Eure Meinung zu den Studiengebühren!

Aber man kann die Steuerzahler dazu zwingen für diese Ausbildung zu zahlen? Was tut denn ein Student für seine Studienkosten, wenn er nach dem Studium direkt ins Ausland geht und dort arbeitet?

Der Lehrling wird aber vom Lehrbetrieb bezahlt, nicht von den Steuerzahlern ;) Oder möchtest du jetzt, dass Studenten dafür bezahlt werden, dass sie studieren? :mrgreen:

Der Staat zwingt den Steuerzahler zu so vielen Abgaben...^^ Nein, im Ernst: natürlich besteht das Risiko, dass die Investition in den Studenten nicht durch dessen Steuer an den Staat zurückfällt. Aber dieses Risiko muss getragen werden, finde ich. Denn die Quote derjenigen, die ins Ausland gehen, ist nicht so übermäßig groß, dass sich diese Investition überhaupt nicht mehr lohnen würde.

Nein, ganz und gar nicht. Aber genausowenig sehe ich es ein, wieso der Student für seine Ausbildung zahlen sollte. Man darf ja nicht vergessen, dass er Fachliteratur bedarf, die in vielen Fällen sehr teuer ist - der Lehrling kriegt sein Werkzeug vom Betrieb gestellt. Und letztlich kann der Lehrling sein Geld auch nur kriegen, weil andere Leute bei seinem Betrieb einkaufen - er wird also auch hier von Dritten finanziert.
 
Was hältst du davon: der Staat/die Gesellschaft braucht Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss. Es liegt also in seinem/ihrem eigenen Interesse, diesen Abschluss zu ermöglichen. Was du vorschlägst ist eine ungeheure Freiheitsberaubung: man kann die Menschen doch nicht dazu zwingen, in dem Land zu arbeiten und Steuern zu zahlen, in dem sie ihren Hochschulabschluss absolviert haben Ô.o

Ganz richtig, ohne ordentlich ausgebildete Leute bleibt Deutschland nicht das, was es momentan ist (oder war ^^)! Führend in der Forschung und Entwicklung...

Ich hätte mal eine Frage an die Gegner der Studiengebühren: Was kostet Eurer Meinung nach so ein Studienplatz einer einer deutschen Hochschule pro Semester? Inkl. allem drum und dran meine ich.

Und wieviel davon sind dann 500 Euro?

Und wer sollte denn Eurer Meinung nach für Eure Ausbildung aufkommen? Denn, wenn Ihr Euch nicht mal mit 500 Euro beteiligen wollt, dann muss das der Steuerzahler.

Wärt Ihr im Gegenzug dafür, dass der Steuerzahler Euch das Studium finanziert, bereit, einen Vertrag zu schliessen, der Euch verpflichtet, Euer Leben lang in Deutschland Steuern zu zahlen?

Oder eine andere Möglichkeit: Ihr bekommt das Studium vom Steuerzahler finanziert, müsst dafür aber später von jedem Einkommen, dass über 80.000 Euro im Jahr liegt, 10% zusätzlich als "Studiensteuer" direkt an die Hochschule zahlen, an der Ihr studiert habt. Wäre das was?

Marty

Das Volk sollte daran interessiert sein, seine Kinder gut auszubilden! Und nicht nur die eigenen sondern möglichst ALLE! Man merkt doch jetzt schon den Fachkräftemangel! Und was haben wir davon, wenn unsere Kinder Hartz4 Empfänger sind und wir dafür aus China, Indien etc. die Leute holen??

Außerdem ist es ja früher auch immer gut gegangen! Warum jetzt nicht mehr? Weil der Staat Geld sparen wollte... Einen anderen Grund gibt es dafür nicht! Die lange Rede von besseren Bedingungen etc. ist an den Haaren herbeigezogen, weil die Unis nicht mehr, teilweise weniger Geld haben als vorher und das Geld gar nicht so ausgeben dürfen wie sie es vorher durften!

Und du redest von 500€... Du weißt aber schon, dass es in Wahrheit rund 650 - 700€ sind im Semester die man als Student zahlt? Das sind rund 120€ im Monat! Nur für die Gebühren!

Studiengebühren schön und gut. Dadurch schauen die Studenten wenigstens dass sie zeitig fertig werden.
Du weißt auch, dass es schon vor den Studiengebühren ab gewissen Semestern erhöhte Studiengebühren gab, damit man nicht zu lange studiert hat ja?
Dein Argument ist nichtig!
 
Was hältst du davon: der Staat/die Gesellschaft braucht Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss. Es liegt also in seinem/ihrem eigenen Interesse, diesen Abschluss zu ermöglichen.
Der Staat braucht diese Fachkräfte aber im eigenen Land. Und das sollte garantiert sein.

Was du vorschlägst ist eine ungeheure Freiheitsberaubung: man kann die Menschen doch nicht dazu zwingen, in dem Land zu arbeiten und Steuern zu zahlen, in dem sie ihren Hochschulabschluss absolviert haben
Wie wäre es dann mit meinem zweiten Vorschlag?

Abgesehen davon hakt dein Gegenentwurf sowieso: wieso sollten dann nur Studenten für ihre Ausbildung bezahlen, alle anderen aber nicht?
Wo schrieb ich, dass alle anderen ihre Ausbildung nicht zahlen sollten? Die Stelle finde ich gerade nicht. Oder implizierst Du in die Aussage "Studenten sollen sich an ihrer Ausbildung beteiligen" automatisch auch "Alle anderen müssen natürlich nichts dazu beitragen".

Aber es ist doch wieder eins deutlich: Meine Fragen wurden gar nicht gelesen und beantwortet.

Ich stelle sie noch einmal: Ich hätte mal eine Frage an die Gegner der Studiengebühren: Was kostet Eurer Meinung nach so ein Studienplatz einer einer deutschen Hochschule pro Semester? Inkl. allem drum und dran meine ich.

Und wieviel davon sind dann 500 Euro?

Und der normale Auszubildende bekommt kein Gehalt dafür, dass er ausgebildet wird, sondern weil er mit dem gelernten direkt im Anschluss eine werthaltige Arbeitsleistung erbringt.

Ich zeige meinem Auszubildenden am ersten Tag, wie man einen PC installiert, danach installiert er jeden Tag 20 PCs, ohne das ich dabei bin. Und dafür erhält er eine Vergütung. Im Gegensatz zu einem Studenten hat ein Unternehmen schon während der Ausbildung etwas von der Arbeitsleistung.

Das Volk sollte daran interessiert sein, seine Kinder gut auszubilden!
Ist es auch, in Deutschland ganz besonders. Deshalb ist Bildung auch weitgehend kostenlos.

Außerdem ist es ja früher auch immer gut gegangen! Warum jetzt nicht mehr? Weil der Staat Geld sparen wollte... Einen anderen Grund gibt es dafür nicht!
Völlig korrekt. Wenn kein Geld mehr da ist, dann muss man sparen. Und der Staat spart überall. Leider auch an der Bildung. Und um das Niveau nicht noch weiter sinken zu lassen, lässt er sich einen ganz winzigen Teil der Kosten durch die Studenten erstatten.

Und du redest von 500€... Du weißt aber schon, dass es in Wahrheit rund 650 - 700€ sind im Semester die man als Student zahlt? Das sind rund 120€ im Monat! Nur für die Gebühren!
Ich dachte immer, die Höchstgrenze läge bei 500 Euro.

Marty
 
Ich dachte immer, die Höchstgrenze läge bei 500 Euro.

Ja, die Höchstgrenze der Studiengebühren liegt bei 500€. Dazu kommen aber auch noch Verwaltungskosten, Semsterticket etc (insgesamt eine Summe von 233€). D.h. ich zahle pro Semester 733€, nur allein um studieren zu können. Dazu kommen dann noch Bücher und Arbeitsmaterialien. Ich weiß nicht, wie man sich das vorstellt, wie man eine solche Summe als Student zahlen soll, von meinem Nebenjob kann ich mir das jedenfalls nicht leisten.
 
Der Staat braucht diese Fachkräfte aber im eigenen Land. Und das sollte garantiert sein.

Also willst du die Leute zwingen, in Deutschland zu bleiben?

Wie wäre es dann mit meinem zweiten Vorschlag?

Deine Vorschläge haben beide den entscheidenden Makel, dass sie davon ausgehen, jeder müsse sein Studium selbst finanzieren, weil es sozusagen sein Privatvergnügen sei. Jeder Studierte, der hinterher einen Job findet, zahlt auch Steuern, die dann auch für die Universitäten Verwendung finden. Da muss nicht noch eine weitere Abgabe hinzukommen.

Wo schrieb ich, dass alle anderen ihre Ausbildung nicht zahlen sollten? Die Stelle finde ich gerade nicht. Oder implizierst Du in die Aussage "Studenten sollen sich an ihrer Ausbildung beteiligen" automatisch auch "Alle anderen müssen natürlich nichts dazu beitragen".

Du hast nicht geschrieben, dass sie ihre Ausbildung nicht zahlen sollten. Du hast aber auch nicht geschrieben, dass sie ihre Ausbildung zahlen sollten ;)

Aber es ist doch wieder eins deutlich: Meine Fragen wurden gar nicht gelesen und beantwortet.

Ich stelle sie noch einmal: Ich hätte mal eine Frage an die Gegner der Studiengebühren: Was kostet Eurer Meinung nach so ein Studienplatz einer einer deutschen Hochschule pro Semester? Inkl. allem drum und dran meine ich.

Und wieviel davon sind dann 500 Euro?

Ein Studienplatz im Bachelor dürfte nach dem, was ich so gelesen habe, um die 8000-8500 € im Jahr kosten. Natürlich sind dagegen die 500 Euro Studiengebühr nicht viel. Aber früher hat es auch geklappt, und, wie schon richtig angemerkt wurde, kommen noch jede Menge weiterer Gelder hinzu. Ich zahle auch pro Semester weit über 700 Euro, die Kosten für Fachliteratur u.Ä. nicht miteingerechnet.

Ich zeige meinem Auszubildenden am ersten Tag, wie man einen PC installiert, danach installiert er jeden Tag 20 PCs, ohne das ich dabei bin. Und dafür erhält er eine Vergütung. Im Gegensatz zu einem Studenten hat ein Unternehmen schon während der Ausbildung etwas von der Arbeitsleistung.

Dein Auszubildender ist ja auch nach einem Tag so weit, einen PC zu installieren. Ein Student braucht sehr viel länger, um auch nur die Grundlagen seines Fachs ausüben zu können. Germanisten verbringen ihr erste Semester damit, zu lernen, wie man Lyrik analysiert, z.B. Ein ganzes Semester! Der Student soll also Geld dafür zahlen, dass er studieren darf, weil er nicht von vornherein Arbeitsleistung erbringen kann, der Auszubildende kriegt aber sofort Geld, weil er schon nach wenigsten Stunden arbeiten kann?

Völlig korrekt. Wenn kein Geld mehr da ist, dann muss man sparen. Und der Staat spart überall. Leider auch an der Bildung. Und um das Niveau nicht noch weiter sinken zu lassen, lässt er sich einen ganz winzigen Teil der Kosten durch die Studenten erstatten.

Das Niveau wird ja aber nicht gehalten. Wenn ich mir allein schon anssehe, wie runtergekommen die meisten Räumlichkeiten meiner Uni sind, in denen dann unterrichtet werden soll...oder schau dir die Berichte anderer an, über fehlende Materialien oder schlechte Dozenten - ich würde mal behaupten, dass die wenigsten Unis die Studiengebühren effizient für alle Studierenden einsetzen. Vielleicht punktuell für einzelne Fachbereiche, aber keineswegs gleichberechtigt an alle...
 
Dazu kommen aber auch noch Verwaltungskosten, Semsterticket etc
Sind das Kosten, die zwingend von der Uni erhoben werden oder kann man auf das Ticket verzichten?

Also willst du die Leute zwingen, in Deutschland zu bleiben?
Nein, aber wenn sie es nicht bleiben, dann sollten sie dem deutschen Steuerzahler das Geld zurückgeben, was dieser investiert hat.

Deine Vorschläge haben beide den entscheidenden Makel, dass sie davon ausgehen, jeder müsse sein Studium selbst finanzieren, weil es sozusagen sein Privatvergnügen sei.
Das habe ich nicht gesagt, ich rede nur von einer "minimalen" Beteiligung an den Kosten.

Jeder Studierte, der hinterher einen Job findet, zahlt auch Steuern, die dann auch für die Universitäten Verwendung finden. Da muss nicht noch eine weitere Abgabe hinzukommen.
Warum muss ein Arbeiter am Fliessband dem Studenten seine Ausbildung finanzieren? Warum muss der Industriekaufmann, wenn er sich fortbilden will, seine Fortbildung selber zahlen. Warum sind fast alle Fortbildungen kostenpflichtig, während das Studium kostenlos sein soll?

Du hast nicht geschrieben, dass sie ihre Ausbildung nicht zahlen sollten. Du hast aber auch nicht geschrieben, dass sie ihre Ausbildung zahlen sollten ;)
Ich habe auch nicht geschrieben, dass Hunde für ihr Futter selber aufkommen sollten, weil das hier nicht Thema ist.

Ein Studienplatz im Bachelor dürfte nach dem, was ich so gelesen habe, um die 8000-8500 € im Jahr kosten. Natürlich sind dagegen die 500 Euro Studiengebühr nicht viel.
Und Du findest jetzt, dass 6% Kostenbeteiligung unmöglich seien. Wenn ich z.B. heute einen MSCE machen will, der in meinem Job zwingend erforderlich ist, dann kostet mich der mit den entsprechenden Schulungsmassnahmen knapp 20.000 Euro. Nach Abrechnung über die Steuer zahle ich davon immer noch 60% selber. Was würdest Du davon halten, wenn ich jetzt verlangen würde, dass diese Fortbildungen vom Staat getragen werden?

Dein Auszubildender ist ja auch nach einem Tag so weit, einen PC zu installieren. Ein Student braucht sehr viel länger, um auch nur die Grundlagen seines Fachs ausüben zu können.
Ich kenne Jura-Studenten, die direkt von Anfang an nebenbei bei einem Anwalt arbeiten, dort auch Geld verdienen.

Der Student soll also Geld dafür zahlen, dass er studieren darf, weil er nicht von vornherein Arbeitsleistung erbringen kann, der Auszubildende kriegt aber sofort Geld, weil er schon nach wenigsten Stunden arbeiten kann?
Korrekt erkannt. Leistung und Gegenleistung. Warum sollte der Student für etwas "bezahlt" werden, wenn er seinem "Arbeitgeber" keine Leistung bringt?

Marty
 
Nein, dass sind Kosten die zwingend erhoben werden, da hat man leider keine Wahl, der gesamte Betrag muss überwiesen werden.
Dann sollte man die auf die Studiengebühren anrechnen, wäre meine Meinung. Man kann nicht Studiengebühren erheben und dann zusätzlich Verwaltungsgebühren für das Studium.

Marty
 
Warum muss ein Arbeiter am Fliessband dem Studenten seine Ausbildung finanzieren? Warum muss der Industriekaufmann, wenn er sich fortbilden will, seine Fortbildung selber zahlen. Warum sind fast alle Fortbildungen kostenpflichtig, während das Studium kostenlos sein soll?

Wie du schon richtig sagst, sind das Fortbildungen! Eine Ausbildung ist also schon vorhanden! Studenten haben oft noch gar keine Ausbildung, weil sie direkt von der Schule kommen...

Dann sollte man die auf die Studiengebühren anrechnen, wäre meine Meinung. Man kann nicht Studiengebühren erheben und dann zusätzlich Verwaltungsgebühren für das Studium.

Marty

Herzlichen Glückwunsch, du hast gerade die Ungerechtigkeit der Studiengebühren herausgefunden :mrgreen::mrgreen:
 
Nein, aber wenn sie es nicht bleiben, dann sollten sie dem deutschen Steuerzahler das Geld zurückgeben, was dieser investiert hat.

Naja, dann sollten auch alle anderen Investitionen zurückgegeben werden, die keinen Erfolg zeigen -> Ding der Unmöglichkeit

Warum muss ein Arbeiter am Fliessband dem Studenten seine Ausbildung finanzieren? Warum muss der Industriekaufmann, wenn er sich fortbilden will, seine Fortbildung selber zahlen. Warum sind fast alle Fortbildungen kostenpflichtig, während das Studium kostenlos sein soll?

Das Studium ist keine Fort- sondern eine Ausbildung. Egal was du machst, letztlich ist es alles nur Grundlagenwissen, was vermittelt mit, Arbeitstechniken, Hintergründe etc.

Und Du findest jetzt, dass 6% Kostenbeteiligung unmöglich seien. Wenn ich z.B. heute einen MSCE machen will, der in meinem Job zwingend erforderlich ist, dann kostet mich der mit den entsprechenden Schulungsmassnahmen knapp 20.000 Euro. Nach Abrechnung über die Steuer zahle ich davon immer noch 60% selber. Was würdest Du davon halten, wenn ich jetzt verlangen würde, dass diese Fortbildungen vom Staat getragen werden?

Fortbildung sind deine eigene Sache - du brauchst sie nicht, um arbeiten zu können. Das Studium ist aber, wie schon gesagt, keine Fortbildung, und insofern auch wichtig, um überhaupt arbeiten zu können.

Ich kenne Jura-Studenten, die direkt von Anfang an nebenbei bei einem Anwalt arbeiten, dort auch Geld verdienen.

Der Vergleich hinkt: diese Studenten arbeiten beim Anwalt, weil es ihr späterer Beruf sein wird und dort auch Arbeiten möglich sind, für die es keine großen Vorkenntnisse braucht. Andere Studenten arbeiten aber als Kellner oder Kassierer etc., weil sie in ihrem späteren Berufsfeld noch keinen Job finden können. Aber da sind wir wieder bei dem Punkt, dass Nebenjobs die Studienzeit verlängern können und trotzdem oft nicht ausreichen, um davon leben zu können.

Korrekt erkannt. Leistung und Gegenleistung. Warum sollte der Student für etwas "bezahlt" werden, wenn er seinem "Arbeitgeber" keine Leistung bringt?

Weil der Student keinen "Arbeitgeber" hat sondern eine "Dienstleistung" in Anspruch nimmt, für die er ja bereits Bearbeitungs- und Verwaltungskosten gezahlt hat. Und weil der Student für diese Dienstleistung mitunter enorme Nebenkosten hat.
 
Wie du schon richtig sagst, sind das Fortbildungen! Eine Ausbildung ist also schon vorhanden! Studenten haben oft noch gar keine Ausbildung, weil sie direkt von der Schule kommen...
Ja, wenn man nur die Erststudenten sieht. Und was ist mit den Mehrfach-, den Zweit-, den Später- und den "Als-Rentner"-Studenten?

Und wieso sollte eine Industriekaufmann, der erstmal eine Ausbildung gemacht hat, später für seine spezielle Ausbildung zahlen? Dient diese Fortbildung dann nicht mehr dem Staat?

Eben war noch das Argument, dass Hochqualifizierte dem Staat ja nutzen. Plötzlich ist dies aber kein Argument mehr?

Naja, dann sollten auch alle anderen Investitionen zurückgegeben werden, die keinen Erfolg zeigen
Beispiele? Wenn der Staat irgendetwas subventioniert, dann sind da meist eine Reihe von Bedingungen dran gebunden. Klappt doch beim Bafög ähnlich.

Das Studium ist keine Fort- sondern eine Ausbildung. Egal was du machst, letztlich ist es alles nur Grundlagenwissen, was vermittelt mit, Arbeitstechniken, Hintergründe etc.
Siehe oben, wie war das noch mit "Der Staat braucht hochqualifierte Arbeitskräfte, also soll er auch die Ausbildung zahlen!". Gilt das also nur für Studenten?

Fortbildung sind deine eigene Sache - du brauchst sie nicht, um arbeiten zu können. Das Studium ist aber, wie schon gesagt, keine Fortbildung, und insofern auch wichtig, um überhaupt arbeiten zu können.
Niemand braucht ein Studium, um arbeiten zu können. Es ist natürlich ganz hilfreich, wenn es um bestimmte Berufe geht. Aber wer zwingt dich, diese auszuüben?

Der Vergleich hinkt: diese Studenten arbeiten beim Anwalt, weil es ihr späterer Beruf sein wird und dort auch Arbeiten möglich sind, für die es keine großen Vorkenntnisse braucht.
Reines Schönreden, sprich doch mal mit Jurastudenten, die das machen.

Andere Studenten arbeiten aber als Kellner oder Kassierer etc., weil sie in ihrem späteren Berufsfeld noch keinen Job finden können.
Das tun sie auch ohne Studiengebühren, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Und nochmal: Wer zwingt sie denn, die Studiengebühren während des Studiums zu "erarbeiten". Durch den enormen Gehaltsvorteil, den sie später haben, sollte es doch kein Problem sein, die Gebühren als Kredit zu nehmen.

Ich müsste meine Fortbildung schliesslich auch auf Pump bestreiten.

Weil der Student keinen "Arbeitgeber" hat sondern eine "Dienstleistung" in Anspruch nimmt, für die er ja bereits Bearbeitungs- und Verwaltungskosten gezahlt hat.
Ach so, der Student soll also vom Staat dafür subventioniert, dass er die Dienstleistung Studium in Anspruch nimmt.

Ich halte mal fest: Das Studium soll kostenlos sein, die Unis sollen gefälligst mehr für Studenten machen, die negativen Begleiterscheinungen sollen beseitigt werden (die hier genannt wurden) und zahlen soll das alles ein Staat, der sowieso kein Geld hat.

Und im Anschluss an das Studium stellt der Frisch-Diplomierte dann fest, dass man in Deutschland ja so wenig Netto hat, weil man so hohe Steuern zahlt und verzieht sich ins Ausland. Dann soll der Staat doch erstmal sparen und die Steuern senken, bevor man wieder hier Steuern zahlt.

Und bezahlen dürfen das alles dann diejenigen, denen man das Studium verwehrt hat.

Ich wünsche mir ein Land, das nur noch aus Studenten und Studierten besteht.

Marty

PS: ich habe heute die Mitteilung bekommen, dass ein Kindergartenplatz für meinen Sohn 284 Euro kostet, zahlbar an die Stadt und zusätzlich 78 Euro "Vereinsbeitrag" an den privaten Träger für zusätzliche Bildungsangebote für die Kleinsten. Ich werde denen zurückschreiben, dass Bildung in Deutschland kostenlos sein sollte und ich nicht zahlen werde. Ich hoffe auf Eure Unterstützung.
 
Ja, wenn man nur die Erststudenten sieht. Und was ist mit den Mehrfach-, den Zweit-, den Später- und den "Als-Rentner"-Studenten?
Für solche Leute gebe ich dir Recht! Wenn die Leute ein Studium abbrechen oder noch eins hinten dran hängen oder mit 40 50 oder ähnliches noch studieren, ist es etwas anderes! Das Erststudium sollte aber bezahlbar bleiben!
Ganz nebenbei wurden ja vor der Studiengebühren schon erhöhte Gebühren für Langzeitstudenten erhoben und ich glaube auch für das Zweitstudium!

Und wieso sollte eine Industriekaufmann, der erstmal eine Ausbildung gemacht hat, später für seine spezielle Ausbildung zahlen? Dient diese Fortbildung dann nicht mehr dem Staat?

Eben war noch das Argument, dass Hochqualifizierte dem Staat ja nutzen. Plötzlich ist dies aber kein Argument mehr?

Wenn er die Fortbildung vom Arbeitgeber aus macht, kriegt er doch auch Zuschüsse vom Arbeitgeber bzw. Staat oder? Zumindest würde ich das für fair halten! Selbiges gilt für Fortbildungen, damit er aus der Arbeitslosigkeit raus kommt!

Beispiele? Wenn der Staat irgendetwas subventioniert, dann sind da meist eine Reihe von Bedingungen dran gebunden. Klappt doch beim Bafög ähnlich.

Niemand braucht ein Studium, um arbeiten zu können. Es ist natürlich ganz hilfreich, wenn es um bestimmte Berufe geht. Aber wer zwingt dich, diese auszuüben?

Wie du schon richtig sagst, in vielen Bereichen kommt man ohne Studium nicht weit bzw. kriegt erst gar keinen Job!
Such mal in der IT Branche in der Zeitung Jobs ;) Überall heißt es "Informatik oder Elektrotechnikstudium oder vergleichbares!" Da gibts ganz wenige Stellen ohne und die sind dann noch mies bezahlt!


Ich halte mal fest: Das Studium soll kostenlos sein, die Unis sollen gefälligst mehr für Studenten machen, die negativen Begleiterscheinungen sollen beseitigt werden (die hier genannt wurden) und zahlen soll das alles ein Staat, der sowieso kein Geld hat.

Und im Anschluss an das Studium stellt der Frisch-Diplomierte dann fest, dass man in Deutschland ja so wenig Netto hat, weil man so hohe Steuern zahlt und verzieht sich ins Ausland. Dann soll der Staat doch erstmal sparen und die Steuern senken, bevor man wieder hier Steuern zahlt.

Und bezahlen dürfen das alles dann diejenigen, denen man das Studium verwehrt hat.

Ich wünsche mir ein Land, das nur noch aus Studenten und Studierten besteht.

Hier redet ja niemand davon, dass man gar nichts bezahlen muss! Es wird davon gesprochen, dass die Gebühren ohne jegliche Gegenleistung erhoben wurden! Wenn wir wenigstens noch was dafür bekommen hätten, wär das alles kein Problem gewesen!
Ich denke nicht, dass die Auswanderquote so hoch liegt, dass da wirklich Gefahr besteht.

PS: ich habe heute die Mitteilung bekommen, dass ein Kindergartenplatz für meinen Sohn 284 Euro kostet, zahlbar an die Stadt und zusätzlich 78 Euro "Vereinsbeitrag" an den privaten Träger für zusätzliche Bildungsangebote für die Kleinsten. Ich werde denen zurückschreiben, dass Bildung in Deutschland kostenlos sein sollte und ich nicht zahlen werde. Ich hoffe auf Eure Unterstützung.

Meine Stimme hast du definitiv!!!
Die 284€ + 78€ sind sicher pro Monat oder?
Finde ich genau so eine Frechheit...
Wollen immer das mehr Kids geboren werden und dann sowas... Aber das ist nen anderes Thema :mrgreen::mrgreen::roll:

P.S.: Noch so eine schöne Ungerechtigkeit!
Ab nächstes Semester bekommen wir an der Uni das NRW Ticket! Dann können wir in ganz NRW mit der Bahn fahren und nicht nur im VRR!
Das Schöne:
Es kostet mal eben knapp 50€ im Semester! Wir können das nicht abbestellen! Wir müssen es bezahlen!
Das Allerschönste:
Es gab eine Umfrage an der Uni, ob wir es haben wollen! Die Mehrheit hat dagegen gestimmt, weil aber zu wenig Studenten abgestimmt haben, konnte der Studienrat selber entscheiden und hat es TROTZDEM eingeführt!!
Tolle Abstimmung :)
 
Für solche Leute gebe ich dir Recht! Wenn die Leute ein Studium abbrechen oder noch eins hinten dran hängen oder mit 40 50 oder ähnliches noch studieren, ist es etwas anderes! Das Erststudium sollte aber bezahlbar bleiben!
Es ist doch bezahlbar. Es ist sogar mit den 500 Euro pro Semester (die lange nicht alle Unis erheben) bezahlbar.

Wenn ich mir das mal durchrechne: 8 Semester, 750 Euro pro Semester Gebühren (mit Verwaltung und Tickets etc.), dazu noch 6.000 Euro Lebenshaltung, bedeutet am Ende des Studiums 54.000 Euro Schulden, wenn man während des Studiums keinerlei Unterstützung bekommen hat. Das mag sich nach viel anhören, wenn man das aber als Rate auf sein gesamtes Arbeitsleben verteilt (40 Jahre), dann sind das mal gerade 150-200 Euro pro Monat und damit vermutlich nur wenig von dem, was man einem Nichtstudierten an Gehalt voraus hat.

Wenn er die Fortbildung vom Arbeitgeber aus macht, kriegt er doch auch Zuschüsse vom Arbeitgeber bzw. Staat oder?
Was der Arbeitgeber anordnet, muss der Arbeitgeber bezahlen. Leider haben wohl wenig Arbeitgeber Lust, ihren Mitarbeitern diese Ausbildungen und Prüfungen zu zahlen. Immerhin könnten die ja nachher mehr Geld fordern. Der Staat lässt es zu, das die Kosten steuermindernt geltend gemacht werden können, das bringt aber nur einen Bruchteil wieder ein.

Übrigens ist das, was ich vorschlage, in der Wirtschaft völlig normal: Wenn der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter solch eine Ausbildung (z.B. zum MSCE oder andere fachspezifische Fortbildungen) zahlt, dann verlangt er vom Arbeitnehmer eine schrifltiche Zusage, dass dieser noch mindestens 5 jahre (als Beispiel) bei dem Arbeitgeber arbeitet und wenn nicht, die Kosten zurückzahlt.

Aber das wäre ja für Studenten "Freiheitsberaubung", wie Taliesyn so schön schreibt.

Such mal in der IT Branche in der Zeitung Jobs ;) Überall heißt es "Informatik oder Elektrotechnikstudium oder vergleichbares!" Da gibts ganz wenige Stellen ohne und die sind dann noch mies bezahlt!
Und weil jemand jetzt solch einen Job will, soll der Staat ihm die Ausbildung, die dazu nötig ist, bezahlen? Warum bezahlt nicht der sie, der diese Anforderungen stellt?

Hier redet ja niemand davon, dass man gar nichts bezahlen muss! Es wird davon gesprochen, dass die Gebühren ohne jegliche Gegenleistung erhoben wurden!
Ich durfte mir zuletzt die TU München anschauen, den Neubau für die Informatiker. Ich bin schon der Meinung, dass da ganz, ganz viel geboten wird und das man für nicht mal 100 Euro im Monat schon viel mehr geboten bekommt, als man erwarten dürfte.
Ich denke nicht, dass die Auswanderquote so hoch liegt, dass da wirklich Gefahr besteht.
In der Schweiz gibt es schon Beschwerden von Bürgern, dass Ärzte-Stellen zu einem Grossteil nur noch mit Deutschen besetzt werden, weil die ja so billig sind. Und deutsche Ärzte, die gerade die Ausbildung fertig haben, am liebsten gestern schon weg wären (verständlicherweise übrigens).

Meine Stimme hast du definitiv!!!
Die 284€ + 78€ sind sicher pro Monat oder?
Natürlich. Und das ist noch nicht alles. 6 Tage im Jahr "freiwillige Mitarbeit" im Verein muss man zur Verfügung stellen, sämtliche Ausflüge etc. sind einzeln extra zu zahlen, es gibt eine 8 DIN-A4 Seiten lange Liste über die "Erstausstattung des Kindes" etc.

Um das klarzustellen: Das ist kein Jammern, ich zahle das, weil ich weiß, dass ich die passende Gegenleistung für mein Kind bekomme. Und weil die Entscheidung für ein Kind meine eigene war. Ich sehe es jetzt nicht als Aufgabe des Staates an, alle Kosten für mein Kind zu übernehmen. Ich wollte das nur als Beispiel anführen, dass Bildung eben nicht kostenlos ist. Und Studenten keine Ausnahme sind, wenn sie sich an den Kosten beteiligen.

Marty
 
Fortbildung sind deine eigene Sache - du brauchst sie nicht, um arbeiten zu können. Das Studium ist aber, wie schon gesagt, keine Fortbildung, und insofern auch wichtig, um überhaupt arbeiten zu können.
Studium ist auch deine eigene Sache...
Schonmal überlegt, wieviele Bildungsjahre du gebraucht hast, wenn du mit deinem Studium fertig bist? mindestens 16-17... Ein normaler Azubi hat vielleicht 10 Jahre die Schule besucht plus 2-3 Jahre Ausbildung.
Dir werden 17 Jahre Bildung finanziert, dem anderen "nur" 13. Warum hat der hinterher nicht den Anspruch auf entsprechende Weiterbildungen?
 
Wenn ich mir das mal durchrechne: 8 Semester, 750 Euro pro Semester Gebühren (mit Verwaltung und Tickets etc.), dazu noch 6.000 Euro Lebenshaltung, bedeutet am Ende des Studiums 54.000 Euro Schulden, wenn man während des Studiums keinerlei Unterstützung bekommen hat. Das mag sich nach viel anhören, wenn man das aber als Rate auf sein gesamtes Arbeitsleben verteilt (40 Jahre), dann sind das mal gerade 150-200 Euro pro Monat und damit vermutlich nur wenig von dem, was man einem Nichtstudierten an Gehalt voraus hat.

Ein heutiges Bachelor-Master-Studium hat mindestens 10 Semester ;)
Und ich finde, über 54'000 € Schulden dafür, dass man etwas gelernt hat, sind 'ne ganze Menge. Weil es eben, wie ich schon oft genug gesagt habe, gar nicht sicher ist, dass man einen Job kriegt. Wenn du also verlangst, dass Studenten in Deutschland bleiben müssen, wenn sie ihr Studium finanziert kriegen, dann müssen sie auch einen Job kriegen, der ihren Fähigkeiten entspricht.

Übrigens ist das, was ich vorschlage, in der Wirtschaft völlig normal: Wenn der Arbeitgeber seinem Mitarbeiter solch eine Ausbildung (z.B. zum MSCE oder andere fachspezifische Fortbildungen) zahlt, dann verlangt er vom Arbeitnehmer eine schrifltiche Zusage, dass dieser noch mindestens 5 jahre (als Beispiel) bei dem Arbeitgeber arbeitet und wenn nicht, die Kosten zurückzahlt.

In der Wirtschaft, ja. Dir dürfte aufgefallen sein, dass sich Studenten nicht in der Wirtschaft bewegen, sondern in der Bildung..;)

Und weil jemand jetzt solch einen Job will, soll der Staat ihm die Ausbildung, die dazu nötig ist, bezahlen? Warum bezahlt nicht der sie, der diese Anforderungen stellt?

Naja, wenn der Staat keine IT-Fachkräfte braucht, keine Mediziner, Richter, Forscher - okay, dann soll er die nötige Ausbildung halt nicht zahlen. Aber er braucht sie. Und es wäre eine Überschreitung seiner Kompetenzen wenn er den Menschen vorschriebe, welchen Beruf sie auszuüben hätten.

Ich durfte mir zuletzt die TU München anschauen, den Neubau für die Informatiker. Ich bin schon der Meinung, dass da ganz, ganz viel geboten wird und das man für nicht mal 100 Euro im Monat schon viel mehr geboten bekommt, als man erwarten dürfte.


Hast du dich mal erkundigt, wie viel Prozent der Kosten durch Studiengebühren gedeckt wurden? Meist wird sowas doch durch die ohnehin vorhandenen, staatlichen Gelder finanziert. Die meisten Menschen wären ja bereit, eine gewisse Summe beizusteuern, aber es zeigen sich viel zu wenig Ergebnisse!
 
Studium ist auch deine eigene Sache...
Schonmal überlegt, wieviele Bildungsjahre du gebraucht hast, wenn du mit deinem Studium fertig bist? mindestens 16-17... Ein normaler Azubi hat vielleicht 10 Jahre die Schule besucht plus 2-3 Jahre Ausbildung.
Dir werden 17 Jahre Bildung finanziert, dem anderen "nur" 13. Warum hat der hinterher nicht den Anspruch auf entsprechende Weiterbildungen?

Hier hat nie jemand behauptet, das Studenten ihr Studium nicht bezahlen möchten!!
Es geht einzig darum, dass es auf einem Happen deutlich mehr geworden ist, wobei die Leistung dabei auf dem selben Niveau geblieben ist!!
Wenn es wenigstens nach und nach angehoben wurden wäre, bzw. wir was davon hätten!
Ich bin gerne bereit, fürs Studium zu zahlen und dafür auch zu arbeiten! Das tue ich ja schon :mrgreen:

Wenn jetzt nächstes Jahr der Staat sagt, wir finanzieren die Kindergärten nicht mehr, sie müssen leider im Monat 100€ mehr bezahlen, was würdest du dann denken?
Würdest du dir nicht auf verarscht vor kommen?
 
Ein heutiges Bachelor-Master-Studium hat mindestens 10 Semester ;)
Und ich finde, über 54'000 € Schulden dafür, dass man etwas gelernt hat, sind 'ne ganze Menge. [...]
So kann man doch auch nicht rechnen... Wenn ich auf 54 000 Euro nur 100 Euro im Monat abbezahle, wrde ich nie!! schuldenfrei... Wenn ich 10 Jahre abzahle, muss ich gut und gerne das doppelte aufbringen... :roll:
 
So kann man doch auch nicht rechnen... Wenn ich auf 54 000 Euro nur 100 Euro im Monat abbezahle, wrde ich nie!! schuldenfrei... Wenn ich 10 Jahre abzahle, muss ich gut und gerne das doppelte aufbringen... :roll:

Ganz zu schweigen von den Zinsen... Wenn man nur 5% rechnet, sind das im Monat 225€! Und da habe ich noch nichts abbgezahlt! Das heißt es muss ein höhrer Betrag her!
Bin zu faul das nun zu rechnen, aber bei sowas wird man die Schulden sehr schwer los bzw. gar nicht und man kann ein Haus ein Auto etc. für die nächsten 20 Jahre erstmal vergessen :mrgreen:
Ganz großes Kino :ugly::ugly:
 
Würde man den Studenten sämtliche Kosten in Rechnung stellen, würde kaum einer mehr studieren.

Aber spinnen wir den Gedanken "Student bekommt Leistung, soll also voll dafür zahlen" mal weiter. Führen wir ein schönes Schulgeld ein. Ich mein, der Schüler "leistet" nix und bekommt dafür ein nettes, beheiztes Zimmer, ne Tafel, und noch nen Lehrer, der vorne rumhampelt. Kostet alles Geld, lasst es doch den Schüler bezahlen. Denn wenn nun jemand nur den Hauptschulabschluss macht, ist er ja auch weniger lange auf der Schule (es sei denn, er bleibt öfters mal sitzen ;) ) als ein Abiturient. Wieso sollte man denn dann nicht zumindest für die Oberstufe Gebühren einführen? Vielleicht so 200 Euro im Monat, is ja nicht so viel?

So, das wäre der Gedanke konsequent weitergesponnen. Klingt doch toll! Doch halt, was wären die Folgen? Bildung nur noch für die Reichen. Die reichen Familien sind gebildet, können sich für ihre Kinder auch Bildung leisten, Kinder sind also auch gebildet, verdienen mehr, deren Kinder ebenfalls, usw. Die Armen dürfen dann schön dumm bleiben und die Drecksarbeit machen. Klingt doch super, selber schuld, wenn die sich nicht Schule und Studium leisten können.

Es ist doch ohnehin schon so, dass sich Bildung auch FINANZIELL für den Staat lohnt. Er investiert in die Bildung seiner Bürger und nur so bleibt die Wirtschaft konkurrenzfähig. Das bekommt er vielfach zurückgezahlt, indem Arbeitsplätze, etc. entstehen. Wären wir alle noch "dumme Bauern", könnten wir hier einpacken.