Ich bin da nicht so firm drin, was das bedeutet. Lass es 10 Semester sein. Wenn man promoviert oder noch weiter macht, dann können das auch 30 Semester sein.Ein heutiges Bachelor-Master-Studium hat mindestens 10 Semester![]()
Die hat man ja auch nur, wenn man weder Zuschüsse bekommt noch selber etwas während des Studiums arbeitet.Und ich finde, über 54'000 € Schulden dafür, dass man etwas gelernt hat, sind 'ne ganze Menge.
In welchem Berufen, für die solch ein Studium Voraussetzung ist, gibt es denn im Moment so einen deutlichen Bewerberüberang? Ich behaupte mal, dass jeder, der sein Studium vernünftig abschliesst, einen Job findet. Wer keinen findet, hat den falschen Beruf gewählt. Und noch schlimmer: Der Staat finanziert diese falsche Wahl auch noch.Weil es eben, wie ich schon oft genug gesagt habe, gar nicht sicher ist, dass man einen Job kriegt.
Seit wann ist der Staat dafür da, Jobs zu garantieren?Wenn du also verlangst, dass Studenten in Deutschland bleiben müssen, wenn sie ihr Studium finanziert kriegen, dann müssen sie auch einen Job kriegen, der ihren Fähigkeiten entspricht.
Völlig richtig. Und nach Deiner Schlussfolgerung soll Wirtschaft ihre Bildung bezahlen, Bildung aber nicht. Für wen bildet man sich denn, wenn nicht für die Wirtschaft?In der Wirtschaft, ja. Dir dürfte aufgefallen sein, dass sich Studenten nicht in der Wirtschaft bewegen, sondern in der Bildung.
Die paar IT-ler und Richter, die der Staat für sich selber braucht, kann er ja unterstützen. Aber dann sollen alle die, die in die Wirtschaft gehen sich das auch von der Wirtschaft bezahlen lassen.Naja, wenn der Staat keine IT-Fachkräfte braucht, keine Mediziner, Richter, Forscher - okay, dann soll er die nötige Ausbildung halt nicht zahlen.
Es wäre aber keine Überschreitung der Kompetenzen, wenn er jedem freistellt, welchen Beruf er ausübt, solange derjenige seine Ausbildung dazu auch selber zahlt.Aber er braucht sie. Und es wäre eine Überschreitung seiner Kompetenzen wenn er den Menschen vorschriebe, welchen Beruf sie auszuüben hätten.
Die Frage habe ich doch jetzt mehrfach gestellt an Euch, ohne die beantwortet zu bekommen. Wieviel % der Gesamtkosten machen diese 500 Euro pro Semester aus. Wenn es nur ein Furz ist, warum regt ihr euch auf?Hast du dich mal erkundigt, wie viel Prozent der Kosten durch Studiengebühren gedeckt wurden?
Das glaube ich nicht. Es würde aber die Unis verkleinern auf die Anzahl Menschen, die wirklich studieren sollten und auch dazu in der Lage sind. Wer weiß, dass er was auf dem Kasten hat und nach dem Studium viel Geld verdienen kann, der investiert auch das Geld.Würde man den Studenten sämtliche Kosten in Rechnung stellen, würde kaum einer mehr studieren.
Was kostet denn eine Ausbildung zum Piloten und warum verschulden sich dafür so viele? Weil sie wissen, dass sie später richtig gut verdienen.
Ja, warum denn nicht. Spinn doch mal weiter, was das bedeutet: Der Staat senkt ganz enorm seine Kosten, senkt drastisch die Steuern. Und die, die es sich selber nicht leisten können, bekommen Zuschüsse vom Staat. So, wie es heute auch schon bei vielen Dingen ist.Führen wir ein schönes Schulgeld ein. Ich mein, der Schüler "leistet" nix und bekommt dafür ein nettes, beheiztes Zimmer, ne Tafel, und noch nen Lehrer, der vorne rumhampelt. Kostet alles Geld, lasst es doch den Schüler bezahlen.
Das ist doch heute schon so. Wenn Du den Bevölkerungsschnitt mal mit dem Schnitt an Unis vergleichst, wirst Du nicht viele Studenten aus der sozialen Unterschicht finden. Da bisher das Studium (fast) kostenlos war, kann es ja daran nicht gelegen haben.Doch halt, was wären die Folgen? Bildung nur noch für die Reichen.
Woran lag es denn vor 10 Jahren, dass an den Unis nur ein Bruchteil der in Deutschland lebenden jugendlichen Ausländern zu finden war? Da kosteten die Unis noch keine Studiengebühr. Am Geld kann es also nicht gelegen haben.Die Armen dürfen dann schön dumm bleiben und die Drecksarbeit machen. Klingt doch super, selber schuld, wenn die sich nicht Schule und Studium leisten können.
Was hat der Staat denn von den ganzen Medizinern, die nach dem Studium in die Schweiz abhauen? Und den ganzen Ingenieuren, die lieber in Skandinavien mehr Geld verdienen, aber doch das Top-Studium aus Deutschland genutzt haben, weil das billiger war?Es ist doch ohnehin schon so, dass sich Bildung auch FINANZIELL für den Staat lohnt. Er investiert in die Bildung seiner Bürger und nur so bleibt die Wirtschaft konkurrenzfähig.
Marty