, so schnell wird es nicht passieren. Die Plastikkarten sind viel zu unzuverlässig. Die können zerkratzen, zerknicken oder zerbrechen, der Magnetstreifen kann bei Unachtsamkeit gelöscht oder korumpiert werden, ... Also ganz ohne Bargeld wird es vorläufig nicht gehen.

Aber ich bin gar nicht so sehr dagegen. Für mich ist Plastikgeld genauso bequem wie für jeden anderen. Und auch ein Girokonto ist bequem für mich. Ich will am 30. eines Monats gar keinen Umschlag in die Hand gedrückt bekommen, mit dem ich dann (wie vermutlich die meisten anderen auch) im Bus oder Bahn nach Hause fahren muss. Das wäre ja Hochkonjunktur für Diebe, Räuber und sonstiges asoziales Gesindel. Und unsicherer als Papiergeld ist es auch nicht. Es ist eben nur ein komisches Gefühl, dass das ganze Malochen nur durch ein paar Zahlen auf dem Bildschirm entlohnt werden :)

Was mir aber zu Denken gibt ist, dass das Geld an sich nicht mehr gedeckt ist. So fällt es gar nicht mehr auf, dass die USA oder Griechenland höher verschuldet sind, als überhaupt Werte da sind. Das muss man sich mal vorstellen. In diesen Regionen wird nur noch mit Zahlen gewurstelt. Das Geld ist gar nicht da, weder als Papier, noch als Gold oder Land oder sonstwas. Das Finanzsystem wird beinahme zu einer "Parallelwirtschaft", die mit realen Werten nichts mehr zu tun hat. Quasi wie ein Casino, das ein Jackpot nach dem anderen auslöst, ohne den auch auszahlen zu können :D

keine Bank schaffte/schafft es mit dem Sparergeld annähernd durchschnittlich 20 % zu erwirtschaften
Na das würde ich aber mal zur Diskussion stellen. Vielleicht nicht dieser Tage, aber in der Vergangenheit dafür um so mehr. Gut, jetzt ist die eine oder andere Blase geplatzt, da wurde viel Geld neu verteilt. Das hat den Durchschnitt vermutlich auch wieder gesenkt.

Aber insgesamt darf man die Möglichkeiten einer Bank ja auch nicht mit den eigenen Möglichkeiten vergleichen. Wir lesen Analystenberichte, studieren die Wirtschaftsnachrichten und kaufen dann für ein paar Puselappen das eine oder andere Papier. Banken beschäftigen Analysten, kaufen Insiderinformationen und beeinflussen mit entsprechend viel Geld sogar die Kurse selbst. Selbst wenn es jetzt keine 20% mehr sind - aber 2% Gewinn würde jede Bank als unrentabel abstoßen...
 
Aber insgesamt darf man die Möglichkeiten einer Bank ja auch nicht mit den eigenen Möglichkeiten vergleichen. Wir lesen Analystenberichte, studieren die Wirtschaftsnachrichten und kaufen dann für ein paar Puselappen das eine oder andere Papier. Banken beschäftigen Analysten, kaufen Insiderinformationen und beeinflussen mit entsprechend viel Geld sogar die Kurse selbst. Selbst wenn es jetzt keine 20% mehr sind - aber 2% Gewinn würde jede Bank als unrentabel abstoßen...

Naja am Ende des Tages macht auch eine Deutsche Bank jedenfalls nur 1 Prozent Zinsspanne, das würde sicher anders aussehen wenn es so leicht wäre große Summen zu 20 % dauerhaft anzulegen ;)

im Allgemeinen ist es aber wesentlich leichter kleine Summen Geld anzulegen als Große, durch große Käufe/Verkäufe verändert man die Kurse ja immer zu seinen Ungunsten. Was die großen Spieler aber gut raus haben ist den zittrigen Kleinanlegern Angst zu machen und sie in die Irre zu leiten. Sie schaffen es sogar ihnen zu vermitteln das das alles viel zu kompliziert und gefährlich für sie ist und man die große institutionelle Hilfe benötigt

Und keinem Investmentbanker kann es gut tun mit fremden Geld zu "spielen" und bei Erfolg dann eine dicke Provision zu bekommen, ich wüsste wie ich dann investieren würde um möglichst bald in Freiheit entlassen zu werden ;)
 
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Naja am Ende des Tages macht auch eine Deutsche Bank jedenfalls nur 1 Prozent Zinsspanne, das würde sicher anders aussehen wenn es so leicht wäre große Summen zu 20 % dauerhaft anzulegen ;)
Naja, was heißt "leicht"? Wie schwer ist es, Geld auszugeben? Je risikoreicher das Geschäft, desto höher der Gewinn. Im Verlustfall haftet ja wieder der Bürger mit seiner Steuer. Also ich würde sagen, dass unter diesen Umständen jeder gute Geschäfte machen kann. Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert und dann braucht man auch gar keine Ahnung haben. Man braucht ja nur quer durchs Alphabet einkaufen.

Das mag polemisch klingen, aber genau so war es. Vielleicht nicht ganz so einfach und mit mehr Theatralik, aber sonst...

im Allgemeinen ist es aber wesentlich leichter kleine Summen Geld anzulegen als Große, durch große Käufe/Verkäufe verändert man die Kurse ja immer zu seinen Ungunsten.
Hm, das erklär mir mal bitte, wie das zu meinen Ungunsten sein kann.

Also ich kaufe für eine entsprechend dem Papier einer großen Menge Geld ein paar Scheine. In der Folge steigen die Kurse. Das ist gut für mich, ich kann direkt ein paar wieder verkaufen und mache damit die gehaltenen Papiere noch billiger. Wenn nun viele Anleger auf den Zug aufspringen, sinkt der Kurs wieder und ich kann wieder einkaufen. Letztlich bin ich aber daran interessiert, das Papier zu halten, denn ich verspreche mir von der Investition einen Gewinn. So oder so ist es für mich ein Gewinn.

Wenn ich jetzt noch meine Investition zum Teil mit ein paar Puts absichere (oder wenn ich länger dabei bleiben will, auch ein paar Calls), dann kann ja eigentlich nicht viel schief gehen. Ich meine, ich packe ja nicht ein paar Millionen in eine Briefkastenfirma, sondern eine, die mit dem Geld auch arbeitet und ich wette ja damit auch auf steigende Kurse (und sichere einen Teil mit Optionen ab). Was ist daran schwerer, als wenn man mit kleinen Summen hantiert?

Was die großen Spieler aber gut raus haben ist den zittrigen Kleinanlegern Angst zu machen und sie in die Irre zu leiten. Sie schaffen es sogar ihnen zu vermitteln das das alles viel zu kompliziert und gefährlich für sie ist und man die große institutionelle Hilfe benötigt
Naja, das ist ja auch deren Business. Wundert mich also nicht, dass sie das auch gut können. Aber keine Börse und kein Papier der Welt gibt eine Gewinngarantie - egal, mit wie viel Geld man wo einsteigt. Aber mit meinen paar Pimperlingen komme ich an keine wirklich wertvollen Informationen, kenne entsprechend auch keine "alten erfolgreichen Hasen" oder sonstwas. Ich kann mich nur an den öffentlich zugänglichen Informationen orientieren. Und hier Gewinne zu machen, ist zwar wahrscheinlicher als im Casino, aber weit entfernt von "Festzins" :) Es sei denn, ich drehe komplett durch (WKN: A1G1UA) :D
 
Je risikoreicher das Geschäft, desto höher der Gewinn.
Ähm nein so rum funktioniert diese Logik nicht :ugly:

Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert und dann braucht man auch gar keine Ahnung haben. Man braucht ja nur quer durchs Alphabet einkaufen.
Bei Aktien hilft es eh keine Ahnung zu haben und einfach nur regelmäßig für die selbe Summe zu kaufen, der Dax steigt im langfristigen Schnitt über 6 % jährlich, wenn man sich die 20-30 dividendenstärksten Aktien der deutschen Top 100-200 (Marktkapitalisierung) raussucht ist man ganz sicher bei mehr als 7 %.
Dadurch das man regelmäßig kauft kauft man in schwachen Zeiten mehr Aktien als in starken und hat dadurch eine noch höhere Durchschnittsrendite, ich schätze bei mindestens 8 % sind wir schon wenn man diese wenigen Punkte weiß ;)



Also ich kaufe für eine entsprechend dem Papier einer großen Menge Geld ein paar Scheine. In der Folge steigen die Kurse. Das ist gut für mich, ich kann direkt ein paar wieder verkaufen und mache damit die gehaltenen Papiere noch billiger. Wenn nun viele Anleger auf den Zug aufspringen, sinkt der Kurs wieder und ich kann wieder einkaufen. Letztlich bin ich aber daran interessiert, das Papier zu halten, denn ich verspreche mir von der Investition einen Gewinn. So oder so ist es für mich ein Gewinn.
Stecke mal 1 Mio Euro in ein Unternehmen das normal an der Börse am Tag nur für 50.000 Euro gehandelt wird und überlege was passiert und vor allem auch wie Du Dein Geld wieder bekommst.

Die Kurse werden nicht höher nach Deinem Kauf sondern mit jedem Paket das Du aus dem Orderbuch räumst bezahlst Du selbst mehr. Du ziehst doch keinen virtuellen Kurs im luftleeren Raum hoch sondern erfüllst reale Verkaufsorder mit Deinem Geld und die Angebote sind dann weg, d.h. umso mehr Du kaufst umso teurer Dein durchschnittlicher Einkaufskurs.
Beim Verkaufen hast Du wieder das selbe Problem, auch hier wieder zu Deinen Lasten.

Wenn ich jetzt noch meine Investition zum Teil mit ein paar Puts absichere (oder wenn ich länger dabei bleiben will, auch ein paar Calls), dann kann ja eigentlich nicht viel schief gehen. Ich meine, ich packe ja nicht ein paar Millionen in eine Briefkastenfirma, sondern eine, die mit dem Geld auch arbeitet und ich wette ja damit auch auf steigende Kurse (und sichere einen Teil mit Optionen ab). Was ist daran schwerer, als wenn man mit kleinen Summen hantiert?

Es ist einfach leichter 10.000 Euro zu investieren als 1 Mrd, man hat mehr mögliche Unternehmen die man kaufen kann und bekommt auch noch die Aktien günstiger, beim verkaufen bekommt man dann auch noch einen besseren Durchschnittskurs.
Puts/Calls nutzen im langfristigen Durchschnitt auch nur Deiner Spielbank.

Naja, das ist ja auch deren Business. Wundert mich also nicht, dass sie das auch gut können. Aber keine Börse und kein Papier der Welt gibt eine Gewinngarantie - egal, mit wie viel Geld man wo einsteigt. Aber mit meinen paar Pimperlingen komme ich an keine wirklich wertvollen Informationen, kenne entsprechend auch keine "alten erfolgreichen Hasen" oder sonstwas. Ich kann mich nur an den öffentlich zugänglichen Informationen orientieren. Und hier Gewinne zu machen, ist zwar wahrscheinlicher als im Casino, aber weit entfernt von "Festzins" :) Es sei denn, ich drehe komplett durch (WKN: A1G1UA) :D
Diese öffentlichen Informationen sind doch mehr als genug, Geschäftsberichte, Bilanzen, Dividenden und Gewinnentwicklung alles Dank Internet sehr leicht einsammelbar, dazu noch Foren in denen Menschen ihr Wissen umsonst verteilen - was willst Du eigentlich noch :)
 
Die Kurse werden nicht höher nach Deinem Kauf sondern mit jedem Paket das Du aus dem Orderbuch räumst bezahlst Du selbst mehr.
Also an der Börse werden X Anteile zu je Y gehandelt. Im allerungünstigsten Fall kaufst man also exakt einen Anteilschein. Im allergünstigsten Fall kauft man alle auf einmal. Beides wird nicht sein, also irgendwas dazwischen. Eine Aktie zu 30 Euro und 1000 Stück, zahlt man 30.000 Euro (plus Orderprovision, ...). Danach steigt der Kurs. Will man jetzt weitere kaufen, muss man mehr bezahlen. Oder man findet halt einen Händler, der Dir diesen Preis nochmal macht.

Und da sind wir schon in den Regionen, in denen ich gar nicht mehr mitspiele. Denn mit Händlern kann man auch verhandeln. Je größer das Ordervolumen, desto eher wird auch der Händler einem entgegen kommen, der seine Papiere verkaufen will. Nicht mir und vermutlich nicht Dir. Aber auf dem Parkett bei entsprechend großen Orders sicherlich.

Es ist einfach leichter 10.000 Euro zu investieren als 1 Mrd, man hat mehr mögliche Unternehmen die man kaufen kann und bekommt auch noch die Aktien günstiger, beim verkaufen bekommt man dann auch noch einen besseren Durchschnittskurs.
Sehe ich insofern anders, als dass man mit 1 Milliarde Euro ganz anders streuen kann. 10.000 Euro zu streuen ist schon schwierig. Vor allem intelligent und profitabel. Bei 1 Milliarde braucht man eigentlich gar nicht mehr nachdenken. da kann man wirklich quer durch das Alphabet kaufen und macht trotzdem Gewinn.

Diese öffentlichen Informationen sind doch mehr als genug, Geschäftsberichte, Bilanzen, Dividenden und Gewinnentwicklung alles Dank Internet sehr leicht einsammelbar, dazu noch Foren in denen Menschen ihr Wissen umsonst verteilen - was willst Du eigentlich noch :)
Infos. Am liebsten hätte ich die Quartalszahlen 1 Tag vor der Veröffentlichung :D

Na, ich weiß schon, was Du meinst. Aber lass mich mal ein Extrembeispiel bringen: Die Telekom. Aus den Veröffentlichungen ging nicht hervor, dass dieses Papier hoffnungslos überbewertet war. Der Bürger hat gekauft und viel viel Geld verloren. Ich halte jede Wette, dass die wirklich dicken Jungs an der Börse da keinen Cent rein geschmissen haben. Ich glaube, die wussten ganz genau, wie die Telekom ihre Aktionäre beschissen hat.

Und wer außer der EZB kauft denn derzeit noch Staatsanleihen von einem europäischen Land? Ich weiß es ehrlich nicht, aber mir kommt es vor, als wettet man inzwischen auch im Finanzsektor gegen die EU.
 
Und da sind wir schon in den Regionen, in denen ich gar nicht mehr mitspiele. Denn mit Händlern kann man auch verhandeln. Je größer das Ordervolumen, desto eher wird auch der Händler einem entgegen kommen, der seine Papiere verkaufen will. Nicht mir und vermutlich nicht Dir. Aber auf dem Parkett bei entsprechend großen Orders sicherlich.
sowas Ähnliches gibt es tatsächlich bei genügend kleinen Unternehmen auch für Dich und mich, geht über das Orderbuch, die Angebote und Gesuche stellen sich dann halt oft aufeinander ein, wenn viele Aktien gesucht werden kommt man Dir sicher nicht entgegen, aber bei schwacher Nachfrage und wenn Du 1 Cent mehr zahlst als die anderen erlebt man z.B. öfter das weiter oben ein Angebot rausgenommen wird um unten eine Order zu erfüllen

Sehe ich insofern anders, als dass man mit 1 Milliarde Euro ganz anders streuen kann. 10.000 Euro zu streuen ist schon schwierig. Vor allem intelligent und profitabel. Bei 1 Milliarde braucht man eigentlich gar nicht mehr nachdenken. da kann man wirklich quer durch das Alphabet kaufen und macht trotzdem Gewinn.
Bei 10.000 Euro kann ich mir ein oder mehrere Wikifolio-Zertifikate aufmachen und jeden Fond der Welt abbilden, mach Dir doch Dein eigenes Zertifikat und mach es so :)

Und wer außer der EZB kauft denn derzeit noch Staatsanleihen von einem europäischen Land? Ich weiß es ehrlich nicht, aber mir kommt es vor, als wettet man inzwischen auch im Finanzsektor gegen die EU.
Good Thinking Watson, selbstverständlich macht man das :biggrin: Die Zeichen sind nicht zu übersehen
 
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Griechenland-Einigung: Kauder stellt Zustimmung der Union in Aussicht

Folgende News wurde am 21.02.2015 um 14:05:03 Uhr veröffentlicht:
Griechenland-Einigung: Kauder stellt Zustimmung der Union in Aussicht
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Berlin (dts) - Der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, hat die Zustimmung von CDU und CSU zu den Vereinbarungen zwischen Griechenland und den Euro-Partnern in Aussicht gestellt: "Die Griechen müssen jetzt noch ihre Hausaufgaben erledigen. Dann kann die Verlängerung des Hilfsprogramms vom Deutschen Bundestag auf den Weg gebracht werden", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag"."Griechenland hat endlich eingesehen, dass es nicht länger die Augen vor der Wirklichkeit verschließen kann." Griechenland und die Eurogruppe hatten sich am Freitag auf eine Verlängerung des Hilfsprogramms um vier Monate geeinigt. Im Gegenzug muss Athen bis Montag eine Liste mit Reformmaßnahmen vorlegen.
 
Das ergibt so wie es uns verkauft wird alles keinen Sinn. Warum sollte eine links-rechts Regierung mit den Ansagen im Wahlkampf und der Euro-müden Bevölkerung nicht einfach sagen: Entweder ihr akzeptiert unsere Bedingungen oder wir führen wieder unsere Drachme ein?
Es gibt mehr als nur ein paar Beispiele dafür, dass Griechenland in diesem Falle in wenigen Jahren sehr wahrscheinlich einen erheblichen Aufschwung erleben würde.
Es gibt nicht viel das in meiner Logik (die zugegeben nicht der ultimativen Weisheit geküsst sein muss) dagegen spricht, dass die Griechen das hinter verschlossener Tür nicht genauso gesagt haben.
Schon säßen diesen Gedanken folgend die Griechen eigentlich am längeren Hebel, denn nichts fürchten die Euroverteidiger mehr als den drohenden Dominoeffekt und das zu frühe Ende ihres "Projekts".
Was steht da jetzt am Ende? Ein fauler Deal ohne jeden mittel- oder gar langfristigen Sinn der keinen anderen Effekt hat als ein bisschen Zeit bis zur unausweichlichen nächsten Runde. Die eigentlichen Probleme des Euros bleiben nicht nur ungelöst sondern auch mal wieder fast gänzlich öffentlich unerwähnt... bis neulich.
 
Ich schließe mich meinem Vorredner an, dass Krisenländer zumindest nach momentanem Stand mit wehenden Fahnen verteidigt werden. Manchmal fragt man sich, ob nicht das einzig gewahrte die Position von Frau Merkel bleibt, welche innerhalb der Außenpolitik in den letzten Jahren durchaus stark war.

Griechenland wird momentan doch schließlich doppelt geholfen:

1) Die EZB kauft massenhaft Staatsanleihen auf. So auch die von Griechenland.

Was soll erreicht werden?

Ich bin angehender Betriebswirt. Unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten besteht momentan das Problem der Deflation. Draghi und Co. möchten daher durch das quantitative easing die Geldmenge massiv erhöhen, um das Zinsniveau weiter zu senken. Dies hat Erhöhungen von Konsum und Investitionen - laut Theorie! - zur Folge, da gilt Y = C + I + G, also Einkommen = Konsum + Investitionen + Staatsausgaben, wobei Konsum aus autonomen Konsum (gegessen wird immer!) + Konsum * verfügbarem Einkommen gilt, sowie I vom Zins beeinflusst wird.

Durch die Steigerung von C + I ergibt sich daher ein höheres Einkommen.

Fraglich ist jedoch ob bei dem momentanem Zinsniveau eine Senkung überhaupt ein Effekt eintritt. Kaufen wir mehr, wenn die Zinsen von 2% (fiktiv) auf 1% (fiktiv) sinken? Also ich nicht! Die weiteren Nachteile wurden wohl zur genüge erläutert. Hemmung durch Institutionen, welche die Kredite nicht weitergeben und anderweitig investieren.

Schlussendlich werden wir Schulden aufkaufen, die der Steuerzahler zu decken hat. Denn genau der Effekt der Reformmüdigkeit wird momentan noch verstärkt und spornt Griechenland & Co. zur Langsamkeit des Schuldenabbaus, wenn nicht noch der Aufnahme neuer Schulden an!

2) Der Griechenland-Trott

Hierzu fällt mir nur noch eines ein. Haben wir eigentlich noch eine Position in Deutschland? Oder haben die Krisenländer längst die Macht übernommen? Natürlich steht die Entscheidung nach neuen Geldern zwischen "Die armen Griechen bekommen 380€ Rente" und "Die reichen sind selbst abgewandert". Hilfe wird also benötigt. Fraglich ist allerdings auch hier, ob Deutschland als Vorreiter wirklich überall einspringen muss.

/Schwarzmalerei On Manchmal fragt man sich, ob das "Paradies" Deutschland nicht eines Tages genauso darsteht wie Spanien, Portugal, Griechenland und Co. /Schwarzmalerei Off
 
[...]
Griechenland wird momentan doch schließlich doppelt geholfen:

1) Die EZB kauft massenhaft Staatsanleihen auf. So auch die von Griechenland.
[...]
2) Der Griechenland-Trott
Der zweite Punkt ist doch der eigentlich entscheidende. Natürlich kann man mit dem Aufkauf von Staatsanleihen versuchen, die Wirtschaft Griechenlands (und der anderer Problemländer) anzukurbeln. Das ist ein probates, wenngleich auch teures Mittel.

Aber vorher muss überhaupt erstmal die Grundlage geschaffen werden, damit solche Maßnahmen fruchten. Es bringt nunmal nichts, ein paar Millionen Tonnen Dünger in der Wüste zu verteilen. Auch dann werden dort keine blühenden Landschaften entstehen.

Die Süddeutsche Zeitung hat es ganz gut 2012 zusammengefasst (auch im Handelsblatt). Und man staune: Seither hat sich so gut wie nichts verändert, eher haben sich die Probleme noch verstärkt - was natürlich auch mit dem Kurs der neuen Regierung zusammenhängt.

Die Ursachen, die Griechenland überhaupt erst in diese Situation gebracht haben, sind nach wie vor präsent. Nicht mehr im gleichen Umfang, aber noch immer nicht auf einem gesunden Niveau. Da wurden halbherzig Beamtenstellen gestrichen (und wir reden hier von Stellen, da die "Beamten" nur einmal im Monat auftauchen, Geld kassieren und dann wieder nach Hause gehen!), aber es sind noch immer viel zu viele. Renten wurden gekürzt, aber genau die Leute sind am meisten auf das Geld angewiesen. Die sind es auch, die als erstes auf die Straße gehen, so lange sie noch halbwegs gut zu Fuß sind. Hingegen werden nach wie vor die Reederer nicht zur Kasse gebeten, Reiche werden steuerlich geschont. Und überdies hat sich in Griechenland eine Kutur der Korruption entwickelt, die Tradition hat. Dazu kommt eine Arbeitslosenquote von rund 26%, also mehr als jeder vierte Grieche ist ohne Job (in der Gruppe der unter 24-jährigen liegt die Quote bei rund 50%). Und wir alle wissen ja, wie lange es dauert, bis sich eine wirtschaftliche Erholung am Arbeitsmarkt bemerkbar macht - da sind die ersten schon verhungert und erfroren.

Also aus meiner Sicht ist jeder Euro, der nach Griechenland geht, vernichtetes Geld. Ginge es nach mir, bekäme Griechenland seinen Schuldenschnitt und keine weiteren Kredite oder Bürgschaften. Darüber ließe sich wieder reden, wenn sie ihre Probleme im Griff haben, aber nicht jetzt. Ich bin eindeutig für ein (sehr teures) Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
 
Also aus meiner Sicht ist jeder Euro, der nach Griechenland geht, vernichtetes Geld. Ginge es nach mir, bekäme Griechenland seinen Schuldenschnitt und keine weiteren Kredite oder Bürgschaften. Darüber ließe sich wieder reden, wenn sie ihre Probleme im Griff haben, aber nicht jetzt. Ich bin eindeutig für ein (sehr teures) Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Die Frage ist, welche Strategie am Ende die Teurere ist.
 
Die Frage ist, welche Strategie am Ende die Teurere ist.
Das weiß doch niemand. Aber wenn ich heute einen Schuldenschnitt mache, dann kann ich den Verlust zumindest mal bis auf den Euro genau beziffern und abschreiben.

Wenn alles so weiter geht wie bisher, weiß niemand, wieviel Geld wir noch da hin schicken werden. Wir wissen auch nicht, ob und falls wir wieviel davon wann wieder bekommen werden. Zu viele Variablen, die in ihrer Gesamtheit betrachtet eine viel zu risikoreiche Investition bedeuten - die noch nicht mal Aussicht auf eine hohe Rentabilität hat.

Zusammengefasst könnte man sagen, dass sich Griechenland in die EU gemogelt hat, indem sie gelogen und betrogen haben. Dann bekommen sie Geld unter Auflagen, die sie nicht erfüllen wollen oder können. Dieses Geld war bislang nicht in der Lage, die Probleme im Land zu beseitigen. Wieviel Geld noch nötig sein wird, weiß niemand. Also könnte sich das tatsächlich in ein Fass ohne Boden verwandeln.
 
Zusammengefasst könnte man sagen, dass sich Griechenland in die EU gemogelt hat, indem sie gelogen und betrogen haben.
Man könnte auch sagen die EU hat beide Augen ganz fest zugedrückt um nichts zu sehen, weil sie Griechenland unbedingt in der EU haben wollte.

Wieviel Geld noch nötig sein wird, weiß niemand.
Solange sich nichts ändert wird ein dauerhafter Tropf benötigt, wie groß der sein müsste wird Dir wohl keiner so genau sagen wollen obwohl man genug Zahlen zum rechnen hat, ich persönlich fürchte grob 50 Mrd/Jahr.

Also könnte sich das tatsächlich in ein Fass ohne Boden verwandeln.
Das Fass ohne Boden ist es doch zur Zeit schon seit ca. 5 Jahren, jetzt müsste man mal tatsächlich was ändern - eigene Währung + Schuldenschnitt --> Deutschland verliert auf dem Papier sofort 50-100 Mrd Euro die es aber eh nie wieder sieht.
Wahrscheinlich ist es aber der Anfang vom Ende des Euro und genau deswegen wird Griechenland solange wie möglich leiden müssen.
 
Bundestag stimmt Verlängerung von Griechen-Hilfspaket zu

Folgende News wurde am 27.02.2015 um 11:30:34 Uhr veröffentlicht:
Bundestag stimmt Verlängerung von Griechen-Hilfspaket zu
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Berlin (dpa) - Der Bundestag hat eine Verlängerung des Hilfspakets für Griechenland um vier Monate mit großer Mehrheit gebilligt. Dem Antrag stimmten in Berlin 542 Abgeordnete zu, 32 votierten mit Nein, 13 Parlamentarier enthielten sich.
Damit kann das aktuelle, bereits 2012 beschlossene Hilfsprogramm bis Ende Juni verlängert werden. Es geht nicht um neue Finanzhilfen, sondern um mehr Zeit, das bestehende Programm abzuarbeiten. Sollte es erfolgreich beendet werden, können die bisher blockierten Kredithilfen aus dem Euro-Rettungsfonds EFSF freigegeben werden.
Schon vor der namentlichen Abstimmung hatten mehrere Abgeordnete von CDU und CSU angekündigt, eine nochmalige Verlängerung des aktuellen Hilfsprogramms abzulehnen. Die SPD wollte geschlossen dafür stimmen, die Grünen mehrheitlich. Auch die Linkspartei wollte sich mehrheitlich hinter eine Verlängerung stellen - obwohl es sich um dasselbe Hilfsprogramm handelt, das die Linke wegen der Sparauflagen bisher ablehnte.