Eure Meinung zu den Studiengebühren!

Du sagst es doch selbst: es kommt weniger rein. Und zwar in erheblichem Maße! Die wenigsten sind doch irgendwann so weit, genug Geld zu verdienen, um zurückzuzahlen.
Das sind doch Allgemeinplätze, die sich nicht belegen lassen. Du behauptest hier ernsthaft, die meisten Studenten, die einen Abschluss machen, verdienen nachher zu wenig?

Sind denn heutige Studenten nur noch Luschen, die nichts mehr lernen? Wäre schön, dann muss ich mir um Konkurrenz keine Sorgen machen.

Marty
 
Im WS 06/07 waren laut Wikipedia rund 2 Mio. Menschen an Hochschulen eingeschrieben, 60% davon an Universitäten.
Wieviele von denen zahlen denn Studiengebühren? Doch sicher nicht alle, da es immer noch Bundesländer ohne Gebühren gibt.

Du sagst es doch selbst: es kommt weniger rein. Und zwar in erheblichem Maße! Die wenigsten sind doch irgendwann so weit, genug Geld zu verdienen, um zurückzuzahlen.
Wieso sollte man dann studieren, wenn man glaubt, nachher nicht genug zu verdienen? Und wieviel ist denn "genug"?
 
Das sind doch Allgemeinplätze, die sich nicht belegen lassen. Du behauptest hier ernsthaft, die meisten Studenten, die einen Abschluss machen, verdienen nachher zu wenig?

Ist alles Allgemeinplatz, was sich nicht beweisen lässt?
Zu wenig, wie auch birnchen schon andeutete, ist relativ. Zu wenig, wenn es um den Vorschlag einer Sondersteuer für Bestverdienende geht, ja. Ich weiß ja nicht, an welchen Steuersatz und welche Bevölkerungsschicht jene Genien dachten, die diesen Vorschlag einzubringen die Weisheit hatten...
 
Du sagst es doch selbst: es kommt weniger rein. Und zwar in erheblichem Maße! Die wenigsten sind doch irgendwann so weit, genug Geld zu verdienen, um zurückzuzahlen. Allen anderen wurde das Geld quasi geschenkt. Der Staat hat wieder enorme Verluste. Und dann kann er das Geld auch wieder selbst den Unis zuschießen anstatt Studiengebühren einzuführen. Weil's egal ist, beide Konzepte kosten ihn viel Geld.

Herzlichen Glückwunsch zu der Erkenntnis: Bildung kostet Geld. Ja und nun? Seh es doch mal so: Der Staat investiert gezielt in Bildung. Das ist ne gute Investition. Wieso kannst du diesen Blickwinkel nicht nachvollziehen?
 
Herzlichen Glückwunsch zu der Erkenntnis: Bildung kostet Geld. Ja und nun? Seh es doch mal so: Der Staat investiert gezielt in Bildung. Das ist ne gute Investition. Wieso kannst du diesen Blickwinkel nicht nachvollziehen?


Himmel, darum geht es mir doch gar nicht. Natürlich kostet Bildung. Und ich habe bereits gesagt, dass ich gegen Studiengebühren bin, also dafür, dass der Staat allein in Bildung investiert. Meine Kritik richtet sich darauf: es ist gehupft wie gesprungen, ob Kredite (wie hier vorgeschlagen) vergeben werden oder einfach alles wie früher, vor der Gebühreneinführung, läuft: es kostet immer den Staat. Kredite verlagern die Belastung nicht nur, sondern sie machen eine Entlastung in vielen Fällen unmöglich. Von der Belastung für Studenten einmal abgesehen.
 
ich denke einfach,wenn man für Bildung bezahlen muß dann lernt man doch
unter anderen Umständen.Es steht dann vielleicht ein gewisser Zwang hinter dem lernen denn man zahlt dann ja auch dafür.Vielleicht nimmt man dann die Sache einwenig ernster als wenn nur der Staat dafür bezahlt Ein gewissen Eigenanteil finde ich daher nicht übel denn das gibt dem lernen einen anderen Inhalt irgendwie.
 
ich denke einfach,wenn man für Bildung bezahlen muß dann lernt man doch
unter anderen Umständen.Es steht dann vielleicht ein gewisser Zwang hinter dem lernen denn man zahlt dann ja auch dafür.Vielleicht nimmt man dann die Sache einwenig ernster als wenn nur der Staat dafür bezahlt Ein gewissen Eigenanteil finde ich daher nicht übel denn das gibt dem lernen einen anderen Inhalt irgendwie.

Hmm... sicher ist da schon ein gewisser Zwang dahinter... aber der ist ja schon durch die Umstellung auf Bachelor und Master gegeben. Bei uns wird man, wenn man den Bachelor nicht nach dem 11 oder 12 Semestern hat zwangsmatikuliert.

Ich kann mir das das Semester auch mit 12 Scheinen vollpacken nur um möglichst schnell fertig zu werden. Dann lernt man halt nur noch für die Prüfung. ABER: Man hat doch so kaum noch Zeit sich wirklich mit der Materie auseinander zu setzen. Ist das noch studieren?

Durch Studiengebühren soll nach meiner Meinung die Ausbildung besser werden und nicht schneller!

Aber das kann halt nicht passieren, wenn der Bund Gelder streicht und die Unis verdonnert das Loch durch die Einnahme von Studiengebühren zu stopfen. Ob die Unis durch die Studiengebühren nun mehr Geld haben als vorher, kann ich nicht beurteilen. Aber bis jetzt merke ich noch nichts davon dass die Ausbildung besser geworden ist.


DadyCool
 
Hmm... sicher ist da schon ein gewisser Zwang dahinter... aber der ist ja schon durch die Umstellung auf Bachelor und Master gegeben. Bei uns wird man, wenn man den Bachelor nicht nach dem 11 oder 12 Semestern hat zwangsmatikuliert.l
Und das soll nun Stress sein? Ich kenn das nur so, dass man nach der 2. Wiederholungsklausur exmatrikuliert wird! Meiner Meinung nach ist das auch richtig, denn warum sollte man plötzlich beim dritten Mal klüger sein und warum hat man nicht schon für die ersten beiden Wiederholungen genug gelernt? Außerdem ist die Regelstudienzeit beim Bachelor nur bei 6 Semestern!
Ich kann mir das das Semester auch mit 12 Scheinen vollpacken nur um möglichst schnell fertig zu werden. Dann lernt man halt nur noch für die Prüfung. ABER: Man hat doch so kaum noch Zeit sich wirklich mit der Materie auseinander zu setzen. Ist das noch studieren?
Der Bachelor ist ja nicht das ganze Studium... Danach kommt noch der Master und dann gehts weiter... 12 Scheine? Das halte ich für übertrieben... Ich schreibe in dem Semester 8 Klausuren und das ist schon hart an der Grenze!
Durch Studiengebühren soll nach meiner Meinung die Ausbildung besser werden und nicht schneller!
Volle Zustimmung! Aber wer kann das schon sagen? Wer hat Diplom und Master gleichzeitig? Es gibt Vor- und Nachteile... Bei den Bachelor wird meiner Meinung nach viel früher gesiebt, was für den Studenten einen riesigen Vorteil birgt... Wenn man erst im Vordiplom bemerkt, dass man keine passablen Noten erreichen kann, ist schon sehr viel Zeit verloren gegangen... Ich sehe aber auch die Problematik des Bachelor-Studiums (bin ja gerade dabei)... Der Sinn manche Sachen stumpf in- und auswendig zu erlernen ist nicht gerade groß, aber irgendwie muss man eben benotet werden... Und wenn das dann in Zoologie heißt 5000 verschiedene Tierarten zu lernen um sie nach einer Woche wieder zu vergessen, dann muss man das eben machen... ;)
Aber das kann halt nicht passieren, wenn der Bund Gelder streicht und die Unis verdonnert das Loch durch die Einnahme von Studiengebühren zu stopfen.
Das ist eine der Behauptungen, die nicht stimmen! In den letzten Jahren wurde das Ressort Bildung immer überproportional erhöht. Ob dies nun ausreichend ist, ist eine andere Frage! Die Aussage, dass Gelder gekürzt wurden stimmt jedenfalls nicht.
Ob die Unis durch die Studiengebühren nun mehr Geld haben als vorher, kann ich nicht beurteilen. Aber bis jetzt merke ich noch nichts davon dass die Ausbildung besser geworden ist.
Naja, ich merke einiges davon! Es gibt zu jedem schwierigeren Fach Seminare, die man besuchen kann, neuere Ausrüstung usw...
 
Und das soll nun Stress sein? Ich kenn das nur so, dass man nach der 2. Wiederholungsklausur exmatrikuliert wird! Meiner Meinung nach ist das auch richtig, denn warum sollte man plötzlich beim dritten Mal klüger sein und warum hat man nicht schon für die ersten beiden Wiederholungen genug gelernt? Außerdem ist die Regelstudienzeit beim Bachelor nur bei 6 Semestern!

Ich habe nichts von Wiederholungen gesagt, ist ja bei den meisten so ;) Aber manche brauchen halt länger um bedingte Sachen zu raffen oder den Zusammenhang zu sehen. Und dann erst macht es klick. Ich halte die Regelung nach 2 Prüfung exmatrikuliert zu werden nicht für sinvoll. 4 Prüfungsversuche sollten es schon sein. Aber das ist meine Meinung.

Der Bachelor ist ja nicht das ganze Studium... Danach kommt noch der Master und dann gehts weiter... 12 Scheine? Das halte ich für übertrieben... Ich schreibe in dem Semester 8 Klausuren und das ist schon hart an der Grenze!

das war auch nur ein Beispiel ;) Aber wer findet denn noch die Zeit, bei 8 Klasuren, Arbeit, Freizeit sich weiterführend mit den Dingen zu beschäftigen?

Naja, ich merke einiges davon! Es gibt zu jedem schwierigeren Fach Seminare, die man besuchen kann, neuere Ausrüstung usw...

Seminare, Übungen und Tutorien die gabe es auch schon vorher. Sind die nun wirklich mehr geworden?

Bei einigen Übungen sitzen immer noch 30 Leute (ganz klar zu viel) Bei einigen Vorlesungen stehen immer noch 30 - 50 Studenten, weil keine Plätze mehr da sind. Dann fragt man sich schon, was die mit den Studengebühren machen.

DadyCool
 
Ich habe nichts von Wiederholungen gesagt, ist ja bei den meisten so ;) Aber manche brauchen halt länger um bedingte Sachen zu raffen oder den Zusammenhang zu sehen. Und dann erst macht es klick. Ich halte die Regelung nach 2 Prüfung exmatrikuliert zu werden nicht für sinvoll. 4 Prüfungsversuche sollten es schon sein. Aber das ist meine Meinung.

2 Wiederholungsklausur , hieß bei uns nicht so aber scheint genauso gemeint zu sein- das Du insgesamt 3 Prüfungen wirklich verhauen mußt um exmatrikuliert werden

und wenn man die erste "verhauen" hat dann lernt man doch spätestens für die Zweite soviel wie man kann und selbst wenn es nochmal schief geht hat man danach noch eine Chance bei der man nochmal alles geben kann

wer das nicht hinbekommt der fällt dann irgendwo zu Recht durch das Sieb und nen Studium heißt nurmal auch das ausgesiebt wird und ein paar gehen müssen, man könnte das Qualitätssicherung nennen ;)
 
2 Wiederholungsklausur , hieß bei uns nicht so aber scheint genauso gemeint zu sein- das Du insgesamt 3 Prüfungen wirklich verhauen mußt um exmatrikuliert werden

und wenn man die erste "verhauen" hat dann lernt man doch spätestens für die Zweite soviel wie man kann und selbst wenn es nochmal schief geht hat man danach noch eine Chance bei der man nochmal alles geben kann

wer das nicht hinbekommt der fällt dann irgendwo zu Recht durch das Sieb und nen Studium heißt nurmal auch das ausgesiebt wird und ein paar gehen müssen, man könnte das Qualitätssicherung nennen ;)

Moin,

da kann ich dir nur zustimmen! Drei Versuche sind mehr als genug. Die gibts bei mir im Studium auch. Man muss sich ja nur mal klar machen, was es heißt, wenn man einen Versuch mehr bekommt. Man muss zwangsweise, bei den meisten Klausuren, auch wieder ein halbes Jahr länger warten um diese schreiben zu können.
Das heißt wenn jemand 4 Versuche hätte, wären das schon 2 Jahre, nur für diese eine Klausur... Daher, wenn es sich um eine Erstsemesterklausur handelt, wird er Anfang des 5. Semester rausgeschmissen :ugly: Da sollte er eigentlich bald fertig sein :D
 
Muss ehrlich sagen: Bildung wird immer mehr was für "Reiche" (noch in Anführungszeichen), da ja neben den Gebühren noch etliche andere Kosten auf einen warten (Bücher, Wohnung, etc.) und statt dass der Staat sich "gebildete" Menschen "erschafft" bzw. diese Unterstützt, müssen die auch noch 500 € Studiengebühren (bei uns in BW) bezahlen.
 
Ich bin nicht reich, im Gegenteil, und habe es trotzdem (fast) bins zum Doktortitel geschafft. Hab auch nen Haufen Schulden an der Backe. Na und? Man kann nunmal nicht alles umsonst haben. Wird keiner gezwungen zu studieren. Wenn man nichts in seine Zukunft investieren will, dann hat man Pech gehabt und muß dann hinterher auch nicht jammern. In anderen Ländern geht das schließlich auch.
 
Du solltest aber nicht von dir auf andre schließen. Man kann sich nicht auf der einen Seite über einen Akademikermangel beschweren und auf der andren die Hürden für ein Studium erhöhen. Ob du nun persönlich die Studiengebühren in Kauf nimmst, oder auch Wannabe, der das schon erwähnt hat, spielt da nicht wirklich eine Rolle. Im Allgemeinen ist der Zugang durch Studiengebühren erschwert und das ist schlecht. Wenns nur einen gibt, der wegen Studiengebühren lieber ne Ausbildung anfängt (was du oder Wannabe nun persönlich von solchem Verhalten halten, ist vollkommen irrelevant), weil im direkten Vergleich diese nun günstiger erscheint, gibts nen Studenten weniger wegen den Studiengebühren. So ist es nunmal, auch wenn du alle Schulden der Welt auf dich genommen hättest für dein Studium und nur ein solches Verhalten für ehrbar und richtig hälst.

Positiv ist, dass die Unis mehr Geld in der Tasche haben. Langfristig wird der Staat das Geld aber dafür einsparen. Viele großartige Verbesserungen haben die Studiengebühren nunmal nicht gebracht. Die Bib hat ein bisschen länger offen oder es gibt ein paar mehr Bücher. Aber die Bücher hätte man eh anschaffen müssen, usw. Das ist meistens Etikettenschwindel.
 
Nur weil es bei dir keine Verbesserungen gibt, muß das doch nicht heißen, daß es nicht woanders anders ist. Hier ist sehr viel passiert. Da muß man auch ein bisschen über den Tellerrand gucken.
 
Eines ist aber schon klar... Irgendwann muss man sich schon mal überlegen, wann ein Studium finanziell noch rentabel ist.... Wenn ich mal mit 25 oder 26 langsam anfange zu arbeiten, verdienen Altergenossen schon 10 Jahre Geld... Rein finanziell gesehen dauert es wahrscheinlich sehr lange bis sich die Lernerei auszahlt... Daher sollte man vor allem auch aus anderen Gründen studieren... 8)