TopTechNews

Internetanbieter durch Kundenumfrage bloßgestellt

05. März 2010, 12:01 Uhr · Quelle: toptechnews.de
"Dilettanten", "schlechte Fachkompetenz" oder "Chaosverein": So lauteten die Kommentare enttäuschter und genervter Nutzer zur Service- und Produktqualität deutscher Internetanbieter in einer neuen Umfrage der Stiftung Warentest. Von rund 6.000 Teilnehmern hatte mehr als jeder Zweite mindestens schon einmal ein Problem mit seinem Internet-Provider. Jeder Dritte klagte sogar gleich über mehrere Unzulänglichkeiten. Halb so schlimm - kämen nicht auch noch inkompetente Hotlines hinzu. Service und Hilfe? Offenbar häufig Fehlanzeige.

Häufigstes Problem: Totalausfälle

Dabei gehört die Beseitigung von Störungen zum Alltagsgeschäft der Anbieter. Das mit Abstand am häufigsten genannte Problem deutscher Breitbandkunden sind Totalausfälle aller Verbindungen. 34 Prozent der Befragten berichteten, dass Telefon und Internet mindestens einmal stunden-, tage- oder sogar wochenweise nicht funktionierten. Auch im Vergleich zur gebuchten DSL-Geschwindigkeit unzureichende Bandbreiten sorgten vielfach für Ärger. Denn noch immer ist nicht allen Kunden bewusst, dass bei Vertragsabschluss oft lediglich Maximalwerte angegebenen werden - aus DSL 16000 wird so schnell DSL 10000 oder weniger. Dies führt auch zum dritthäufigsten Kritikpunkt der Umfrageteilnehmer: Besonders häufig moniert wurden hier missverständlich formulierte Vertragsbedingungen sowie eine schlechte Kooperation bei Kündigungswünschen. Jedes elfte Problem betraf darüber hinaus die eingesetzte Telefonverbindung. Überdurchschnittlich oft beschwerten sich dabei die Nutzer über schlechte Sprachqualität und Unterbrechungen, deren Telefonanschluss mittels Voice over IP (VoIP) über die DSL-Leitung realisiert wurde.
Tabelle Internetanbieter Kundenzufriedenheit
Die meisten Probleme gab es laut Umfrage bei Alice. Grafik: Stiftung Warentest

Doch nicht alle Anbieter waren gleich häufig betroffen. So berichteten 76,5 Prozent aller Alice-Kunden, mindestens einmal ein Problem mit dem Telefonanbieter gehabt zu haben. Auch bei Kabel Deutschland, Kabel BW, Versatel und 1&1 waren über 70 Prozent der Nutzer mindestens einmal nicht zufrieden. Die oft gescholtene Telekom hingegen ist "nur" bei 56,1 Prozent ihrer Kunden negativ aufgefallen - leicht unter dem Gesamtdurchschnitt aller Befragten von 60,3 Prozent. Etwas häufiger gab Vodafone/Arcor Anlass zur Kritik - 61,4 Prozent berichteten hier über Probleme. Die (im Rahmen der Umfrage) zufriedensten Kunden hat allerdings ein Regionalanbieter. 57,8 Prozent der Netcologne-Kunden berichteten, bisher keinerlei Störungen beobachtet zu haben.
Weiter auf Seite 2: Inkompetente Hotlines und unzufriedene Kunden


Tritt eine Störung allerdings auf, lassen viele Unternehmen die Hilfesuchenden im Regen stehen. Die vorhandenen Hotlines kommen dementsprechend schlecht in der Umfrage weg. Sie seien oft zu teuer und schlecht erreichbar oder gäben kaum nützliche, im Extremfall sogar falsche Auskünfte. Auch ein unfreundlicher Umgangston wird von jedem fünften Anrufer beanstandet.

60 Prozent unzufrieden oder sehr unzufrieden

Rund 60 Prozent der Befragten gaben an, mit der persönlichen Betreuung bei einer Beschwerde "unzufrieden" oder "sehr unzufrieden" zu sein. Hauptgrund war die fehlende Problemlösungskompetenz der Unternehmen. Mehr als jedes dritte Problem wurde laut Befragung nur teilweise oder gar nicht behoben - davon 14 Prozent Beschwerden, die Komplettausfälle von Telefon und Internet betrafen. Kam jedoch ein Techniker und kümmerte sich um das Anliegen, war in einem Fünftel der Fälle immer noch kein Land in Sicht und das Problem bestand auch nach dem Besuch weiterhin. Was dann bleibt, ist die pure Frustration der Betroffenen - und der Gang zu Verbraucherzentrale oder Rechtsanwalt. Die schlechtesten Noten im Kundenservice erhielten insgesamt 1&1 und Versatel. Beide Unternehmen haben in letzter Zeit allerdings versucht, durch neue Service-Angebote gegenzusteuern.
Umfrage Stiftung Warentest Internetanbieter
Mit schlechter Betreuung und mangelnder Lösungskompetenz machen viele Anbieter ihren Kunden das Leben schwer.
Grafiken: Stiftung Warentest

Die meisten Kunden wünschen sich daher vor allem mehr Service und Kundenorientierung - etwa mittels kostenfreier Hotlines oder Entschädigungen bei groben Fehlern der Anbieter. Selbst höhere Gebühren würden einige Studienteilnehmer dafür in Kauf nehmen. Obwohl die Befragung nicht repräsentativ ist, zeigen die Ergebnisse den Leidensdruck vieler Internetkunden. Ein Wechsel des Anbieters kann zwar für Abhilfe sorgen, bringt aber auch nicht immer Besserung: Ihren aktuellen Provider uneingeschränkt weiterempfehlen würden laut Umfrage lediglich 42 Prozent.
[onlinekosten.de] · 05.03.2010 · 12:01 Uhr
[11 Kommentare]
Hausarzt
Wiesbaden (dpa) - In Deutschland arbeiten immer mehr ausländische Ärztinnen und Ärzte. Laut Statistischem Bundesamt hatten 64.000 oder 13 Prozent aller Mediziner im Jahr 2024 keine deutsche Staatsangehörigkeit. Zehn Jahre zuvor waren es erst 30.000 beziehungsweise 7 Prozent gewesen.  121.000 aus dem Ausland zugewanderte Ärztinnen und Ärzte arbeiteten […] (09)
vor 5 Minuten
Ashley Tisdale
(BANG) - Ashley Tisdale nimmt sich regelmäßige Auszeiten von Social Media, weil das Online-Leben ihr Gehirn "wirklich ermüdet". Die 40-jährige Schauspielerin – die kürzlich einen Essay für 'The Cut' schrieb, in dem sie über den Bruch mit ihrer "toxischen" Mütter-Freundesgruppe berichtete – sprach offen über ihr Verhältnis zu Plattformen wie Instagram […] (00)
vor 2 Stunden
Saints Row dürfte tot sein! Embracer ignoriert Wiederbelebungsvorschlag des Urgesteins
Es gibt Spielereihen, die trotz aller Rückschläge eine treue Anhängerschaft behalten. Saints Row ist so eine Reihe – und genau deshalb tut die jüngste Neuigkeit besonders weh. Chris Stockman, der Designdirektor des allerersten Teils, hatte monatelang an einem Konzept gearbeitet, das der Franchise neues Leben einhauchen sollte. Doch statt einer Antwort […] (00)
vor 15 Minuten
Jessie Buckley
(BANG) - Jessie Buckley ist überzeugt, dass ihre Rolle in 'Hamnet' "absolut" von 'The Bride! Es lebe die Braut' beeinflusst wurde. Die irische Schauspielerin erzählte, dass zwischen den beiden Filmen nur "zwei Wochen" lagen. Zuvor hatte sie die Braut von Frankensteins Monster gespielt, bevor sie in dem Historiendrama William Shakespeares Ehefrau Agnes […] (00)
vor 2 Stunden
Nico Schlotterbeck (l) und Emre Can
Dortmund (dpa) - Bei Borussia Dortmund werden vor dem Playoff-Rückspiel in der Champions League bei Atalanta Bergamo am Mittwoch (18.45 Uhr/DAZN) die Personalsorgen scheinbar weniger. Beim Abschlusstraining tags zuvor stand neben dem zuletzt angeschlagenen Nico Schlotterbeck auch der längere Zeit verletzte Emre Can wieder auf dem Platz.  Während der 15 […] (00)
vor 1 Stunde
Börsenbeben: Meta pumpt 60 Milliarden in AMD – Aktie schießt senkrecht
Ein 60-Milliarden-Dollar-Paket definiert die Machtverhältnisse im Chip-Sektor neu AMD hat einen massiven strategischen Erfolg verbucht, der die Dominanz von Nvidia im KI-Sektor herausfordert. Der Konzern wird in den kommenden fünf Jahren KI-Prozessoren im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar an den Facebook-Mutterkonzern Meta liefern. Die Reaktion der […] (00)
vor 43 Minuten
Die Krux mit der Verlustleistung: Turbo, Power und TDP erklärt
Puchheim, 24.02.2026 (PresseBox) - Die Leistungsaufnahme moderner Prozessoren ist ein häufiges Thema bei der Auslegung industrieller Rechnersysteme. Besonders bei kompakten oder lüfterlosen Embedded Lösungen stellt sich oft die Frage, welche Taktfrequenzen im realen Dauerbetrieb tatsächlich erreicht werden können und warum ein Prozessor unter bestimmten […] (00)
vor 1 Stunde
 
Facebook-Logo
Berlin (dpa) - Facebook darf über seine Freunde-Finder-Funktion nicht auf […] (00)
O2-Deutschlandzentrale
München (dpa) - Der Wegfall seines größten Kunden macht dem Mobilfunk-Anbieter O2 […] (00)
Sodastream – ENSO und Fizz&go überzeugen durch Qualität und Innovation
Der ikonische Premiumwassersprudler Sodastream ENSO und die stylish-praktische […] (01)
Autoproduktion (Archiv)
Frankfurt am Main - Für viele börsennotierte Konzerne aus Deutschland entwickelt sich […] (01)
Getchell Gold Corp., ein führendes Unternehmen bei der Exploration von Goldvorkommen […] (00)
Apps auf dem Smartphone
Wiesbaden (dpa) - Shopping und Streaming, Ticketkauf und Tischbuchung: Viele Bereiche […] (00)
Saints Row Prequel abgelehnt: Embracer ghostet Original-Designer und die Serie stirbt
Ende 2025 schien es so, als würde Saints Row noch eine Chance bekommen. Embracer […] (00)
Heidi Klum vergeigt die Primetime
Da liefert Galileo X-Plorer die gewohnt starke Vorlage für das 20: 15 Uhr-Programm... und dann […] (01)
 
 
Suchbegriff