Eure Meinung zu den Studiengebühren!

Ein heutiges Bachelor-Master-Studium hat mindestens 10 Semester ;)
Ich bin da nicht so firm drin, was das bedeutet. Lass es 10 Semester sein. Wenn man promoviert oder noch weiter macht, dann können das auch 30 Semester sein.

Und ich finde, über 54'000 € Schulden dafür, dass man etwas gelernt hat, sind 'ne ganze Menge.
Die hat man ja auch nur, wenn man weder Zuschüsse bekommt noch selber etwas während des Studiums arbeitet.

Weil es eben, wie ich schon oft genug gesagt habe, gar nicht sicher ist, dass man einen Job kriegt.
In welchem Berufen, für die solch ein Studium Voraussetzung ist, gibt es denn im Moment so einen deutlichen Bewerberüberang? Ich behaupte mal, dass jeder, der sein Studium vernünftig abschliesst, einen Job findet. Wer keinen findet, hat den falschen Beruf gewählt. Und noch schlimmer: Der Staat finanziert diese falsche Wahl auch noch.

Wenn du also verlangst, dass Studenten in Deutschland bleiben müssen, wenn sie ihr Studium finanziert kriegen, dann müssen sie auch einen Job kriegen, der ihren Fähigkeiten entspricht.
Seit wann ist der Staat dafür da, Jobs zu garantieren?

In der Wirtschaft, ja. Dir dürfte aufgefallen sein, dass sich Studenten nicht in der Wirtschaft bewegen, sondern in der Bildung.
Völlig richtig. Und nach Deiner Schlussfolgerung soll Wirtschaft ihre Bildung bezahlen, Bildung aber nicht. Für wen bildet man sich denn, wenn nicht für die Wirtschaft?

Naja, wenn der Staat keine IT-Fachkräfte braucht, keine Mediziner, Richter, Forscher - okay, dann soll er die nötige Ausbildung halt nicht zahlen.
Die paar IT-ler und Richter, die der Staat für sich selber braucht, kann er ja unterstützen. Aber dann sollen alle die, die in die Wirtschaft gehen sich das auch von der Wirtschaft bezahlen lassen.

Aber er braucht sie. Und es wäre eine Überschreitung seiner Kompetenzen wenn er den Menschen vorschriebe, welchen Beruf sie auszuüben hätten.
Es wäre aber keine Überschreitung der Kompetenzen, wenn er jedem freistellt, welchen Beruf er ausübt, solange derjenige seine Ausbildung dazu auch selber zahlt.

Hast du dich mal erkundigt, wie viel Prozent der Kosten durch Studiengebühren gedeckt wurden?
Die Frage habe ich doch jetzt mehrfach gestellt an Euch, ohne die beantwortet zu bekommen. Wieviel % der Gesamtkosten machen diese 500 Euro pro Semester aus. Wenn es nur ein Furz ist, warum regt ihr euch auf?

Würde man den Studenten sämtliche Kosten in Rechnung stellen, würde kaum einer mehr studieren.
Das glaube ich nicht. Es würde aber die Unis verkleinern auf die Anzahl Menschen, die wirklich studieren sollten und auch dazu in der Lage sind. Wer weiß, dass er was auf dem Kasten hat und nach dem Studium viel Geld verdienen kann, der investiert auch das Geld.

Was kostet denn eine Ausbildung zum Piloten und warum verschulden sich dafür so viele? Weil sie wissen, dass sie später richtig gut verdienen.

Führen wir ein schönes Schulgeld ein. Ich mein, der Schüler "leistet" nix und bekommt dafür ein nettes, beheiztes Zimmer, ne Tafel, und noch nen Lehrer, der vorne rumhampelt. Kostet alles Geld, lasst es doch den Schüler bezahlen.
Ja, warum denn nicht. Spinn doch mal weiter, was das bedeutet: Der Staat senkt ganz enorm seine Kosten, senkt drastisch die Steuern. Und die, die es sich selber nicht leisten können, bekommen Zuschüsse vom Staat. So, wie es heute auch schon bei vielen Dingen ist.

Doch halt, was wären die Folgen? Bildung nur noch für die Reichen.
Das ist doch heute schon so. Wenn Du den Bevölkerungsschnitt mal mit dem Schnitt an Unis vergleichst, wirst Du nicht viele Studenten aus der sozialen Unterschicht finden. Da bisher das Studium (fast) kostenlos war, kann es ja daran nicht gelegen haben.

Die Armen dürfen dann schön dumm bleiben und die Drecksarbeit machen. Klingt doch super, selber schuld, wenn die sich nicht Schule und Studium leisten können.
Woran lag es denn vor 10 Jahren, dass an den Unis nur ein Bruchteil der in Deutschland lebenden jugendlichen Ausländern zu finden war? Da kosteten die Unis noch keine Studiengebühr. Am Geld kann es also nicht gelegen haben.

Es ist doch ohnehin schon so, dass sich Bildung auch FINANZIELL für den Staat lohnt. Er investiert in die Bildung seiner Bürger und nur so bleibt die Wirtschaft konkurrenzfähig.
Was hat der Staat denn von den ganzen Medizinern, die nach dem Studium in die Schweiz abhauen? Und den ganzen Ingenieuren, die lieber in Skandinavien mehr Geld verdienen, aber doch das Top-Studium aus Deutschland genutzt haben, weil das billiger war?

Marty
 
Ich bin da nicht so firm drin, was das bedeutet. Lass es 10 Semester sein. Wenn man promoviert oder noch weiter macht, dann können das auch 30 Semester sein.

10 Semester Regelstudienzeit, 2 Semester, die man zum gleichen Tarif dranhängen kann: bei jedem weiteren halben Jahr ist man Langzeitstudent und spätestens dann schießen die Kosten in die Höhe.

In welchem Berufen, für die solch ein Studium Voraussetzung ist, gibt es denn im Moment so einen deutlichen Bewerberüberang? Ich behaupte mal, dass jeder, der sein Studium vernünftig abschliesst, einen Job findet.
Wer keinen findet, hat den falschen Beruf gewählt. Und noch schlimmer: Der Staat finanziert diese falsche Wahl auch noch.

Dann sollte besser niemand mehr studieren, oder die Wirtschaft selbst die Studienplätze für bestimmte Fächer nach Bedarf vergeben...oder wie?

Seit wann ist der Staat dafür da, Jobs zu garantieren?

Seitdem er anscheinend dafür da ist, seine Leute in seinem Land zu halten.

Völlig richtig. Und nach Deiner Schlussfolgerung soll Wirtschaft ihre Bildung bezahlen, Bildung aber nicht.

Das verstehe ich nicht ganz, rein sprachlich (und infolge dessen inhaltlich)

Die paar IT-ler und Richter, die der Staat für sich selber braucht, kann er ja unterstützen. Aber dann sollen alle die, die in die Wirtschaft gehen sich das auch von der Wirtschaft bezahlen lassen.

Tun sie doch. Indirekt. Über Steuergelder.

Es wäre aber keine Überschreitung der Kompetenzen, wenn er jedem freistellt, welchen Beruf er ausübt, solange derjenige seine Ausbildung dazu auch selber zahlt.

Ja, da wären wir wieder bei dem Punkt: jede Ausbildung sollte selbst bezahlt werden, also auch die des Lehrlings, oder keine. Gleichheit nennt man das.

Die Frage habe ich doch jetzt mehrfach gestellt an Euch, ohne die beantwortet zu bekommen. Wieviel % der Gesamtkosten machen diese 500 Euro pro Semester aus. Wenn es nur ein Furz ist, warum regt ihr euch auf?

Nein, ich meinte: wie viel Geld, dass in diesem Bau steckt, wurde aus den Mitteln der Studiengebühr entnommen, wieviel aus dem ohnehin vorhandenen Etat? Es ist doch meist so, dass die Studiengebühr für irgendwelchen Mist draufgeht, solche wichtigten Sachen aber ohne die Gelder der Studenten finanziert werden können.

Das glaube ich nicht. Es würde aber die Unis verkleinern auf die Anzahl Menschen, die wirklich studieren sollten und auch dazu in der Lage sind. Wer weiß, dass er was auf dem Kasten hat und nach dem Studium viel Geld verdienen kann, der investiert auch das Geld.

Damit unterscheidest du wieder zwischen Menschen, die es wert sind, zu studieren, und solchen, die es nicht wert sind...

Ja, warum denn nicht. Spinn doch mal weiter, was das bedeutet: Der Staat senkt ganz enorm seine Kosten, senkt drastisch die Steuern. Und die, die es sich selber nicht leisten können, bekommen Zuschüsse vom Staat. So, wie es heute auch schon bei vielen Dingen ist.

Zuschüsse vom Staat? Sähe dann in der Rechnung so aus wie jetzt, denn die wenigsten könnten sich das leisten, die Mehrzahl bräuchte Zuschüsse.

Was hat der Staat denn von den ganzen Medizinern, die nach dem Studium in die Schweiz abhauen? Und den ganzen Ingenieuren, die lieber in Skandinavien mehr Geld verdienen, aber doch das Top-Studium aus Deutschland genutzt haben, weil das billiger war?

Was hat der Staat vom Tischler und Automechaniker, der in die USA auswandert, nachdem er hier einem anderen, der vielleicht hier geblieben wäre, den Ausbildungsplatz weggenommen hat?
 
Dann sollte besser niemand mehr studieren, oder die Wirtschaft selbst die Studienplätze für bestimmte Fächer nach Bedarf vergeben...oder wie?

Interessant was du heraus lesen kannst. Marty hat dich darauf hingewiesen, dass man erfolg haben kann, wenn man diesen Anstrebt. Nicht Studieren, des Studieren willens, sondern Studieren um sich selbst voran zu bringen. Etliche Berufstätige zahlen Jährlich unmengen an Geld um sich weiter zu bilden. Weil sie wissen, dass sie es für sich selbst machen.


Ja, da wären wir wieder bei dem Punkt: jede Ausbildung sollte selbst bezahlt werden, also auch die des Lehrlings, oder keine. Gleichheit nennt man das.

Mal unabhängig davon, dass es stumpf ist in dieser Diskussion Gleichheit zu fordern, da wir zum glück keine Planwirtschaft haben und der Markt selbst entscheiden kann, ob er Ausbildungsgehälter zahlen möchte oder nicht, haben wir hier sogar Gleichheit.

Es gibt genügend Unternehmen, die duale Studiengänge anbieten. Hier wird man für sein Studium bezahlt. Es gibt Menschen, die eine rein schulische Ausbildung machen, welche selbst bezahlt werden muss. Da hast du deine Gleichheit.
 
Interessant was du heraus lesen kannst. Marty hat dich darauf hingewiesen, dass man erfolg haben kann, wenn man diesen Anstrebt. Nicht Studieren, des Studieren willens, sondern Studieren um sich selbst voran zu bringen. Etliche Berufstätige zahlen Jährlich unmengen an Geld um sich weiter zu bilden. Weil sie wissen, dass sie es für sich selbst machen.

Jeder, der studiert, tut das, um sich voranzubringen. Aber deine Formulierung sagt es doch: man kann Erfolg haben, wenn man diesen anstrebt. Das ist eine Option!


Mal unabhängig davon, dass es stumpf ist in dieser Diskussion Gleichheit zu fordern, da wir zum glück keine Planwirtschaft haben und der Markt selbst entscheiden kann, ob er Ausbildungsgehälter zahlen möchte oder nicht, haben wir hier sogar Gleichheit.

Es gibt genügend Unternehmen, die duale Studiengänge anbieten. Hier wird man für sein Studium bezahlt. Es gibt Menschen, die eine rein schulische Ausbildung machen, welche selbst bezahlt werden muss. Da hast du deine Gleichheit.

Nun, Gleichheit zu fordern ist in meinen Augen nie stumpf...Gerechtigkeit, ja, denn das ist illusorisch und wesenfremd, aber Gleichheit? Und das bedeutet nicht, dass man eine Planwirtschaft einführen muss. Aber verzeih mir vielmals, ich werde mir nicht die Mühe machen, dir meine Argumentation noch einmal darzulegen - du kannst ja alle vorigen Beiträge meiner Wenigkeit lesen und dann vielleicht - sofern möglich - auch verstehen ;)
 
Nun, Gleichheit zu fordern ist in meinen Augen nie stumpf...Gerechtigkeit, ja, denn das ist illusorisch und wesenfremd, aber Gleichheit?
Gleichheit ist halt nicht möglich. Wären wir alle Hochbegabt, dann würden wohl auch alle Studieren, da wir unser Wissen super Exportieren könnten. Leider sind nicht alle hochbegabt. Aber wieso eigentlich leider, gibt sicherlich auch viele die anders glücklich sind. Aber interessant, dass Gerechtigkeit für dich illusorisch ist.

Und das bedeutet nicht, dass man eine Planwirtschaft einführen muss. Aber verzeih mir vielmals, ich werde mir nicht die Mühe machen, dir meine Argumentation noch einmal darzulegen - du kannst ja alle vorigen Beiträge meiner Wenigkeit lesen und dann vielleicht - sofern möglich - auch verstehen ;)

Doch, wenn jemand der Wirtschaft vorschreiben möchte keine Ausbildungsgehälter zu zahlen, da der Staat die Ausbildung auch nicht entlohnt, dann nenne ich das Planwirtschaft.
 
Gleichheit ist halt nicht möglich. Wären wir alle Hochbegabt, dann würden wohl auch alle Studieren, da wir unser Wissen super Exportieren könnten. Leider sind nicht alle hochbegabt. Aber wieso eigentlich leider, gibt sicherlich auch viele die anders glücklich sind. Aber interessant, dass Gerechtigkeit für dich illusorisch ist.

Gleichheit des Geistes ist nicht möglich, natürlich. Und Intelligenz ist kein Faktor von Glück.
So, du glaubst also an Gerechtigkeit in der Welt?

Doch, wenn jemand der Wirtschaft vorschreiben möchte keine Ausbildungsgehälter zu zahlen, da der Staat die Ausbildung auch nicht entlohnt, dann nenne ich das Planwirtschaft.

Nun, dann wäre ja die momentane Situation mit staatlichen Hilfen ebenfalls eine Planwirtschaft: die Vorschrift, nicht Bankrott zu gehen...
 
Die Einführung der Studiengebühren, so wie es passiert ist, ist einfach ungerecht und absolut unnötig.

Das Geld das die Unis durch Studiengebühren bekommen, wurden meist vom Land, wie auch weiter vorne erwähnt, eingespart. Also ist es nur eine Umverteilung von Geld, nix anderes.

Was hat das bitte mit einer Studienplatzverbesserung zu tun?

Des weiteren wird durch Forschung an Unis auch wieder Kapital für den Staat generiert. Wenn eine Uni was tolles entwickelt hat, was denkst Ihr denn, wer davon dann den großen Kuchen der Einnahmen abbekommt? Also doppelt abkassieren, sehr fair ;)

In der Diskussion zur EInführung der Studierengebühren, wurde auch mit Studenten diskutiert, und verschiedene Modelle miterarbeitet, z.B. eine nachhaltige Studiengebühr. Dies hätte bedeutet, die Uni bekommt nicht sofort das Geld, sondern wenn man danach in seinen Job geht, zahlt man wieder einen gewissen Betrag seines Lohns an die Uni zurück, so zu sagen eine Extra-Steuer im Nachhinein fürs Studieren.
Das wäre fairer gewesen, da die Leute, die nach dem Studium mehr verdienen auch mehr zurückbezahlen, und im Gesamteffekt die Uni mehr Geld bekommen würde. Da aber der liebe Staat ja schon vorgesehen hatte, dieses Geld einzusparen, wurde dies direkt unter den Tisch fallen gelassen...

Weiterer Punkt, Studiengebühren konnten nur eingeführt werden, wenn der studentische Senat (mehrere Professoren der Uni) einstimmig dafür waren. Durch die Demos der Studenten gestörte Abstimmungen wurden daher an geheimen Orten umgelegt, Professoren die dagegen gestimmt hätten wurde jedoch vergessen an diesen Ort zu bringen. Auch sehr fair ;)

Ausserdem wie auch schon vorher mehrere Redner gesagt haben, muss in einem Land wie Deutschland Bildung frei verfügbar sein! Wir haben keine Bodenschätze (ach doch, die Kohle im Pott :D) und daher ist unser höchstes Gut, gut ausgebildete Fachkräfte. Wenn wir diese auch nicht mehr haben, dann armes Deutschland :(

Und wegen der Abwanderung mancher Studenten, das ist im heutigen Europa doch normal. Dafür kommen andere Fachkräfte aus Europa nach Deutschland, arbeiten hier und bezahlen dafür eben hier Steuer. Das ist auch ganz genau so gewünscht in manchen Bereichen, oder was meinst du, wieso man innerhalb der EU immer eine Arbeitserlaubnis hat! :)
 
Marty, Du führst immer Zahlen an, dass man die 54.000 €, welche durch so ein Studium anfallen würden doch locker abbezahlen könne.

Des weiteren stellst Du fest Ärzte würden aus Deutschland auswandern um lieber in der Schweiz zu arbeiten, da es dort mehr Geld gebe.

Mich würde mal interessieren, was Du denkst, was so ein Absolvent eines wirtschaftsnahen Studienfaches (Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, BWL/VWL) so zu Beginn verdient und wo das durchschnittliche Gehaltsmaximum ungefähr liegt.


Ich gebe dir mal die Zahl von Medizinern:
Ärzte in einem öffentlichen Krankenhaus steigen, nach 6 Jahren Mindeststudienzeit wohlbemerkt, mit TVÖD EG 13 ein, das sind kummulierte 2900 € Brutto im Monat. Bei Stk. 1 und Kirchensteuer ~1700 € netto.

Also ich finde das Gehalt nicht gerade angemessen für jemanden der in der Regal ein einser Abitur gemacht hat oder eine lange Zeit für sein Studienplatz gewartet hat und anschliessend 6 Jahre dafür studieren musste.

Und die Steigerungen sind nicht gerade hoch. Alle 2 Jahre darfst du 100 € dazurechnen, bei verheirateten gibt es 100 € extra und pro Kind etwa 90 €.
Natürlich alle angaben in Brutto.

Davon möchtest du also die 54 k € inklusive Zinsen abbezahlen, bleiben nach deiner Rechnung 1500 € netto, für einen alleinstehenden Mediziner, der dir unter Umständen auch dein Leben rettet.
Ich finde das deutlich unterbezahlt und es steht in keinem Verhältnis zu dem gesellschaftlichen Wert und der investierten Mühe in so einem Studium.

Viele vergessen auch, dass der Metaller, welcher bei einem Betrieb die Ausbildung macht, auch Steuergeld kostet. Wer finanziert denn die Berufsschulen?
Die sind bestimmt nicht minder billiger als die Unis, wenn man nur den reinen Lehrauftrag berücksichtigt. Ich würde sogar weiter gehen und sagen die Universitäten sind günstiger, da mit weniger Lehrpersonal eine größere Menge an Personen unterrichtet wird.

Ohne etwas vorweg zu nehmen: ein Studium lohnt sich selbst in wirtschaftsnahen Fächern (Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, BWL/VWL) nur bedingt. In wirtschaftlich nicht relevanten Fächern, allen vorran die Geisteswissenschaften lohnt sich ein Studium aus monetärer Sicht in aller Regel überhaupt nicht mehr.
 
Mich würde mal interessieren, was Du denkst, was so ein Absolvent eines wirtschaftsnahen Studienfaches (Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, BWL/VWL) so zu Beginn verdient und wo das durchschnittliche Gehaltsmaximum ungefähr liegt.
Das kommt darauf an, wo er nach seinem Studium arbeitet. Ein Maschinenbauingenieur, der nach dem sehr gut agbeschlossenen Studium bei Siemens einen Job bekommt, wird so bei 50.000 Euro anfangen. Kelle wird mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Und wenn er egut ist, dann wird er nach ein paar Jahren deutlich darüber liegen.

Das Gehalt nach Tarif IG Metall dürfte so asl Einstieg bei ungefähr 35.000 Euro liegen, nach 5 Jahren bei knapp 50.000 Euro. Wohlgemerkt, nur Tarif. Und niemand, der heute ein Studium der Ingenieurswissenschaften gut abschliesst, muss "nur" für Tarif arbeiten.

Ähnlich sieht es in der Informatik aus.

Ärzte in einem öffentlichen Krankenhaus steigen, nach 6 Jahren Mindeststudienzeit wohlbemerkt, mit TVÖD EG 13 ein, das sind kummulierte 2900 € Brutto im Monat. Bei Stk. 1 und Kirchensteuer ~1700 € netto.
Ich finde, das ist verdammt wenig. Das ist viel zu wenig. Aber woran liegt das? Der Staat hat kein Geld. Der Staat kann sich mehr nicht leisten. Und warum nicht? Ein Teufelskreis?

Aber da stellt sich auch die Frage: Anscheinend gibt es noch zuviele Bewerber für die Jobs. Gäbe es nicht so viele Ärzte, dann würde der Markt sich drehen.

Davon möchtest du also die 54 k € inklusive Zinsen abbezahlen, bleiben nach deiner Rechnung 1500 € netto, für einen alleinstehenden Mediziner, der dir unter Umständen auch dein Leben rettet.
Tja, und genau für solche Fälle hatte ich ja weiter oben einen Vorschlag gemacht, der anscheinend geflissentlich überlesen wird. Du darfst gerne meine ersten Beiträge noch mal nachlesen. Da schrieb ich was von einer Sonderabgabe für Grossverdiener, da wären diese Ärzte dann nicht betroffen.

Ich finde das deutlich unterbezahlt und es steht in keinem Verhältnis zu dem gesellschaftlichen Wert und der investierten Mühe in so einem Studium.
Sehe ich genauso. Warum studiert man dann Medizin? Aus Überzeugung?

Viele vergessen auch, dass der Metaller, welcher bei einem Betrieb die Ausbildung macht, auch Steuergeld kostet. Wer finanziert denn die Berufsschulen?
Der Staat. Aber nochmal: Diskutieren wir jetzt hier über Studiengebühren oder Kosten für Berufsschulen? Wenn ich Dir jetzt schreiben würde "ich fordere auch, dass Betriebe die Berufsschulen zahlen müssen!", würde sich dann Deine Meinung zu den Studiengebühren ändern?

Man könnte die Ausbildungsvergütungen senken und davon die Berufsschulen zahlen. Siehst Du das genauso? Und dann wären Studiengebühren für Dich auch in Ordnung?

Ohne etwas vorweg zu nehmen: ein Studium lohnt sich selbst in wirtschaftsnahen Fächern (Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, BWL/VWL) nur bedingt.
Was heisst "nur bedingt"? Ein guter Abschluss in Wirtschaftsinformatik garantiert Dir quasi einen 100.000-Euro-Job. Man beachte aber das "guter". Wer nur Durchschnitt ist, der verdient nur Durchschnitt.

Marty
 
Du lebst in ner Traumwelt. Einstiegsgehalt für Uni-Ingenieure ist rund 40 k. 100 k bekommt man nicht so schnell, eventuell irgendwann mal, wenn man auch noch nen Doktor gemacht hat. Bachelor steigt in Informatik vielleicht mit 35 k ein. Also "Großverdiener" ist man nicht sofort. Da muss man sich schon erst mal in die Vorstandsebene hochkämpfen (oder mit Vitamin B ;) ).

Wirtschaftsinformatik garabntiert nen 100k-Job? Selten so nen Schwachsinn gelesen. Selbst nach 10 jahren wird der Druchschnitt wohl bei 50 k liegen und nicht bei 100...

Wenn man an solche Käsezahlen glaubt, kann man natürlich davon ausgehen, dass der Student locker das ganze Studium vorstrecken kann. Es ist ja 100 % sicher, dass er mal 100 k verdient *OMG*. Du hast nicht studiert, das merkt man...
 
Das kommt darauf an, wo er nach seinem Studium arbeitet. Ein Maschinenbauingenieur, der nach dem sehr gut agbeschlossenen Studium bei Siemens einen Job bekommt, wird so bei 50.000 Euro anfangen. Kelle wird mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Und wenn er egut ist, dann wird er nach ein paar Jahren deutlich darüber liegen.

Das Gehalt nach Tarif IG Metall dürfte so asl Einstieg bei ungefähr 35.000 Euro liegen, nach 5 Jahren bei knapp 50.000 Euro. Wohlgemerkt, nur Tarif. Und niemand, der heute ein Studium der Ingenieurswissenschaften gut abschliesst, muss "nur" für Tarif arbeiten.

Ähnlich sieht es in der Informatik aus.

Bei Großkonzernen kann man schon mit 50 k einsteigen, allerdings sollte man dann schon zu den Jahrgangsbesten gehören, Auslandserfahrung und entsprechende Praktika sind Pflicht. Aber das ist nicht repräsentativ, denn der Großteil wird im Mittelstand landen bei Gehältern von 35 - 40 k.
Steigerungsmöglichkeit bis 50 k/ 55 k als normaler Entwickler.

Natürlich als Team oder Projektleiter sieht es schon anders aus, aber allein schon von der Logik geht das nicht, dass jeder Team oder Projektleiter werden kann.

Das Durchschnittsgehalt der Ingenieure liegt je nach Tätigkeitsbereich bei 50-55k Jahrebrutto:

https://www.ingenieur.stepstone.de/content/de/de/gehaltsstruktur.cfm

Netto bei 54k (4500 € Monatsbrutto) Jahresbrutto, Stk. 1 und GKV sind das 2400 € netto für einen Ingenieur mit langjähriger Berufserfahrung.
Ein gutes Gehalt, aber es gibt Techniker, Schichtarbeiter die mit einfacher Lehre aufgrund steuersubventionierter Schichtarbeit mit Anfang 20 das selbe verdienen. Um dieses Netto zu erreichen wird kein Studium benötigt.

Bei all dem darf man nciht vergessen, dass es der Durchschnitt ist, das heißt es verdienen auch manche mit langjähriger BE weniger als die besagten 54 k.

Ich finde, das ist verdammt wenig. Das ist viel zu wenig. Aber woran liegt das? Der Staat hat kein Geld. Der Staat kann sich mehr nicht leisten. Und warum nicht? Ein Teufelskreis?

Aber da stellt sich auch die Frage: Anscheinend gibt es noch zuviele Bewerber für die Jobs. Gäbe es nicht so viele Ärzte, dann würde der Markt sich drehen
Meines Wissens sind die öffentlichen Krankenhäuser chronisch unterbesetzt. Das Geld wird lieber in den Verwaltungswasserkopf (es gibt mehrere 100 KK mit Vorstandsgehältern über 100k €) der Krankenkassen gepumpt oder der Pharmaindustrie werden Medikamente deutlich über Weltmarktpreis abgekauft.
Deshalb finde ich es auch nicht verwerflich wenn Ärtze in die Schweiz auswandern.
Tja, und genau für solche Fälle hatte ich ja weiter oben einen Vorschlag gemacht, der anscheinend geflissentlich überlesen wird. Du darfst gerne meine ersten Beiträge noch mal nachlesen. Da schrieb ich was von einer Sonderabgabe für Grossverdiener, da wären diese Ärzte dann nicht betroffen.

Die Wenigsten werden diese 80 k erreichen, von daher würde es nicht den von Dir gewünschten Effekt bringen.

Du kannst gerne beim Bundesamt für Statistik nachschauen, dass nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung dieses Einkomen hat.

Aber nochmal: Diskutieren wir jetzt hier über Studiengebühren oder Kosten für Berufsschulen? Wenn ich Dir jetzt schreiben würde "ich fordere auch, dass Betriebe die Berufsschulen zahlen müssen!", würde sich dann Deine Meinung zu den Studiengebühren ändern?

Beide, die Hochschulen und die Berufsschulen, sind Ausbildungsbetriebe. Es ist nicht nachvollziehbar warum für die Hochschule Gebühren bezahlt werden muss , aber gleichzeitig für die Berufsschulen nicht.

Man könnte die Ausbildungsvergütungen senken und davon die Berufsschulen zahlen. Siehst Du das genauso? Und dann wären Studiengebühren für Dich auch in Ordnung?

Allerdings würde sich meine Meinung zu den Studiengebühren dadurch nicht ändern. Ich möchte weder eine gebührenfinanzierte Berufsschule noch eine gebührenfinanzierte Hochschule.
Denn wir sind immer noch ein Sozial- und kein Gebührenstaat.
Denn nciht umsonst werden unmengen an Abgaben bezahlt um diesen Sozialstaat zu finanzieren. Besonders Akademiker werden Dank der überproportionalen Besteurung im mittleren Einkommensbereich schon besonders zur Kasse gebeten und wenn man schon im Erwerbsleben so eine Steuerlast trägt, dann möchte man zumindest eine gute und kostenlose Hochschulbildung haben.

Es ist einfach nicht nachvollziehbar warum gerade der Bildungsbereich gebührenfinanziert werden muss. Wieso führen wir keine Autobahnmaut ein?

Das wäre das gleiche Schema. Die Autobahn wird von vielen Leuten zur Bewältigung des Arbeitsweges, also zur Ausübung des Berufes benötigt.
Dafür werden entsprechend Steuern entrichtet.
Analog zum Studium, welches auch zur Ausübung des Berufes benötigt wird.


Was heisst "nur bedingt"? Ein guter Abschluss in Wirtschaftsinformatik garantiert Dir quasi einen 100.000-Euro-Job. Man beachte aber das "guter". Wer nur Durchschnitt ist, der verdient nur Durchschnitt.

Marty

Gehälter von 100.000 € und mehr sind für den Großteil der Absolventen, nicht der Durchschnitt nicht erreichbar. Vieles hängt von der Herkunft ab.
Man muss gut palavern können und sich in der Einkommensschicht wohlfühlen.
Mit echter Leistung hat das nichts mehr zu tun. Hier ein interessanter Bericht
von eliteforscher Hartmann: (https://www.stern.de/wirtschaft/arb...liteforscher-Hartmann-Zum-Manager/600040.html)

Und wenn, dann müsste man schon Projektleiter, mit mehreren Akademiker unter sich, bei einem Großkonzern sein. Das ist für die Meisten, selbst excellenten Ingenieure, fast utopisch.

Deshalb lohnt sich auch ein Studium monetär nur bedingt, denn mit einfacher Schichtarbeit hat man teilweise schon mehr.
 
Naja, selbst wenn wir es als richtig ansähen (was wir nicht tun), dass man mit technischen Studiengängen gute Gehälter erzielt: was ist mit Geisteswissenschaften? Was ist mit denen, die im Labor landen, im Archiv, oder als wissenschaftliche Mitarbeiter an der Uni? Die haben kein Traumgehalt...
 
Amen. Und sind die dann unwichtig oder kann der Staat gänzlich auf sie verzichten? Mitnichten. Selbst Ärzte verdienen mitunter recht wenig im Verhältnis zu ihrer Arbeit und vor allem ihrer immensen Verantwortung. Man kann das Studium nicht auf "Verdienstvorteil" herunterbrechen. Zumal der "großverdienende" Student dafür viel später in den Arbeitsmarkt einsteigt, was in den Rechnungen irgendwie nie vor kommt...
 
Wenn ich das alles so lese, dann frage ich mich, warum überhaupt noch studiert wird?

1. Das Studium kostet zu viel.
2. Es gibt danach nicht für alle Jobs.
3. Die Gehälter nach dem Studium sind schlecht.
4. Jemand mit einer Ausbildung kann genauso viel verdienen.
5. Man holt diesen Nachteil nie auf.
6. Andere Ausbildungen bekommt man bezahlt, ein Studium nicht.

Komisch, komisch, dass die Unis immer noch so überlaufen sind. Woran das wohl liegen mag.

Und zitieren wir doch mal von lohnspiegel.de
* Je höher der Abschluss, desto höher der Verdienst. Ingenieur/innen mit Fachhochschulabschluss verdienen im Schnitt 4.112 Euro brutto, ihre Kolleginnen und Kollegen mit Universitätsabschluss liegen bei 4.408 Euro und promovierte Ingenieur/innen kommen durchschnittlich auf 5.257 Euro.
* Berufserfahrung zahlt sich aus. Das Monatseinkommen von Ingenieur/innen mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung beträgt im Schnitt 3.463 Euro, bei 20 bis 29 Jahren Berufserfahrung steigt es auf rund 5.000 Euro.
* Frauen verdienen als Ingenieurinnen deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Durchschnitt liegt ihr Einkommen rund 17 Prozent unter dem der Männer.
* Zwischen West- und Ostdeutschland besteht ein beträchtliches Einkommensgefälle: Das Ingenieureinkommen in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt knapp 26 Prozent niedriger als in den alten Ländern.
* Betriebsgröße zählt. In Betrieben mit unter 100 Beschäftigten beträgt das Monatseinkommen 3.610 Euro, in Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten klettert es im Durchschnitt bereits auf knapp 4.175 Euro und in noch größeren Betrieben liegt es im Schnitt bei 4.794 Euro.
* In tarifgebundenen Betrieben liegt das Monatseinkommen der Ingenieur/innen mit durchschnittlich 4.652 Euro rund 740 Euro über dem Gehalt in nicht tarifgebundenen Betrieben.
Und wenn ich das jetzt mal zusammenfasse und zu meiner Aussage zurückkomme, dass man als Top-Student bei Siemens mit 50.000 Euro anfängt, dann passt das wunderbar dazu.

Marty
 
Wenn ich das alles so lese, dann frage ich mich, warum überhaupt noch studiert wird?

1. Das Studium kostet zu viel.
2. Es gibt danach nicht für alle Jobs.
3. Die Gehälter nach dem Studium sind schlecht.
4. Jemand mit einer Ausbildung kann genauso viel verdienen.
5. Man holt diesen Nachteil nie auf.
6. Andere Ausbildungen bekommt man bezahlt, ein Studium nicht.

Komisch, komisch, dass die Unis immer noch so überlaufen sind. Woran das wohl liegen mag.

Lust auf einen anspruchsvollen Job, der die geistigen Fähigkeiten herausfordert, statt irgendwo an nem Band oder in nem Büro stumpfsinnige Arbeiten auszuführen? Ist sowas kein Grund? Es geht nicht immer nur ausschließlich um Geld. Klar hat man überdurchschnittlich oft ein gesichertes Einkommen, aber man ist NICHT automatisch "reich" mit nem Studium. Du verstehst Studenten nicht, weil du nicht studiert hast. Du verstehst nicht, dass sich Kinder aus "Arbeiterfamilien" nicht mit 50k verschulden würden, um Ingenieur zu werden, sondern dann lieber ne Ausbildung machen und somit Ingebnieure fehlen. Du verstehst diese Zusammenhänge nicht. Das ist wie wenn ein Blinder vom Sehen spricht...
 
Ansich finde ich Studiengebühren nicht schlecht, wenn dadruch die Qualität der Ausbildung steigt, HiWi Jobs oder Dr. stellen geschaffen werden. Jedoch sehe ich an meiner Uni keinen Unterschied zu den Tagen an denen keine Studiengebühren gezahlt wurde. Immer noch überfüllte Vorlesungen in denen 20 - 50 Leute stehen müssen, HiWi stellen sind auch nicht grade mehr geworden.

DadyCool
 
Lust auf einen anspruchsvollen Job, der die geistigen Fähigkeiten herausfordert, statt irgendwo an nem Band oder in nem Büro stumpfsinnige Arbeiten auszuführen? Ist sowas kein Grund? Es geht nicht immer nur ausschließlich um Geld. Klar hat man überdurchschnittlich oft ein gesichertes Einkommen, aber man ist NICHT automatisch "reich" mit nem Studium. Du verstehst Studenten nicht, weil du nicht studiert hast. Du verstehst nicht, dass sich Kinder aus "Arbeiterfamilien" nicht mit 50k verschulden würden, um Ingenieur zu werden, sondern dann lieber ne Ausbildung machen und somit Ingebnieure fehlen. Du verstehst diese Zusammenhänge nicht. Das ist wie wenn ein Blinder vom Sehen spricht...

Ganz richtig, als Studierter hat man meistens Job in der Forschung und Entwicklung, das sind keine Standardbürojobs oder Fließarbeiterjobs...
Und alleine dafür lohnt es sich zu studieren!

Ansich finde ich Studiengebühren nicht schlecht, wenn dadruch die Qualität der Ausbildung steigt, HiWi Jobs oder Dr. stellen geschaffen werden. Jedoch sehe ich an meiner Uni keinen Unterschied zu den Tagen an denen keine Studiengebühren gezahlt wurde. Immer noch überfüllte Vorlesungen in denen 20 - 50 Leute stehen müssen, HiWi stellen sind auch nicht grade mehr geworden.
DadyCool

Auch richtig, bei uns in der Informatik ist es noch nicht so gravierend, aber wenn ich manche WiWi Vorlesungen sehe, da wird einem schlecht :) Die stehen auf der Treppe, fast schon draußen ^^ Und da zeigt sich mal wieder, die Leistung hat sich auch hier in keinster Weise verbessert....:roll:
 
Du verstehst diese Zusammenhänge nicht. Das ist wie wenn ein Blinder vom Sehen spricht...

Scheiß Diskussionshaltung. Zum einen, da dies beleidigend für Blinde und andere kranke Menschen ist ( Schicksale werden instrumentalisiert um nicht vorhandene Vergleiche zu ziehen) und zweitens weil es nicht haltbar ist. In den meisten Fällen gebietet das nicht betroffen sein Onjekitivität, die ein Betroffener niemals haben kann. Daher kann Marty auch Zusammenhänge viel unvoreingenommener betrachten und daher auch viel besser Schlussfolgerungen ziehen.

Man kann sicher darüber Diskutieren, ob Studiengebühren vertretbar sind, in welcher Form die Kredite gegeben werden müssen uvm. aber sicherlich nicht mit Menschen, die nichtmal sehen woher das Geld kommt. Nämlich nicht aus dem nichts, andere Menschen müssen hart dafür arbeiten und man muss diesen Menschen vedeutlichen, wieso der eigene Studiengang so schwer ist, dass man nicht nebenbei mal ein wenig Geld verdienen kann, welches man dabei tut.

Zudem möchte ich nochmal was zu den Kosten sagen. 500 Euro Studiengebürhen pro Semester. Dies entspricht bei 10 Semestern 5000 Euro. Diesen Betrag allein nur von den Studiengebühren, spare ich im mom im Jahr zusammen ohne Studiert zu haben. Da kann man den sicherlich auch studiert innerhalb eines Jahres wieder ausgleichen. Mir kann keiner erzählen, dass allein die Studiengebühren ihn vom Studieren abhalten. Weil dann tut mir der jenige leid, dann hat der einen defekt im Kopf.
 
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Natürlich kann ich ihm Blindheit vorwerfen. Es liegt nicht nur daran, dass er nicht studiert hat, sondern auch daran, dass er schlecht informiert ist. Er denkt, jeder Akademiker verdient 100 k. Fakt ist aber, dass nur Ingenieure, Manager, etc. die Chance haben, irgendwann mal so viel zu verdienen (und als Einstiegsgehalt ist alles über 50 k reine Utopie, die Regel sind bei den ach so gesuchten Ingenieuren eher 40 k).

Er weiß offentlich nicht, dass ein Forscher an der Uni bedeutend weniger verdient. Dass ein Doktorant wenig bekommt. Er denkt: Uni = reich = der kann ja wohl direkt dafür zahlen. Aber das stimmt nicht. Er weiß es nicht, und deshalb ist er blind für die Probleme, die seine Forderung, jeder solle alles selber zahlen (was man ja letztendlich später durch Steuern ja auch tut...), hervorbringt. Seine Idee, man solle alles als Kredit aufnehmen (rund 50 k) und könne es später abzahlen hat er ganz ohne Zinsen und mit 80 k Einsteigsgehalt gerechnet. Das ist Milchmädchen hoch 3.

Würde man es so machen, würde kaum jemand mehr studieren, bzw. nur noch "reiche Kinder". Es würde keiner mehr etwas studieren, was keine sehr hohen Gehaltsaussichten hat (Soziales, etc.). Ist hier etwa jemand der Meinung, man brauche diese Leute alle nicht? Das gäbe ne weitere lustige Diskussion.

Außerdem finanziert der ehemalige Student später genau so die Studenten, weil keiner ewig studiert, sondern daraus Steuerzahler werden. Wer neidisch ist, dass der Student alles gezahlt kriegt, und "ich armer Malocher muss das für den erarbeiten", versteht eben die Zusammenhänge nicht. Wir BRAUCHEN Akademiker, sonst ist hier bald das Licht aus.

Der Staat (also der Steuerzahler, also der Marty) finanziert das nicht zum Spaß, sondern weils notwendig ist. Wer mir erzählt, dass es keinen Akademikermangel gäbe, wenn der Student schon zu Studienzeiten alles selbst finanzieren müsste, der ist ein Märchenonkel und hat nunmal einfach KEINE AHNUNG. Es ist so. Punkt.

Aber bitte, dann verdient halt jeder 100k. Dann würd er so viele Steuern zahlen,d ass das Studium sowieso finanziert ist. OMG.